Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1510)

Das Adressbuch

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Inhaltsangabe

Sophie Calle findet ein Adressbuch und kopiert die Seiten daraus, bevor sie es anonym an den Besitzer, einen gewissen Pierre D., zurückgibt. Dann beginnt sie, zu denen, die in dem Buch verzeichnet sind, Kontakt aufzunehmen, sie trifft sich mit D.s Familie, Freunden, Bekannten, Affären.
Mit jeder Begegnung wird Pierre D. plastischer und zugleich undurchdringlicher, Calles Recherche verkompliziert sich zusehends, während sie versucht, die schiere Vielzahl von Details – scheinbar Triviales wie potentiell Aufschlussreiches – zu dem bündigen Porträt eines Unbekannten zu fügen. Und im Lauf ihrer Nachforschungen hat Sophie Calle auch die eigenen Motive, Obsessionen und Ängste zu hinterfragen.
Sophie Calle hat diese Begegnungen mit den Menschen aus D.s Adressbuch in Text und Bild dokumentiert, 1983 erschienen diese Dokumentationen einen Monat lang als Serie in der französischen Tageszeitung Libération. Und lösten einen handfesten Skandal aus, der bis heute nachhallt.

Was interessiert uns an anderen? Und was verbirgt sich hinter unserem Interesse? Charakterstudie, Bekenntnis, Essay, Konzeptkunst – Sophie Calle unternimmt eine voyeuristische Abenteuerreise durch das Adressbuch eines Fremden und erfindet eine Form, in der Leben und Kunst, Rolle und Identität, Vertrautes und Unbekanntes ineinander zu oszillieren beginnen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.11.2019
  • Autor/Autorin: Sophie Calle
  • Übersetzung: Sabine Erbrich (aus dem Französischen)
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1510
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 222/140/18 mm
  • Seitenanzahl: 105
  • ISBN: 9783518225103
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Sophie Calle ist eine der markantesten Gegenwartskünstlerinnen
  • Das Adressbuch ist eines ihrer wichtigsten Werke, ihr Skandalerfolg von 1983
  • Erstmals vollständig und in deutscher Übersetzung
Pressestimmen
»Sophie Calles Das Adressbuch ist eine Erkundung darüber, ob es überhaupt etwas bedeutet, jemanden zu kennen.«
DIE WELT, 21. Dezember 2019
»Akribische Detektivarbeit mit einem Hauch von Schauerromantik.«
Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel, 8. Dezember 2019
»Für die Insassen der digitalen Welt, also alle, denn hier wird gezeigt, was die Transparenz des Privaten schon in der analogen bedeuten kann.«
Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. Dezember 2019
»Calles Kunstwerke sind Begegnungen, die das Publikum berühren und aufwühlen.«
Nils Minkmar, DER SPIEGEL, 30. November 2019
»Was für eine Geschichte! Man verfolgt sie mit derselben atemlosen Spannung mit der man einen eleganten Noir-Roman liest.«
Heike Karen Runge, Jungle World, 28. November 2019
»Ein Skandal aus den Jahren vor der digitalen Durchsichtigkeit. ... Mittlerweile darf Das Adressbuch gezeigt werden und so hat Suhrkamp es nun in der eleganten Übersetzung von Sabine Erbrich veröffentlicht.«
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 26. November 2019
»In Calles Bildern und Texten öffnet der Blick sich auf Räume, die ins Hoheitsgebiet der Geheimnisse, Sehnsüchte und Verletzungen führen.«
Andrea Köhler, Neue Zürcher Zeitung, 23. November 2019
»Das bemerkenswert eindringliche und zärtliche Porträt eines Mannes, den sie niemals treffen sollte.«
The New York Times, 13. Mai 2019
»Der Suhrkamp Verlag hat das zwischen Realität und Fiktion mühelos balancierende Doppelporträt nun wiederentdeckt. Die Lektüre lohnt, denn die Motive der Akteure – Geltungsdrang, Selbstinszenierung, Beeinflussung der Fremdwahrnehmung – kennt man auch heute noch von Leuten, die mit Privatheit Aufmerksamkeit erzielen.«
Alexandra Wach, Monopol
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Kindheit, Liebe, Sex, Tod: Vermittels lakonischer Texte und doppelbödiger Fotografien, in einer hochgradig eigensinnigen Mischung aus Melancholie, Voyeurismus und trockenem Humor erzählt Sophie Calle den Bildungsroman ihres Lebens.

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