Der Zauberer

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Inhaltsangabe

Der Zauberer: Eine faszinierende Vorstudie zu Nabokovs Meisterwerk Lolita

In Der Zauberer, einer verloren geglaubten Erzählung, die erst im Nachlass des unsterblichen Erzählers Vladimir Nabokov wiederentdeckt wurde, erkundet der Autor erstmals das Thema, das er später in seinem berühmtesten Werk Lolita perfektionieren sollte. Die Geschichte handelt von einem Mann in den Vierzigern, der einem Nymphchen nachstellt und dessen kranke Mutter heiratet, um nach deren Tod endlich die Gewalt über das zwölfjährige Mädchen zu erlangen. Doch das Schicksal lässt sich nicht austricksen, und so nimmt die Handlung schon bald eine verhängnisvolle Wendung für den Protagonisten.

Nabokovs Fähigkeit, selbst die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele mit poetischer Schönheit zu schildern, sind bereits in diesem frühen Werk unverkennbar. Der Zauberer ist ein aufschlussreicher Einblick in die Entwicklung eines der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 28.08.1987
  • Autor/Autorin: Vladimir Nabokov
  • Übersetzung: Dieter E. Zimmer
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 3. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 144
  • ISBN: 9783498046293
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Nabokovs vierzehnter Roman – der erste aus der Zeit nach «Lolita» – gibt sich als die kommentierte Ausgabe eines 999 Zeilen langen Gedichts mit dem Titel «Fahles Feuer», verfasst von John Shade, einem bedächtigen neuenglischen Lyriker und Professor, der von einem Mörder erschossen wurde, ehe er die letzte, die tausendste Zeile zu Papier bringen konnte. Der Herausgeber ist sein Kollege, Nachbar und angeblicher Freund Charles Kinbote. Dessen Kommentar verfehlt jedoch Shades ernstes Poem, in dem es um den Selbstmord der schwierigen und hässlichen Tochter, um den Tod und die Wahrscheinlichkeit eines Lebens danach geht, auf eine so dreiste wie groteske Weise.
Kinbote gibt sich nämlich als der exilierte König von Zembla zu erkennen, Carl der Vielgeliebte, der Shade nicht dazu bringen konnte, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, und der es nun in Form von Anmerkungen zu «Fahles Feuer» selber tut. Ihm galt, so meint er, auch die Kugel, die Shade tötete. Freilich ist zweifelhaft, ob es sich so verhält. Nabokov lockt den Leser auf Rätselgänge, Licht des fahlen Feuers flackert von Spiegel zu Spiegel, Echos erklingen: ein Virtuosenstück, «eine Amalgamierung von Ernst und Spiel, einer anrührenden menschlichen Geschichte mit dem kühlen Kalkül einer Problemschachaufgabe». Dieter E. Zimmer

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