Der Gedankenspieler

Roman
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Inhaltsangabe

Architektur, Musik, Literatur, Politik und die Natur, das sind die Koordinaten im Leben des Johannes Wenger, mit ihnen hat er sich jahrzehntelang beschäftigt. Doch als er pflegebedürftig wird, muss er erfahren, dass ihm so einiges zum Leben fehlt. Am Anfang steht der Stillstand. Johannes Wenger, ein achtzigjähriger alleinstehender Architekt, ist gestürzt und seither auf den Rollstuhl und Pflege angewiesen. Das kratzt an seinem Selbstbild, macht den Alltag mühsam und lässt viel Raum für Einsamkeit und Melancholie. Sein junger Hausarzt Dr. Mailänder jedoch hält dagegen und Wenger am Leben, holt ihn zurück in die Welt und lädt ihn mit seiner Familie zu einem gemeinsamen Osterurlaub ein. Wie der grantige Alte auf diese Einladung reagiert, sich der sechsjährigen Tochter des Arztes zuwendet und immer wieder zurückweicht, ist meisterhaft erzählt. Und was alles geschehen kann, wenn man mit einem kauzigen Rollstuhlfahrer, der gedanklich in ständigem Austausch steht mit historischen Figuren wie den Architekten Karl Friedrich Schinkel oder Mies van der Rohe, an den Strand von Travemünde reist, hat man sich so nicht vorstellen können. Mit diesem Urlaub aber ist die Reise Wengers nicht zu Ende, sein Gesundheitszustand verschlechtert sich und schwefelgelbe Träume führen ihn in seine Vergangenheit und an die Grenze. Mit viel Gefühl, genauem Blick und voller Selbstironie nimmt Härtling seine Leser mit in die Mühsal des Alters, um ihnen dann zu zeigen, welch großes Glückspotenzial auch diese Lebensphase besitzt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 08.03.2018
  • Autor/Autorin: Peter Härtling
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 5. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/133/23 mm
  • Seitenanzahl: 240
  • ISBN: 9783462051773
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Peter Härtling starb dreiundachtzigjährig am 10. Juli 2017
  • Das literarische Vermächtnis eines großen Schriftstellers
  • Ein eindringlicher Roman über das Leben im Alter
  • Eine poetische Referenz an Theodor Fontanes »Der Stechlin«
Pressestimmen
»Härtlings letzter Roman ist ein Abschiedswerk, das die große Menschenfreundlichkeit erkennen lässt, die wir an diesem Autor immer geschätzt haben.«
Wolf Scheller, Schwäbische Zeitung, 21. März 2018
»Sein Buch, seine Hauptfigur sind ein bleibendes (Sprach-) Geschenk an den Leser [...]«
Günter Ott, Augsburger Allgemeine, 19. März 2018
»Eine bewegende Lektüre [...]«
Thomas Maier, Reutlinger General-Anzeiger, 16. März 2018
»[...] denn mit seinem zauberhaft leichten Stil umgarnt er den Leser und macht ihn zum willfährigen Weggefährten [...]«
Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse, 14. März 2018
»Schwebend, schwefelgelb, bemerkenswert konkret. Den verblichenen Romantik-Schriftstellern, denen Peter Härtling zugetan war, wird hier die Reverenz erwiesen.«
Nordkurier, 12. März 2018
»Er zeigt einen Autor, dem die Treue zu seiner Figur über alles geht.«
Steffen Martus, FAZ, 10. März 2018
»Was für ein weltumarmender Vorschlag für eine Gesellschaft, in der sich so viele über Einsamkeit beklagen – ohne jede Gefühlsduselei in Romanform gegossen.«
Annemarie Stoltenberg, NDRkultur, 6. März 2018
»Das Abschiedsspiel eines Sprachkünstlers.«
Monika Melchert, Lesart, 1. März 2018
»Am Ende hinterlässt er uns einen bitterguten Abschiedsroman.«
Sofie Schneider, Kreuzer logbuch, 1. März 2018
»ein ehrliches und berührendes Buch«
Soziale Psychiatrie
»ein ungemein aufrichtiges Buch, ein erschütterndes Abschiedswerk ohne selbstverliebten verbalen Schnickschnack.«
Sigismund von Dobschütz, Saale-Zeitung
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Verdi – seine bewegten letzten Jahre

Peter Härtling, profunder Musikkenner und Autor hochgelobter Künstlerromane, nähert sich dem alternden Verdi und lässt seine Fantasie schweifen. Die Geschichte beginnt auf der Höhe seines Schaffens und gleichzeitig an einem kritischen Punkt. Verdi hat mit »Aida« einen phänomenalen Erfolg gefeiert und versucht nun etwas Neues. Mit dem Streichquartett in e-Moll und dem Requiem überrascht er sich, sein Publikum und Peppina, seine zweite Frau und engste Vertraute.

Härtling erzählt von einem Mann, der immer auf der Suche ist – nach sich, der Liebe, der Erfüllung, dem künstlerischen Ausdruck.

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