Das verbotene Notizbuch

Eine der wichtigsten europäischen Autorinnen des 20. Jahrhunderts | Ihr fesselndes, intimes und zeitloses Meisterwerk – endlich wiederentdeckt
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Inhaltsangabe

Eigentlich sollte Valeria im tabaccaio nur Zigaretten für ihren Mann besorgen – kauft dann aber verbotenerweise ein schwarzes Notizheft und ahnt nicht, welche Konsequenzen dies haben würde. Es sind die Nachkriegsjahre in Rom, und Valeria führt das bescheidene und unscheinbare Leben einer Frau der Mittelschicht. Sie ist Mutter, Gattin und Büroangestellte. Mehr sieht niemand in ihr, seit Jahren hat sie ihren eigenen Namen nicht gehört, sogar ihr Mann nennt sie »mamma«. Doch als sie beginnt, in das Notizheft zu schreiben, verändert sich allmählich etwas in Valeria. Sie sondiert ihr Inneres, geht auf die Suche nach ihren eigenen Sehnsüchten und Ängsten. Irgendwann beginnt sie, sich kleiner Lügen zu bedienen, sich heimlich mit ihrem Chef zu treffen und die Forderungen ihrer Kinder zu übergehen. Bis sie glaubt, einen Schritt zu weit gegangen zu sein.

Elena Ferrante nennt es ein »Buch der Ermunterung«, für viele Generationen war Das verbotene Notizbuch ein Schlüsselroman menschlicher Beziehungen und weiblicher Identität – und nun kann das fesselnde, intime und zeitlose Meisterwerk endlich wieder gelesen werden.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.10.2022
  • Autor/Autorin: Alba Céspedes
  • Übersetzung: Verena Koskull (aus dem Italienischen)
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 3
  • Verlag: Insel Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 190/118/24 mm
  • Seitenanzahl: 302
  • ISBN: 9783458682424
Darum lohnt sich dieses Buch

Das fesselnde, intime und zeitlose Meisterwerk jetzt als Taschenbuch

Pressestimmen
»... die mitleidlose Schärfe, mit der Alba de Céspedes ins Innerste dieser Familie blickt, macht alsbald dem Mythos vom verehrungswürdigen Wesen der italienischen Mamma den Garaus. ... 1953, als der Roman erschien, konnte solche Klarheit nur schockierend wirken. Fast siebzig Jahre später tut sie das immer noch.«
Frauke Meyer-Gosau, Süddeutsche Zeitung, 2. Februar 2022
»In atmosphärisch dichten Schilderungen, denen de Céspedes die Unmittelbarkeit, Anspannung und Rastlosigkeit ihrer protokollierenden Protagonistin einschreibt, begreifen die Leser*innen den Zwiespalt zwischen jener traditionellen Frau ... und der lebendigen jungen Frau voller Sehnsüchte und Wünsche, die sich zwischen den Zeilen offenbart.«
Marielle Kreienborg, taz am wochenende, 16. Januar 2022
»Wie wunderbar, dass wir dieses wichtige Stück Zeitgeschichte nun in einer Neuübersetzung wiederentdecken dürfen.«
Silja Korn, BÜCHERmagazin, 6. Januar 2022
»›Aber jetzt ist es zu spät für Gewissensbisse, es gibt kein Zurück‹, so lautet eine der ersten Notizen dieses eindringlichen Buches, dessen Intensität von der ersten Seite an überwältigend ist.«
Werner Krause, Kleine Zeitung Graz, 27. November 2021
»Eine bedeutende Entdeckung ...«
Maike Albath, DIE ZEIT, 18. November 2021
»... ein Meisterwerk, ein Meilenstein feministischer europäischer Literatur ...«
Andrea Heinz, Tagebuch - Zeitschrift für Auseinandersetzung, 18. November 2021
»Alba Céspedes macht ... feine soziale Trennlinien sichtbar. Und lässt [ihre Protagonistin] Valeria von ihrem Standort aus ... den Finger auf die Tücken des Systems und dessen Auswirkungen auf Lebens-Träume und verpatzte Lebensläufe legen.«
Roberta De Righi, Abendzeitung München, 5. November 2021
»Dieser 1952 erschienene, nun ins Deutsche übersetzte Roman ... ist ein moderner Klassiker.«
Buchkultur, 18. Oktober 2021
»Das verbotene Notizbuch ist die akribische Beschreibung eines reifen, weiblichen Bewusstseins, die still und gelassen erzählt wird, aber die unerschütterliche Kraft der Wahrheit besitzt.«
Kirkus Reviews, 2. Juni 2021
»Mit Das verbotene Notizbuch hat Alba de Céspedes als Autorin ihre volle künstlerische Reife erlangt. Es ist mit Abstand das tiefgründigste, aber auch das einfachste ihrer Bücher. Sie ist eine der wenigen renommierten Autorinnen, die sich wirkungsvoll damit auseinandersetzen, was es bedeutet, eine Frau zu sein.«
The New York Times, 2. Juni 2021
»Dieser erschütternde und brillante, von einer bemerkenswerten Frau geschriebene Roman, verdient es, ein zweites Mal ein Bestseller zu werden, wie 1952, als er zum ersten Mal erschien.«
The Times Literary Supplement
»Alba de Céspedes erweist sich nicht nur als Nachfolgerin von Virginia Wolf, sondern auch als Vorreiterin für die entwaffnend ehrlichen Memoirs von Autorinnen wie Deborah Levy, Sheila Heti und Rachel Cusk.«
Financial Times
Herstellerinformationen
Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@insel-verlag.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Aus ihrer Sicht

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Rom, 1939. Alessandra wächst in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihre Mutter – ein außergewöhnliches Klaviertalent – wird vom Ehemann ständig in ihre Schranken verwiesen, und so wird Alessandra früh eingebläut, welche Rolle für Frauen vorgesehen ist. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter wird sie vom Vater in ein Dorf in den Abruzzen geschickt, wo sie lernen soll, sich zu fügen. Doch Alessandra ist ein freier Geist, sie politisiert sich und fordert nichts weniger als die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Als sie zurück in Rom den antifaschistischen Philosophen Francesco kennenlernt, scheint sie endlich am richtigen Ort angelangt zu sein. Doch es wird ihr viel zu spät klar, was ihr für die ersehnte Freiheit abverlangt werden wird.

Dieser radikal »aus ihrer Sicht« erzählte Roman ist die Geschichte einer großen Liebe und eines Verbrechens. In einem von Faschismus und dem Patriarchat beherrschten Italien entspinnt sich das intime und hochpolitische Schicksal einer Frau, die das Unmögliche möglich macht: Resignation in Rebellion zu verwandeln.

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