Das Leben

Eine kritische Gebrauchsanweisung | Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2016
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Inhaltsangabe

Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an.

Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchstem Gut. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 11.10.2017
  • Autor/Autorin: Didier Fassin
  • Übersetzung: Christine Pries
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/129/20 mm
  • Seitenanzahl: 191
  • ISBN: 9783518587102
Darum lohnt sich dieses Buch

Eine philosophische Ethnografie des Lebens

Pressestimmen
»Ein außergewöhnliches Projekt. Dieses überzeugt ... durch eine Klarheit im sprachlichen und argumentativen Ausdruck, die der Komplexität ihres Anspruchs ohne Abstriche gerecht wird.«
Raffael Hiden, reflay.com, 15. August 2019
»Nicht leicht, nicht behaglich zu lesen, aber wichtig.«
Johann Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 2. Dezember 2017
»Die Frage nach dem guten Leben ist ein Klassiker der Philosophie. Allerdings beschränkt sich der Verdienst dabei meist auf die eigenen Umstände. Diesen blinden Fleck kenntlich zu machen, ist das große Verdienst des neuen Buchs des Soziologen Didier Fassin.«
Catherine Newmark, Deutschlandfunk Kultur, 13. November 2017
»Das Buch ist von dichten Fall- und Feldstudien durchzogen, Fassin führt damit die frühen empirischen Arbeiten der Frankfurter Schule der dreißiger Jahre in zeitgemäßer Form fort ...«
Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT, 5. Oktober 2017
»Klare Sprache, brilliante theoretische Verschmelzung und deren Verschränkung mit empirischen Beobachtungen machen dieses Buch zu einem intellektuellen Schatz.«
Tobias Prüwer, kreuzer – Das Leipzig Magazin
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Der Wille zum Strafen

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In den letzten Jahrzehnten lässt sich ein härteres Durchgreifen der Polizei, eine Verschärfung des Strafrechts und ein teils massiver Anstieg der Gefangenenzahle in allen liberalen Demokratien beobachten. Ein neuer Wille zum Strafen greift um sich, wie Didier Fassin in seinem brisanten Buch nachweist.

Um dieses Moment des Strafen zu verstehen, geht Fassin drei zentralen Fragen nach: Was ist Strafen? Warum strafen wir? Und wen bestrafen wir? Anhand zahlreicher Fallbeispiele vergleicht er die faktische Praxis des Strafens mit klassischen Theorien des liberalen Rechtsstaats und zieht historische sowie ethnologische Forschungen zu anderen Kulturen des Strafens heran. Es zeigt sich: Die realen Strafpraktiken weichen stark von den liberalen Idealvorstellungen ab. Sie geben den Blick frei auf einen hochgradig ungerechten und diskriminierenden Repressionsapparat, der die dunkle Seite der gegenwärtigen neoliberalen Gesellschaften bildet, mit deren Siegeszug er zeitlich und geographisch korreliert. Ein auf ethnographischer Forschung sowie theoretischen Einsichten basierendes und zugleich in seinen Fallgeschichten erschütterndes Buch.

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