Der amerikanische Sohn

Roman
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Hardcover
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Inhaltsangabe
Und du? Hast du Kinder? – Ja, einen Sohn, in Amerika. Danach Schweigen. Die am Rande einer Podiumsveranstaltung arglos gestellte Frage rührt an ein Lebenstrauma. Von seiner Vaterschaft erfuhr der Altachtundsechziger vor dreißig Jahren per Zufall auf der Tanzfläche. Der Junge namens Eno wuchs in Jamaika auf, später in den USA, Kontakt gab es keinen. Die Mutter, eine Hamburgerin, ging eigene Wege. Und so hatte die Existenz des Sohns den Vater, der als Aktivist und Hippie-Businessman von Familie nicht viel wissen wollte, bisher nie wirklich gekümmert. Doch 2014 lädt ihn eine Stiftung nach New York ein. Eine Chance, mit der verdrängten Geschichte ins Reine zu kommen. Je mehr er in die Stadt eintaucht, an alten und neuen Orten den Spuren des Undergrounds der Siebziger bis zu den Vorzeichen der Präsidentschaft Donald Trumps folgt, umso mehr gewinnt die Frage nach dem nahen fernen, längst erwachsenen Kind an Dringlichkeit.
Selbstironisch und mit warmer Lakonie geht Bernd Cailloux auf die Suche nach dem verlorenen Sohn, auf einen USA-Trip in die eigene Vergangenheit und fremde Gegenwart – als New-York-Flaneur zu Fuß, zögerlich im Internet und zuletzt im Flugzeug Richtung Menlo Park, ans westliche Ende der westlichen Welt.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.05.2020
  • Autor/Autorin: Bernd Cailloux
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/132/30 mm
  • Seitenanzahl: 223
  • ISBN: 9783518429129
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Abschluss der autobiographischen Trilogie, die Bernd Cailloux 2005 mit Das Geschäftsjahr 1968/69 begonnen und 2012 mit Gutgeschriebene Verluste fortgesetzt hat.
  • Beide Romane waren für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Pressestimmen
»Selbstironisch und mit warmer Lakonie geht Bernd Cailloux auf die Suche nach dem verlorenen Sohn, auf einen USA-Trip in die eigene Vergangenheit und fremde Gegenwart ...«
Sanitätshaus Aktuell Magazin, 2. September 2020
»Zusammen mit den atmosphärisch dichten Beschreibungen aktueller Zustände hierzulande wie in Amerika, ... mit den Blicken hinter die Kulissen etlicher, trickreich aufgestellter und immer mühsamer aufrecht erhaltener Fassaden von Menschen und Lebensumständen bietet Der amerikanische Sohn jede Menge Anregungen, die die Lektüre dieses Romans sehr interessant und lohnend gestalten.«
Andreas Müller, Main-Spitze, 31. August 2020
»Der Autor Bernd Cailloux schafft es, in einer Sprache, die frei von Wehmut und Pathos ist, auf der Suche nach seinem Sohn sich selbst auf die Spur zu kommen.«
stern, 2. Juli 2020
»Cailloux ist ein begnadeter Beschreiber, der es versteht, durch elegant in Szene gesetzte Stadterkundungsgänge zu verführen, dem es beeindruckend gelingt, die eigene Faszination, die nie unkritisch ausfällt, sprachlich so umzusetzen, dass man auch als Leser von dieser New York-Berauschung erfasst wird.«
Michael Opitz, Deutschlandfunk Kultur, 29. Juni 2020
»Das Ganze ist zwar sehr süffig geschrieben, mitunter wie am Tresen einer intellektuell versierten Kneipe formuliert, immer mit einem mitlaufenden Subtext, aber der Roman ist dabei kunstvoll gebaut und lebt von seinen Anspielungen und Querverweisen.«
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung, 9. Juni 2020
»Keiner schreibt so hellsichtig über 1968 und die Folgen wie Bernd Cailloux – er hat vieles selbst miterlebt.«
Tobias Rapp, DER SPIEGEL, 9. Juni 2020
»Der amerikanische Sohn ist ein lakonisch und humorvoll erzählter Roman, der von den zahlreichen Erinnerungen des Protagonisten lebt.«
Andreas Schröter, Ruhr nachrichten, 9. Juni 2020
»Der amerikanische Sohn ist hochspannend ... Der Roman gleicht eher einer Selbstbefragung; er handelt davon, wie ein alleinstehender Mann knapp über Siebzig ... mit sich selbst ringt, über sein Erbe nachdenkt (nicht das materielle, das gibt es nicht).«
Jens Uthoff, taz. die tageszeitung, 7. Juni 2020
»Im melancholischen Nachklang verlorener Lieben, nicht mehr aufholbarer Versäumnisse und gegen alle Generalkritik der New-York-Müden erobert sich der Erzähler die Stadt zurück, die ihn wider Willen immer noch fasziniert. Leichtfüßig nicht nur durchquert, sondern auch leicht dahinerzählt, auf seiner Route ironische Wegmarken und Duftnoten der Erinnerung setzend.«
Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, 10. Mai 2020
»... wenn man produktiv mit seiner Vergangenheit umgeht, sie also reflektiert, pointiert und witzig als Kontrastfolie einsetzt, um die Gegenwart zu kommentieren, dann haben alle was davon ... Wer diesen Umgang mit der eigenen Vergangenheit aus dem Effeff beherrscht, ist Bernd Cailloux.«
Tilman Krause, DIE WELT, 18. April 2020
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Ein Schriftsteller jenseits der Siebzig, der sich trotz schwankender Verfassung gern mit Berliner Hobbykickern im Tiergarten trifft, erhält eine Einladung zu einem Buchbasar im brandenburgischen Ort Schönberg. Anfangs läuft dort alles ziemlich rund, die Leute und die Unterbringung in der Alten Kantorei sind comme il faut. Doch dann ist der Mann plötzlich weg – und wacht in immer neuen Höllenparadiesen auf. Was geschieht ihm und wo ist er … Schönberg oder Schöneberg? Wie weit kann man in einer Badewanne reisen? Über die Torlinie zum Jenseits und zurück? Die Videobeweise der Erinnerung rotieren. Läuft etwa schon die Nachspielzeit?

Bangemachen gilt nicht – wie befreit feiert Bernd Cailloux mit dieser realphantastischen Novelle über die An- und Abpfiffe des Lebens seinen achtzigsten Geburtstag.

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