Das kleinste gemeinsame Vielfache

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Inhaltsangabe

»Wie Annie Ernaux, aber lustig« Irène Bluche, rbb Kultur

Das kleinste gemeinsame Vielfache« ist ein Meisterwerk der Erzählkunst und eine berückend schöne Geschichte über ein unangepasstes Mädchen, das unbeirrt seinen Weg geht.

Der plötzliche Tod des Vaters staubt die Erinnerung an eine Kindheit im Helsinki der 50er Jahre ab und übermalt sie mit neuer Farbe: Die Ich-Erzählerin wächst im Arbeiterviertel Kallio auf und hat schon mit acht Jahren das Gefühl, nirgends richtig hinzupassen. Weder zu ihren Eltern, die nur Augen und Ohren für die internationale sozialistische Arbeiterbewegung haben. Noch in ihr Zuhause, wo die einzigen Bücher im Regal von Lenin und Stalin stammen. Aber auch nicht in den Religionsunterricht, auch wenn die Sache mit Jesus erstmal verführerisch klingt. Und obendrein will sie viel lieber ein Junge sein, Kniebundhosen tragen und im Stehen pinkeln. Doch dann entdeckt sie, dass sie die Erzählerin ihrer eigenen Geschichte sein kann. Das ist wie ein Wunder, auf einmal scheint alles möglich. »Das kleinste gemeinsame Vielfache« ist die Geschichte einer Verwandlung und die erste Selbstermächtigung eines kleinen Mädchens, einer zukünftigen Schriftstellerin. Erzählt von der bedeutendsten Ikone Finnlands, deren Werk nun endlich auch auf Deutsch zu entdecken ist. 

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 07.09.2024
  • Autor/Autorin: Pirkko Saisio
  • Übersetzung: Elina Kritzokat (aus dem Finnischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage 2024
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 280
  • ISBN: 9783608987263
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Weltweit gefeierte literarische Entdeckung
  • Für Leserinnen und Leser von Rachel Cusk und Tove Ditlevsen
  • Der letzte Band der großen Trilogie der finnischen Ikone
Pressestimmen
»Bedenkt man, dass im doch so liberalen Finnland Homosexualität bis 1971, Pirkko Saisios 22. Lebensjahr, strafbar war, dann leuchtet es ein, dass sie mit genau diesem mutigen und kunstvollen Werk von nun mehr 20 Jahren ihren Durchbruch als Schriftstellerin erlebte, erzählt sie doch ein Stück weit die Geschichte der Aufbrüche ihrer Generation.«
Bernadette Conrad, SRF, 7. Februar 2025
»Die Trilogie ist eine Familiengeschichte, politische Zeitgeschichte, sexuelle Selbstfindung und Künstlerinnenbiografie in Schlüsselmomenten, Träumen und Reflexionen, die assoziativ ineinandergleiten – sehr irdisch, oft fantastisch, selbstbewusst, berührend, klug, witzig und schön.«
Verena Stössinger, PROZ, 1. Februar 2025
»So schreibt Pirkko Saisio auch mit einem ordentlichen Schlag in den Humor, mit einem Blick auf sich selbst, der sie gleichzeitig klein sein und unfassbar groß sein lässt.« Fridtjof Küchemann, FAZ Bücher-Podcast, 22. Dezember 2024«
Fridtjof Küchemann, FAZ Bücher-Podcast, 22. Dezember 2024
»Dieses Buch steckt voller Träume, Farben und warmem Humor. Es ist tiefgründig und intellektuell. Ein kluges, mutiges Buch in einer überzeugenden Übersetzung von Elina Kritzokat.« Petra Sauerzapf-Poser, Deutsch-Finnische Rundschau, Dezember 2024«
Petra Sauerzapf-Poser, Deutsch-Finnische Rundschau, 1. Dezember 2024
»So leicht! In so schweren Schuhen!” Dies könnte als Fazit stehen über der Trilogie: diesem berückenden, hellwach geerdeten Sprachtanz durch Zeiten und Lebensräume.« Verena Stössinger, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 24. November 2024«
Verena Stössinger, NZZ am Sonntag, 24. November 2024
Herstellerinformationen
J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH
Rotebühlstraße 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de
Tel: +49 711 6672-0

Weitere Bücher von Pirkko Saisio

Das rote Buch der Abschiede

€25,00

»Saisio hat die kulturelle Atmosphäre, in der wir leben, für immer verändert.« Aleksis Kivi Prize jury

Pirkko Saisios preisgekrönter Roman erzählt von einer sexuellen und künstlerischen Befreiung. Ihre Protagonistin sucht in Helsinki nach der Liebe und kämpft um Selbstbestimmung - zu einer Zeit, in der Kunst und Kommunismus eine unheilvolle Allianz bilden und queere Liebe nur im Untergrund stattfindet. Die Entdeckung des Werks von Pirkko Saisio ist eine literarische Sensation.

Die Mutter will sie zum Arzt schicken, in der Öffentlichkeit gilt ihr Verhalten als strafbar. Und dennoch: Als eine Kommilitonin zu ihr sagt »Es gibt auch Frauen, die Frauen lieben« ist das ein Befreiungsschlag. Noch fühlt sich die junge Frau aus der Arbeiterklasse fremd in den Untergrundbars Helsinkis, in denen queere Liebe und intellektuelle Gespräche Hand in Hand gehen. Erst mit der Aufnahme in das Studententheater streift sie ihre Unsicherheit ab. Doch die Eintrittskarte in die Kunst kostet sie viel. Nicht zuletzt, weil das Theater mit dem Räderwerk der kommunistischen Revolution aufs Engste verzahnt ist. In einer Reihe von Abschieden – vom Elternhaus, vom Idealismus der Jugend und von den Frauen, die sie liebt, erzählt diese unglaubliche Neuentdeckung aus Finnland von der Liebe, von Kunst und von Selbstbestimmung.

»Eine wunderschöne Hymne an das Überleben. Pirkko Saisio seziert die verborgenen Codes von Beziehungen. Wie keine andere findet sie Worte für das Gefühl, wenn man an der Bar auf jemanden wartet, der nie auftaucht.« Svenska Dagbladet

»Pirkko Saisio ist vermutlich die beste lebende Autorin Finnlands. Sie ist weise, tiefgründig, komisch, gebildet, und natürlich eine göttliche Erzählerin.« Aamulehti (Finland)

»Das rote Buch der Abschiede erzählt von der Entdeckung künstlerischer Ambition und den Quellen der Inspiration und - ohne Zweifel - von der Liebe. Die rote Färbung in diesem Buch steht natürlich für die Liebe, aber auch für die Politik. Saisio's Stil und ihre Selbstironie sind unfehlbar und lassen mich immer wieder zu ihrem Buch zurückkehren.« Kirjavinkit (Finland)

»Pirkko Saisio war schon immer ein Genre ganz für sich, eine Autorin mit hohem Wiedererkennungswert, aber in ihren letzten Werken hat sie Grenzen überschritten und mutig aus den unterschiedlichsten Genres geschöpft.« Helsingin Sanomat

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