Das Taiwan-Tagebuch

Roman | International Booker Prize 2026
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Hardcover
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Inhaltsangabe
1938. Die japanische Schriftstellerin Aoyama Chizuko reist nach Taiwan, eingeladen von der dort herrschenden Kolonialmacht Japan. Doch Chizuko hat kein Interesse an den imperialistischen Plänen, sondern sehnt sich danach, das echte Leben auf der Insel kennenzulernen und so viel von der authentischen Küche zu kosten, wie ihr berühmt-berüchtigter Heißhunger verkraften kann. Bald wird eine Taiwanerin als ihre Dolmetscherin engagiert und lässt ihre Träume wahr werden. Die charmante und akribische Chizuru organisiert Chizukos Reisen durch das ganze Land und erweist sich zudem als außergewöhnliche Köchin. Die beiden kommen sich auf langen, malerischen Zugfahrten näher, doch etwas veranlasst Chizuru, auf Distanz zu bleiben … Getarnt als Übersetzung eines wiederentdeckten Textes ist ›Das Taiwan-Tagebuch‹ eine kunstvolle Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte, der kulturellen Bedeutung von Essen und Sprache sowie eine bittersüße Liebesgeschichte, die aufzeigt, wie Machtverhältnisse unsere intimsten Beziehungen beeinflussen.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 06.10.2026
  • Autor/Autorin: Yang Shuang-zi
  • Übersetzung: Karin Betz (aus dem Chinesischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 352
  • ISBN: 9783755800750

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

1938 reist die japanische Schriftstellerin Aoyama Chizuko ins kolonial beherrschte Taiwan. Statt imperialer Repräsentation sucht sie Alltag und Küche der Insel. Dolmetscherin Chizuru organisiert Zugreisen, kocht außergewöhnlich und kommt ihr zunehmend nahe, hält aber zugleich Distanz. Essen, Sprache und Machtverhältnisse prägen so eine bittersüße Liebesgeschichte unter kolonialen Bedingungen.

Die Form einer vermeintlich wiederentdeckten Übersetzung verbindet Fragen nach Nähe und Autorschaft mit kolonialer Macht. Essen, Sprache und die queere Liebesgeschichte zwischen Chizuko und Chizuru tragen diese Konstruktion, während die japanische Herrschaft den Handlungsspielraum beider Frauen bestimmt. Der Roman richtet sich an literarisch interessierte Leserinnen und Leser; einen Reisebericht oder ein Sachbuch über das heutige Taiwan ersetzt er nicht.

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