
Der Buchclub
Inhaltsangabe
Was haben eine impulsive Ex-Handballerin, ein dreizehnjähriger Bücherwurm, dessen alleinerziehende Mutter, eine Schauspielerin und eine Hausverwalterin im Schweinchen-Plüschanzug gemeinsam? Genau: sie lesen »Anna Karenina«! SPIEGEL-Bestsellerautorin Alina Bronsky schenkt uns einen tragikomischen, zu Herzen gehenden Roman über eine besondere Gemeinschaft und die verbindende Kraft von Literatur.
Als Wanda nach einer OP aufwacht, wird sie gnadenlos beschallt: Ihre Zimmernachbarin Frau Dr. Bernhard heilt Mitpatientinnen mit der Lektüre von Tolstois »Anna Karenina«. Wider Willen findet sich Nicht-Leserin Wanda in einem improvisierten Buchclub wieder, zu dem auch eine bekannte Schauspielerin und eine Hausverwalterin gehören. Als sich Frau Dr. Bernhards Gesundheitszustand verschlechtert, ist ihr Sohn Leo zunehmend auf sich allein gestellt. Ausgerechnet zwischen dem stillen Bücherwurm, der zwar Klassiker auswendig kennt, aber noch nie auf einem Klettergerüst war, und der impulsiven Wanda, die bei ihrer Oma aufwuchs, entwickelt sich eine innige Freundschaft. Die drei ungleichen Frauen werden nach ihrer Entlassung zu Leos Ersatzfamilie und versuchen, ihm ein Leben jenseits der Bücher mit Badeausflug, Lasertag und Hund schmackhaft zu machen. Leo dagegen will nur, dass sie endlich »Anna Karenina« fertig lesen – denn das hat bislang gegen jeden Kummer geholfen.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 11.02.2027
- Autor/Autorin: Alina Bronsky
- Einband: Hardcover
- Auflage: 1. Auflage
- Verlag: Kiepenheuer & Witsch
- Sprache: Deutsch
- Seitenanzahl: 288
- ISBN: 9783462055344
CineBuch-Redaktion
Unsere Einschätzung
Wanda erwacht nach einer Operation und wird von ihrer Zimmernachbarin mit Tolstoi konfrontiert. Ausgerechnet »Anna Karenina« bringt die ehemalige Handballerin in einen unfreiwilligen Lesekreis. Alina Bronskys »Der Buchclub« stellt damit sehr unterschiedliche Menschen vor eine gemeinsame Lektüre. Wanda hat kaum Interesse an Büchern, während ein junger Teilnehmer sich in der Welt der Klassiker längst zu Hause fühlt.
Ein Lesekreis kann an dieser Konstellation mehr besprechen als das gelesene Buch: die unterschiedlichen Wege zur Literatur und die Nähe, die ein gemeinsames Interesse stiftet. Tolstoi verbindet Menschen ohne ähnliche Lebensgeschichte. Darin liegt der greifbare Reiz dieses Gemeinschaftsromans für Buchgruppen, die neben Figuren und Handlung auch über ihre eigene Art des Lesens nachdenken möchten.
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