Teil der Reihe: Unionsverlag Taschenbücher

Das junge Kairo

Roman
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Inhaltsangabe
Als der ambitionierte Student Machgub erkennt, dass es ohne die richtigen Beziehungen keine Jobs gibt, sieht er sich gezwungen, einem trügerischen Abkommen zuzustimmen: Er soll eine Frau, die ihre Unschuld verloren hat, zur Rettung ihrer Ehre heiraten – ohne seine Braut vorher gesehen zu haben. Darüber hinaus fordert der Verführer dieses Mädchens, ein hochrangiger Beamter, weiterhin regelmäßiges Besuchsrecht bei seiner Geliebten. Im Gegenzug erhält Machgub eine Position im Ministerium. Was für ihn zunächst als bloße Überlebensstrategie beginnt, entpuppt sich bald als faustischer Pakt mit unabsehbaren Folgen.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 21.02.2013
  • Autor/Autorin: Nagib Machfus
  • Übersetzung: Hartmut Fähndrich (aus dem Arabischen)
  • Reihe: Unionsverlag Taschenbücher
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Unionsverlag
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 260
  • ISBN: 9783293206045
Pressestimmen
»Den wohl 1946 erstmals publizierten und erst vor wenigen Monaten auf Deutsch erschienenen Roman ›Das junge Kairo‹ darf man als Darstellung von Verhältnissen lesen, die, leicht variiert und globalisiert, Jahrzehnte später zum Sturz von Präsident Hosni Mubarak geführt haben: die fast grenzenlose Korruption und Verkommenheit der administrativen Herrschaftsschicht und das Elend, die Beengung und die Perspektivlosigkeit der jüngeren Generation aus …«
Hartmut Fähndrich, Neue Zürcher Zeitung
»Wäre dieser Text zur Zeit seiner Publikation, also kurz nach dem Krieg, ins Deutsche übersetzt worden, er hätte moderner gewirkt als fast alles, was im Umfeld der Gruppe 47 in jenen Jahren publiziert wurde.«
Stefan Weidner, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein durch und durch korruptes politisches System, eine Gesellschaft am Scheideweg zwischen laizistischer und religiöser Ausrichtung, eine mehr als prekäre soziale Ausgangslage und ein Charakter, der sich Fragen der Moral nicht leisten kann bzw. gewillt ist, sie weitgehend auszublenden, sind ihre Ingredienzien, die nach Ausbruch der Revolution in Ägypten nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.«
Katharina Herzmansky, Die Brücke
»Ein eindrückliches Zeitdokument, gültig über Jahrzehnte. Und zu lesen wie ein spannender Krimi.«
Luzerner Zeitung
»In eleganten Dialogen und scharf gezeichneten Skizzen beschreibt Machfus die Macht eines Systems, das seine Jugend verbiegt und verdirbt. Dass er dies auf hochgradig spannende Weise tut, man das Buch von der ersten Seite an kaum mehr aus der Hand legen mag, auch diese Kunst mag ihm 1988 den Nobelpreis für Literatur eingetragen haben.«
Kersten Knipp, Westdeutscher Rundfunk 3
»Nein, das Buch spielt nicht im Kairo von heute, sondern in den 1930er Jahren, als der britische Hochkommissar der ägyptischen Regierung noch verklickert, wo's langgeht. Erschienen ist das Buch 1945, aber an der existenziellen Bedrohung durch Armut und Elend hat sich nichts geändert, wie der ›Arabische Frühling‹ vor Augen geführt hat.«
Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten
»Machfus nimmt die Perspektiven verschiedener Figuren ein, bringt schonungslos die sich selbst erhaltenden Strukturen eines Staatsapparats zum Vorschein, er liefert seinen Antihelden ohne Empathie einer existentiellen Notlage aus und lässt ihn beim Versuch scheitern, durch Anpassung und Rücksichtslosigkeit nach oben zu kommen.«
Andreas Martin Widmann, Literatur Nachrichten
»Im Hinblick auf die gegenwärtige Situation in Ägypten nimmt man mit Erschrecken die Kontinuität des Elends und der Korruption am Nil wahr; und staunt über die Souveränität, mit der dieser Erzähler, bei Abfassung des Buchs um die dreißig Jahre alt, die moralische Verfassung seines Landes schildert und die Koordinaten der kommenden Krisen vor dem staunenden Leser der Zukunft ausbreitet, ohne sich zu einer Wertung hinreißen zu lassen.«
Stefan Weidner, Deutschlandradio Kultur
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck oHG
Wilhelmstraße 9
80801 München
DE

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Tel: +49 89 38189-0

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