Der Gott in einer Nuß

Fliegende Blätter von Kult und Gebet
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Inhaltsangabe

Für seine Annäherung an kultische Handlungen wählt Christian Lehnert, selbst Theologe, einen besonderen Weg: den des Dichters. In der für ihn typischen Gattungsmischung von Reflexion, Schau und Erzählung, bei der die verschiedensten sprachlichen Register von kristallklarer bis hin zu expressiver Prosa gezogen werden, nähert sich Lehnert den festgefügten Formen des kultischen Vollzugs: Kyrie, Gloria, Glaubensbekenntnis, Abendmahl … Kritisch und polemisch fordert Lehnert dabei den Konservativismus und seine erstarrte Religionspraxis ebenso heraus wie die charismatischen, liberalen oder esoterischen »Bewegungen«.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.12.2019
  • Autor/Autorin: Christian Lehnert
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/20 mm
  • Seitenanzahl: 236
  • ISBN: 9783518470183
Pressestimmen
»Dass Lehnert nicht nur Seelsorger, sondern vor allem Dichter ist, macht sein Buch zu etwas besonders Kostbarem.«
Sebastian Kleinschmidt, DIE ZEIT, 10. August 2017
»Hier spricht der Dichter. Er steht auf einer Baustelle, auf der vor ihm schon viele Kollegen gearbeitet haben, die sich oft nach Jahrhundertwenden gegen ein vereinnahmtes Christentum gewendet hatten. Dass Lehnert das heute mit einer klugen und unverklemmten Ernsthaftigkeit tut, die dem Gegenstand angemessen ist, nimmt für ihn ein.«
Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung, 13. April 2017
»Es sind hochpoetische Bilder, die Lehnert entwirft, sinnlich und voller Empfindsamkeit. Ein ehrlicher und ungeschönter Blick auf den Glauben.«
MDR Kultur, 12. April 2017
»Lehnert besitzt einen besonderen musikalischen Sinn für das Wilde in der Theologie und das existenziell Abgründige im Glauben ... ein theologisches Buch, das man wirklich gelesen haben sollte.«
Johann Hinrich Claussen, Süddeutsche Zeitung, 29. März 2017
»Es lohnt sich für jeden, dem Religion etwas bedeutet, dieses wunderbare Buch zu lesen ...«
Ilka Scheidgen, Die Tagespost, 25. März 2017
»Christian Lehnert brilliert mit Essay-Blättern über Verluste und Verrat.«
Hans-Dieter Schütt, neues deutschland, 22. März 2017
»Lehnert hat ein mystisches Gedankennetz gesponnen, das den Leser in eine spirituelle Suchbewegung verwickelt.«
Stefan Seidel, Der Sonntag, 26. Februar 2017
»Faszinierend wirkt Lehnerts anspruchsvoller Vortrag, weil er leidenschaftlich ist und weil er das suchende Umkreisen des Unsagbaren wie Wenige in solch kristallklare Sprachbilder zu fassen vermag.«
Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten, 27. Januar 2017
»Christian Lehnert hat ein wunderbares Buch über die Kraft und den Sinn der christlichen Rituale geschrieben.«
Michael Braun, Buchprofile (Michaelsbund) / Medienprofile (Borromäusverein)
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Christian Lehnert

Die Enden des Blicks

€28,00

Horizonte sind Grenzlinien der Erfahrung, die ein Hier und ein Dort, ein Diesseits und ein Jenseits erzeugen und den Raum des Lebens bestimmen. Christian Lehnerts neues Buch, Die Enden des Blicks, geht auf Horizonte zu, auf Grenzen der Wahrnehmung und der Existenz, versucht sie zu erkunden – jene Welten, die nur in der Vorstellung existieren und diese zugleich transzendieren, denn sie weisen auf etwas dahinter. Jenseits aber der Enden des Blicks, markiert durch die dürren Fakten von Geburt und Tod, was ist dort? Nichts?

Jakob Hesychow, der träumend, imaginierend dieses »Dahinter« ausschreiten will, gerät selbst in eine Grenzlage. Vorübergehend ist er in ein altes Haus im Gebirge gezogen. Naturgänge und Alltagsarbeiten an dem alten Gehöft überlagern sich mit Kindheits- und Jugenderinnerungen aus einer Zeit der Diktatur, wo starke Jenseitshoffnung unter dem Begriff des Kommunismus das kindliche Bewusstsein bestimmten. Doch ist das Haus wirklich? Darf den Erinnerungen getraut werden? Und ist das fremde Kind, das eines Tages auftaucht und Trost sucht, nur ein Phantasma von Jakobs eigener vermissten Tochter?
In ihrem Fortgang wird diese Prosa, wie die in ihr aufgehobenen religiösen Erzählungen, selbst zu einer Möglichkeitsform des Unmöglichen, zu einem radikal offenen Raum, in dem die beschränkenden Horizonte implodieren und der sich ins Jenseits weitet.

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