Der doppelte Erich

Kästner im Dritten Reich | Biographie
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Inhaltsangabe

Berlin, Anfang der dreißiger Jahre. Erich Kästner befindet sich auf dem Höhepunkt seines Erfolgs: «Pünktchen und Anton» und «Das fliegende Klassenzimmer» begeistern international, «Emil und die Detektive» wird 1931 verfilmt (Drehbuch Billy Wilder). Dann die Zäsur: Als die Nazis die Macht übernehmen, entscheidet sich Kästner, in Deutschland zu bleiben. Er, der kurz zuvor noch ein Spottgedicht auf Hitler verfasst hat, muss vor Ort mitverfolgen, wie seine Bücher verbrannt werden; bald darauf erhält er Publikationsverbot. Und doch gelingt es ihm, über die Runden zu kommen, und das nicht einmal schlecht. Er schreibt unter Pseu-donymen, übernimmt Auftragsarbeiten, zuletzt auch für die UFA, die längst von Goebbels politisch instrumentalisiert wird. All das wirft Fragen auf: Wie weit passte Kästner sich im Dritten Reich an, wo bekannte er Farbe? Wie schmal war der Grat, auf dem er wandelte?
Tobias Lehmkuhl beleuchtet dieses Kapitel im Leben des großen deutschen Erfolgsautors. Wir begleiten Kästner bei seinen Streifzügen durch die Stadt, folgen seinem publizistischen Maskenspiel – und lernen dabei den Moralisten, Verseschmied und Schöpfer zeitlos-populärer Kinderbücher und Romane noch einmal neu und anders kennen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.10.2023
  • Autor/Autorin: Tobias Lehmkuhl
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 4. Auflage
  • Verlag: Rowohlt Berlin
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/134/26 mm
  • Seitenanzahl: 304
  • ISBN: 9783737101509
Herstellerinformationen
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Kreuzbergstraße 30
10965 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Als Ereignis gilt Irmgard Keun, als sie 1931 die literarische Bühne betritt. Mit Mitte zwanzig wird sie über Nacht zum Star, schafft mit Gilgi – eine von uns oder Das kunstseidene Mädchen unvergessliche Frauenfiguren – doch dann übernehmen die Nazis die Macht. Keun emigriert nach Amsterdam, führt im Exil eine stürmische Beziehung mit Joseph Roth, pflegt Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrt sie rätselhafterweise zurück nach Deutschland, tauscht Exil gegen Perspektivlosigkeit. Nach dem Krieg porträtiert sie ihre Zeitgenossen mit ungebrochenem Witz und Scharfblick, ist befreundet mit Heinrich Böll – und kann als Autorin, überschattet von persönlichen Tragödien, doch nicht wieder richtig Fuß fassen.
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