Teil der Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Band 2304)

Bereicherung

Eine Kritik der Ware
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Taschenbuch
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Inhaltsangabe

Museen, Kunst, Luxusgüter, Immobilien, Tourismus – für Luc Boltanski und Arnaud Esquerre sind dies zentrale Felder einer neuen Ökonomie, eines neuen Kapitalismus. Dieser prägt zunehmend unsere Gesellschaften und dient vor allem der Bereicherung der Reichen. Sein Ziel ist nicht mehr die industrielle Warenproduktion, sondern die Anreicherung von bereits vorhandenen Dingen mit einer bestimmten Geschichte oder Tradition. Die Autoren verfolgen den Aufstieg dieser postindustriekapitalistischen Ökonomie und zeigen, wie sie – befördert von Medien und Politik – neue soziale Rollen schafft: Rentiers und Bedienstete, Kreative und Zukurzgekommene.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.08.2019
  • Autor/Autorin: Luc Boltanski,Arnaud Esquerre
  • Übersetzung: Christine Pries (aus dem Französischen)
  • Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 2304
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 176/108/40 mm
  • Seitenanzahl: 731
  • ISBN: 9783518299043
Pressestimmen
»Bemerkenswert an diesem breit angelegten und opulenten Werk ist die Fülle an Daten und Quellen, die multimethodisch verarbeitet wird. Von der Fallstudie bis zur statistischen Interpretation wird eine valide Kapitalismuskritik aufgespannt, die auch die ökonomische Dimension erfasst und nicht der Versuchung des Schwadronierens erliegt.«
Tobias J. Knoblich, Kulturpolitische Mitteilungen, 17. Juli 2020
»In ihrem monumentalen Buch zeichnen die Autoren einen Bereich der Wirtschaft nach, der seit einigen Jahrzehnten stark wächst und mit dem klassischen Verständnis von Produkten nicht mehr erfasst werden kann.«
Leander Scholz, Deutschlandfunk, 7. Oktober 2018
»Eine sehr lesenswerte, begrifflich präzise und flüssig ins Deutsche übertragene Studie über die aktuelle ›Neuorientierung des Kapitalismus‹.«
Carlos Spoerhase, Tages-Anzeiger, 25. Juli 2018
»Nach der nicht einfachen Lektüre sieht man die Welt mit schärferem Blick.«
Urs Hafner, Neue Zürcher Zeitung, 16. Juli 2018
»Wer dieses Buch liest, meint die Logik hinter der wundersamen Rede vom ›globalen Wettbewerb der Narrative‹ im Koalitionsvertrag zu verstehen. Es beschreibt eine Ökonomie, die ihre Teilnehmer in einen Wettkampf um Durchsetzung zwingt, in das Ringen um den Alleinverfügungsanspruch über ihre Erzählungen.«
Kolja Reichert, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15. Juli 2018
»Welchen Weg auch immer das Weiterdenken einschlagen wird, mit der grundlegenden Einsicht, dass eine Untersuchung des kulturellen Kapitalismus andere Werkzeuge verlangt als die soziologische Kritik des Industriezeitalters sie bereitstellt, haben Luc Boltanski und Arnaud Esquerre zweifellos einen wegweisenden Beitrag zum Verständnis der Gegenwart vorgelegt.«
Dirk Hohnsträter, soziopolis.de, 9. Juli 2018
»Was für ein ideenreiches, gut beobachtetes, kreatives Buch!«
Gert Scobel, Philosophie Magazin
»Eine großartige soziologische Studie.«
Télérama
»Das Buch der Stunde.«
artpress
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Luc Boltanski behandelt in seinen Frankfurter Adorno-Vorlesungen eine Frage, die vor allem die erste Generation der Frankfurter Schule umtrieb, die derzeit aber in der französischen Sozialtheorie sehr viel nachdrücklicher gestellt wird als hierzulande: Wie verhält sich das Wissen des kritischen Theoretikers zu den alltäglichen Urteilen der Akteure, in deren Namen er seine Kritik formuliert? Dabei bleibt Boltanski dem Grundmotiv treu, das ihn im Laufe der achtziger Jahre in immer deutlichere Distanz zu seinem Lehrer Pierre Bourdieu brachte. Er unterläuft die klassische Trennung zwischen den Perspektiven des soziologisch geschulten Kritikers und der in ihrer Alltagswelt befangenen Gesellschaftsmitglieder, insistiert auf der kritischen Kompetenz der "normalen" Akteure und weist der Soziologie die Aufgabe zu, jene Praktiken der Rechtfertigung zu beschreiben und theoretisch nutzbar zu machen, die wir alltäglich auch ohne wissenschaftliche Nachhilfe vollziehen. In seinen Vorlesungen erläutert er die Konsequenzen einer pragmatischen Wende in der Soziologie und gibt einen weit gespannten Überblick über den derzeitigen Stand seiner Soziologie der Kritik. Konsequent baut er den theoretischen Rahmen aus, den er in seinen Analysen zur gesellschaftlichen Urteilskraft und zum "neuen Geist des Kapitalismus" entwickelte und formuliert erstmals eine umfassende Analyse der Herrschaft, die die Errungenschaften der pragmatischen Wende mit den Stärken der traditionellen kritischen Sozialwissenschaft verbindet.

Dieses Buch ist Teil der Grauen Reihe.

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