Chinas entführte Töchter

Eine wahre Geschichte von Adoption, Menschenhandel und der Suche nach Gerechtigkeit | Die neue Reportage der Pulitzer-Finalistin Barbara Demick
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Inhaltsangabe

Adoption, Menschenhandel und die Suche nach Gerechtigkeit zwischen China und den USA: Die neue Reportage der renommierten und vielfach ausgezeichneten US-Journalistin Barbara Demick

Weit über die Grenzen Chinas hinaus ist die sogenannte »Ein-Kind-Politik« berüchtigt. Nachdem sie 2016 offiziell beendet wurde, zeigen sich längst die Nachwirkungen dieser Strategie zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums.

Barbara Demicks Reportage erzählt die Geschichte der chinesischen Zwillinge Fangfang und Shuangjie, geboren 2000. Sie sind nicht die ersten Kinder ihrer Eltern und deshalb ein Dorn im Auge der Behörden. Doch der Versuch, die Zwillinge vor dem Staat zu schützen, scheitert. Fangfang wird ihrer Familie entrissen und zur Adoption freigegeben. Von einer christlichen Familie aufgenommen, wächst sie unter dem Namen Esther in Texas auf ‒ unwissend, entführt worden zu sein.

»Overseas adoption wasn’t publicized inside China. To many Chinese, the idea that a baby had gone to the United States was as preposterous as if she had gone to Mars.« (Barbara Demick, The New Yorker)

Wird Demicks unermüdliche aktivistische Arbeit die getrennten Zwillinge wieder zusammenbringen? Und werden sie sich wieder als die Schwestern fühlen, die sie einmal gewesen sind? Eine große Reportage über eine folgenschwere, grausame Politik und welche Auswirkungen sie auf die chinesische Bevölkerung und unzählige Adoptivfamilien hat.

»Demick’s characters are richly drawn, and her stories, often reported over a span of years, deliver a rare emotional wallop.« (Kevin Peraino, The New York Times)

Barbara Demick ist eine renommierte und vielfach ausgezeichnete Journalistin und Autorin. Als Fernostkorrespondentin der Los Angeles Times, unter anderem in Peking, erhielt sie einzigartige Einblicke in die chinesische Gesellschaft und ihr Leid unter den gefürchteten Familienplanungsbehörden.

»Chinas entführte Töchter« ist Barbara Demicks viertes Buch bei Droemer, bereits erschienen sind »Buddhas vergessene Kinder« (2021), »Im Land des Flüsterns« (2016) und »Die Rosen von Sarajevo« (2012).

Die Originalausgabe steht auf der Shortlist des National Book Critics Circle Award in der Kategorie Nonfiction. Für den Women's Prize for Non-Fiction ist die britische Ausgabe auf der Longlist.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.01.2026
  • Autor/Autorin: Barbara Demick
  • Übersetzung: aus dem Englischen
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Droemer
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/151/33 mm
  • Seitenanzahl: 384
  • ISBN: 9783426567470
Pressestimmen
»Die Mischung aus intensiver Recherchearbeit und persönlicher Nähe bringt dieses erschütternde und diffizile Thema näher, macht betroffen und hinterlässt zumindest Bedauern, wenn nicht sogar Entsetzen.«
Sachbuch-Couch, 27. April 2026
»[D]iese Geschichte [zeigt], mit welcher Zerstörungskraft sich Politik auf intimste Familienräume auswirken und Narben hinterlassen kann, die Generationen prägen.«
Johannes Arends, Kurier, 18. Januar 2026
»Es ist ein Buch voller Momente, wie sie nur das wahre Leben schreiben kann".«
Johannes Arends, Kurier, 18. Januar 2026

CineBuch-Redaktion

Unsere Einschätzung

In Hunan versucht eine Familie, eine verbotene dritte Schwangerschaft und später die Geburt von Zwillingen vor den Behörden zu verbergen. Eine der Schwestern, Fangfang, wird als Kleinkind entführt und wächst nach einer Adoption als Esther in Texas auf. Barbara Demick verfolgt solche getrennten Lebenswege, um die menschlichen Folgen chinesischer Geburtenkontrolle und internationaler Adoption sichtbar zu machen.

Demicks Reportage übersetzt Bevölkerungspolitik in sorgfältig recherchierte Familienbiografien und lässt Verlust, Herkunft sowie die Suche nach Verwandten nebeneinanderstehen. Staatlicher Druck bestimmt bereits Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit; das Thema verlangt deshalb emotionale Belastbarkeit. Empfehlenswert ist das Buch für Leserinnen und Leser politischer Reportagen, die Systeme über konkrete Menschen verstehen wollen. Eine bequeme, eindeutig abgeschlossene Vergangenheit bietet diese Geschichte nicht.

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