Der Komet

Der Lebensweg einer einfachen Frau bis zum Untergang Dresdens
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Inhaltsangabe

Es geht um das Leben von Dora W., eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die aus Schlesien nach Dresden kommt, mit sechzehn Mutter wird und mit fünfundzwanzig den Untergang der Stadt im Bombenkrieg miterlebt. Am Beispiel ihres Lebens wird erzählt, wie Geschichte den Geschichtslosen widerfährt, zuletzt als Schrecken und zu späte Einsicht.

Ziegenhüterin auf dem Lande, dann Ladenmädchen und Gärtnereigehilfin in einer niederschlesischen Kleinstadt sind Doras erste Lebensstationen, bevor sie in dem Schlachtergesellen Oskar den Mann fürs Leben findet und ihm nach Dresden folgt, um dort eine Familie zu gründen. Eine kurze Zeit ist ihr dort geschenkt; es sind ihre goldenen Jahre, wie es scheint, aber dann stürzt die Perspektive, und es ereilt sie wie alle anderen der Krieg und mit ihm das Ende Dresdens in einer von Großmachtstreben und Rassenwahn vergifteten Gesellschaft.
Durs Grünbein verfolgt ein Einzelschicksal im historischen Kontext vor und nach dem Einmarsch des Nationalsozialismus in jedes einzelne Leben. Was macht die Diktatur aus den Menschen, die den Anforderungen kaum gewachsen sind und sich recht und schlecht durchschlagen? Dabei gewinnt das Auftauchen des Halleyschen Kometen im Jahre 1910, das Weltuntergangsfantasien befeuerte, eine symbolische Bedeutung für die Vernichtung der sächsischen Metropole im Feuersturm des Februars 1945.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 18.06.2025
  • Autor/Autorin: Durs Grünbein
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/116/20 mm
  • Seitenanzahl: 282
  • ISBN: 9783518474884
Darum lohnt sich dieses Buch

Der Lebensweg einer einfachen Frau bis zum Untergang Dresdens

Pressestimmen
»Schon auf den ersten Seiten von Der Komet wird die Katastrophe kurz vorweggenommen: Der Luftkrieg, dieser grausame Komet am Ende des Zweiten Weltkriegs, wird kommen. Auf einer spiralförmigen Flugbahn folgt er einer politischen Schwerkraft und nähert sich in Grünbeins Buch Seite für Seite der Einschlagstelle. Es ist äusserst klug, wie der Autor das erzählerisch macht.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 15. Dezember 2023
»Brillant, wie da das nationalsozialistische Dresden topographiert wird ... Wie Grünbein gestreut über das Buch Akzente setzt ... die auf das vorausweisen, um dessen Kommen wir doch alle wissen, aber eben [die Protagonistin] Dora nicht, ist meisterhaft.«
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. November 2023
»Grünbein zeichnet ein grandioses Schlussbild, man kann das nicht anders sagen, es ist gleichermaßen erschreckend wie faszinierend intensiv literarisch in Szene gesetzt ... Der Schrecken, das Fegefeuer, der Untergang – all das kam nicht aus dem Nichts, all das hatte eine Vorgeschichte ... Genau darum geht es Durs Grünbein in diesem gelungenen Buch.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 22. November 2023
»[Es ist] schlicht wohltuend, vertrauensvoll einem Autor zu folgen, bei dem nicht zu befürchten ist, dass im gewiss brutalen Untergang noch die Spuren eigener Schuld verwischt würden.«
Cornelius Pollmer, Süddeutsche Zeitung, 20. November 2023
»Bleibt wachsam, lautet somit die Botschaft dieses literarischen Entwurfs, der, ohne das Hier und Heute plakativ in der Geschichte zu spiegeln, dennoch ungemein gegenwärtig wirkt: beklemmend und luzid gleichermaßen.«
Björn Hayer, Frankfurter Rundschau, 20. November 2023
»So ein Buch haben wir von Durs Grünbein ... noch nicht gelesen: So zugänglich, so bewegend.«
Cornelia Geissler, Berliner Zeitung, 20. November 2023
»Grünbeins Komet ist ein Plädoyer gegen die Verschönerung und Mythisierung der Welt im Angesicht des Krieges, der Diktatur, des Terrors.«
Adam Soboczynski, DIE ZEIT, 16. November 2023
»Komet ist ein glänzendes Beispiel für das, was Literatur vermag: Dem Einzelschicksal jene Bedeutung und Größe zurückzuerstatten, die es in der Maschinerie der historischen Ereignisse verlor.«
Ursula März, Deutschlandfunk Kultur - LESART, 27. September 2023
»Mit unheimlicher Menschlichkeit und Wärme, aber auch mit Verantwortung für die Geschichte setzt Grünbein die Scherben zusammen. Elegant legt sich seine Sprache zwischen die Erinnerungslücken und formt daraus diese Geschichte, die vom Leben der kleinen Leute in dunklen Zeiten erzählt.«
Thomas Hummitzsch, Tip Berlin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Kein anderer Dichter hat in den letzten Jahren mit so meisterhaften Großpoemen und formenreichen Zyklen beeindruckt wie Durs Grünbein. Auch die Liebe hat in seinen Gedichten ihren Auftritt, als Spiel- und Echoraum von Erotik und Psyche. Seine Liebesgedichte sind wortgewaltig und musikalisch, sinnlich und klar und zeugen von größter Empfindsamkeit. Der vorliegende Band präsentiert 85 Liebesgedichte Durs Grünbeins; 18 davon werden hier erstmals veröffentlicht. Ein Nachwort von Peter von Matt begleitet die Auswahl des Autors. »Grünbeins Gedichte bescheren dem Leser nicht wenige Glücksmomente ... « (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Dieses Buch ist Teil der Reihe Die schönsten Liebesgedichte im insel taschenbuch.
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