Das Befinden auf dem Lande. Verortung einer Lebensart

Messerscharf, humorvoll, aberwitzig | Eine Gesellschaftsanalyse über das Leben in der Provinz | Eine ehrliche Gegenstimme zur Landbegeisterung
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Inhaltsangabe

Die Städte wachsen, aber immer mehr Menschen zieht es auch raus in die Provinz. Auch Björn Vedder ist als Familienvater zurück in eine ländliche Gemeinde gezogen. Mittlerweile aber lautet seine gewagte These: Die Provinz macht gemein.

Denn hinter den ach so beschaulichen Fassaden verbirgt sich oft eine andere Realität: eine krude Mischung aus Vermögens- und Familienwerten, Statuskonsum, Anpassungsdruck und sozialer Kontrolle. Eine kleine Verhaltensabweichung genügt, und man wird von der Mehrheit gejagt, gehänselt, geächtet, beschämt. Gemeinschaft birgt Gemeinheit. Warum nur wollen dann alle »raus«?

Anhand seiner eigenen Erfahrungen und mit viel schwarzem Humor demontiert Björn Vedder den Mythos vom besseren Leben in ländlichen Gegenden und entlarvt eine grundlegende Geisteshaltung, die für ihn nicht mehr nur in der Provinz zu finden ist, sondern als provinzieller Geist unsere Gesellschaft ergreift. 

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 19.03.2024
  • Autor/Autorin: Björn Vedder
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 160
  • ISBN: 9783365004821
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ein philosophisch-politischer Essay darüber, warum unsere Landlust
  • Für Leserinnen und Leser von Juli Zeh »Unterleuten« und
  • Grégory Salle »Superyachten«
Pressestimmen
»Anhand seiner eigenen Erfahrungen und mit viel Humor demontiert der Autor den Mythos vom besseren Leben auf dem Land [...].«
Pamela Widmann, Pforzheimer Zeitung, 10. Juni 2024
»[…] eine interessante Auseinandersetzung mit einem Phänomen, das es nicht erst in unserem Jahrhundert gibt.«
LandGang, 6. Mai 2024
»Der Philosoph Björn Vedder hat ein Buch geschrieben, das es in sich hat.«
SR2 Kulturradio, 5. April 2024
»[Er beschreibt] die Strukturen der Mentalität in der erzwungenen Gemeinschaft auf dem Lande auf dermaßen unterhaltsame Weise […].«
Katharina Raskob, Galore, 4. April 2024
»Das [Buch] ist unerschrocken, bissig und […] sehr lustig […]«
Petra Ahne, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. März 2024
Herstellerinformationen
Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: info@harpercollins.de

Weitere Bücher von Björn Vedder

Rosa. Vom Zauber einer Farbe

€20,00

Ein Plädoyer für die Verzauberung der Welt in schwierigen Zeiten

Rosa eröffnet uns eine Welt voller Geschichten und niemand erzählt sie so gut wie Björn Vedder:

Maler sahen im Rosa die Fleischwerdung des Geistes. Yves Klein fand in seinem Ultramarineblau den Ausdruck für das Absolute, den Flug auf die andere Seite des Himmels, Rosa verkörperte für ihn die Farbe des Rückflugs.

Madame Pompadour machte die Farbe als Erste zum Symbol selbstbewusster Frauen. Die Modeschöpferin Elsa Schiaparelli erfand das Shocking Pink, Stuart Semple The World’s Pinkest Pink. Dichter hüllten Liebespaare in rosa Wolken, um sie vor der Grausamkeit der Welt zu schützen.

Später ging die Farbe vor die Hunde, wurde mit Mamie Eisenhower zur Chiffre konservativer Hausfrauen und spätestens mit Barbie zum Farbpigment des grenzenlosen Plastikkonsums. Die Industrie kennt mittlerweile 129 rosa Farbtöne: Von Bubblegum bis Thulian, von Blush bis Punch, von Lemonade bis Fuchsia, von Amaranth bis Carnation … Björn Vedder verzaubert in allen Facetten.

 

 »Qu’est-ce que c’est la vie en rose? Es ist der Unwillen, sich im Gegräu des Lebens einzurichten bei gleichzeitig gesteigertem Bewusstsein, seiner Gravitation doch nicht zu entkommen. Es ist eine sentimentale Rakete, mit der wir kurz in den Himmel fliegen, um von dort aus zurückzublicken – nicht auf die Welt, die wir verlassen haben, sondern auf die, die sie hätte sein können. Dieser Abstand wird vielleicht in keinem Bereich unseres Lebens so spürbar wie in der Liebe, die das (immer schon) verlorene Paradies par excellence ist und die uns gleichwohl immer wieder motiviert, erneut zu starten und uns ungeplant und unrasiert – par hasard et pas rasé, wie es in einem Chanson von Serge Gainsbourg heißt – in ein neues Abenteuer zu stürzen.«

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