Der Junge im Taxi

Roman
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Inhaltsangabe

Wer ist dieser M., über den die Familie nicht reden will? Auf der Beerdigung seines Großvaters erfährt Simon von dessen verleugnetem Sohn. Am Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland gezeugt und zurückgelassen, ist M. nicht mehr als eine Leerstelle, eine vage Erinnerung.

Simon, selbst mit dem Ende seiner Beziehung konfrontiert, lässt der Gedanke an diesen deutschen Jungen nicht los. Was für ein Leben hat er gelebt, war er einsam, verlassen, frei? Ist er es noch? Die Suche treibt Simon von Südfrankreich an den Bodensee, wo sich vergessene Spuren mit den seinen kreuzen und ein neues Bild ergeben.

Hunderttausende Kinder von Besatzungssoldaten haben ihre Väter nie kennengelernt. In einem ebenso persönlichen wie poetischen Roman spürt Sylvain Prudhomme den Echos der Vergangenheit nach.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 10.07.2025
  • Autor/Autorin: Sylvain Prudhomme
  • Übersetzung: Claudia Kalscheuer (aus dem Französischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Unionsverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 192
  • ISBN: 9783293006324
Pressestimmen
»Sylvain Prudhomme erzählt diese berührende Geschichte um ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis in langen, gewundenen Sätzen und poetischen Bildern. Der Junge im Taxi ist ein sanfter, ein schwindelerregender und zum Ende hin auch versöhnlicher Roman, der weit über die Geschichte einer einzelnen Familie hinausreicht.«
Sarah Elsing, Deutschlandfunk Kultur
»Schweigen bildet den Glutkern dieses eindrucksvollen Buches, wobei Simon über die Schweigenden seiner Familie nicht urteilt. Vielmehr zeichnet er die Beweggründe jener nach, die reden.«
Lena Bopp, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Der Junge im Taxi, ein melancholischer deutsch-französischer Roman, ist ein eindrucksvolles Plädoyer wider die Geschichtsvergessenheit. Sylvain Prudhomme wartet mit tastenden, brillanten Dialogen auf, besticht durch subtile Gefühlsbeschreibungen und kommt ohne aufgesetzte Pseudo-Dramatik aus. Die vielen, atmosphärisch dichten Schachtelsätze hat Claudia Kalscheuer rhythmisch präzise ins Deutsche übersetzt.«
Christoph Vormweg, Deutschlandfunk
»Es ist ein berührender Text, einer aus dem menschlichen Mikrokosmos. Das liebevolle Gemälde einer Großfamilie und ihrer Beziehungen zueinander. Prudhomme pflegt eine schlichte, klare Sprache, die Bilder im Kopf entstehen lässt und alle Sinne anspricht. So gleichmäßig und ruhig Prudhomme erzählt, schlägt die Geschichte immer wieder unerwartete Haken und bleibt spannend bis zum Schluss.«
Stefan May, ORF
»Ein ungemein stimmiges Buch, dass auch emotional keine Wünsche offenlässt. Die Tragödien der Besatzungskinder erzählt Prudhomme auf unglaublich kluge, gute und literarische Weise. Und er zeigt auf, wie differenziert Familie funktioniert, dass Familie etwas ist, das man nie leichtfertig aufgeben darf. Ein Buch, das am Schluss ein Gefühl des Heilwerdens mit sich bringt. In jeglicher Hinsicht absolut lesenswert.«
Seite 1, Der Bücherpodcast
»Selten wurde mit so viel Feinfühligkeit von Schuld, Wiedergutmachung und dem schmerzlichen Nachwirken der Vergangenheit erzählt. Eine Entdeckung.«
Münchner Merkur
»Von diesem Buch blickt man auf, als ob man in einer anderen Welt gewesen wäre. Aber eigentlich möchte man nicht aufblicken, man will unbedingt dieses Geheimnis lüften, das am Bodensee seinen Ursprung hat.«
Irmtraud Gutschke, der Freitag
»Ein Roman gegen Geschichtsvergessenheit.«
Focus
»Sylvain Prudhomme schreibt eine Prosa, in der man versinken möchte. Sein Roman ist eine Suche, ein Einspruch, eine Wiedergutmachung, um ein kunstvoll inszeniertes Vergessen zu durchbrechen und einen verleugneten Verwandten in die Familie aufzunehmen.«
Le Monde
»Sylvain Prudhomme alias Simon will keine Rechnungen aufmachen. Er urteilt nicht, er schreibt mit Empathie, voller Spannung in einer äußerst musikalischen Sprache.«
Barbara von Machui, Rhein-Neckar-Zeitung
Herstellerinformationen
Unionsverlag AG
Neptunstr. 20
8032 Zürich
CH

Email: mail@unionsverlag.ch
Tel: +41 44 283 20 00

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Sacha sehnt sich nach Einsamkeit. Müde vom lauten Paris, zieht er in eine Kleinstadt, irgendwo in der Provence. Fernab von allem, zwischen Platanen und menschenleeren Plätzen, möchte er sich dem Schreiben widmen. Doch dann trifft er auf einen alten Jugendfreund, den »Anhalter« - und der ist immer noch derselbe: Wie schon zu Jugendzeiten bricht er auf, ohne Vorwarnung, hängt sich ein Schild um den Hals – Nach Auxerre oder Nach Landes – und reist kreuz und quer durch Frankreich. Seine Frau Marie und sein Sohn Agustín bleiben allein zurück.

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