Babyn Jar. Stimmen

Gedichte. Ukrainisch und deutsch | Eines der wichtigsten Bücher der ukrainischen Gegenwartsliteratur
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Inhaltsangabe

In Babyn Jar, einer Schlucht bei Kiew, wurden Ende September 1941 mehr als 33 000 Kiewer Juden von den deutschen Einsatzgruppen, der Wehrmacht und lokalen Helfern erschossen. Das Hier und Jetzt jener endlosen Tage verwandelt die ukrainische Lyrikerin Marianna Kijanowska in eine nicht mehr weichende Gegenwart. Die 67 Gedichte ihres Zyklus, die »Stimmen«, sind fiktive Selbstaussagen von Kiewer Bürgern, die durch die Straßen getrieben wurden, aber auch von anderen, die am Fenster standen oder von ferne die Schüsse hörten.

Das Buch ist in vieler Hinsicht einzigartig und wird Anlass zu Diskussionen geben. Der wohl bedeutsamste Aspekt: eine nicht-jüdische Ukrainerin klagt und erinnert an die Kiewer Juden, deren Ermordung erst nach und nach den Platz in der Erinnerungskultur der heutigen Ukraine einnimmt. Ihr Gedichtzyklus ist ein Monument aus Stimmen – visionär und verfremdend zugleich.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 22.05.2024
  • Autor/Autorin: Marianna Kijanowska
  • Übersetzung: Claudia Dathe (aus dem Ukrainischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/142/22 mm
  • Seitenanzahl: 155
  • ISBN: 9783518431764
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eines der wichtigsten Bücher der ukrainischen Gegenwartsliteratur
  • Für Leserinnen von Katja Petrowskaja und Tanja Maljartschuk
  • Eine Dichterin von europäischem Rang erstmals auf Deutsch
Pressestimmen
»[Ein] zu Recht preisgekrönter Zyklus ... nun in einer ukrainisch-deutschen Ausgabe mit kongenialen Nachdichtungen von Claudia Dathe sowie deren Nachwort herausgebracht.«
Kerstin Holm, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Oktober 2024
»Kijanowska geht meisterlich mit Sprache und Stilmitteln um, Übersetzerin Claudia Dathe ist eine großartige Übertragung ins Deutsche gelungen.«
Jens Uthoff, taz. die tageszeitung, 9. August 2024
»Unerbittlich genau: Marianna Kijanowska gibt den jüdischen Opfern des Massakers von Babyn Jar eine präzise lyrische Stimme.«
Tanja Dückers, Berliner Zeitung, 30. Juni 2024
»Kijanowskas Gedichtband ist keine Dokumentation, er ist jedoch trotz der Fiktion durch die Möglichkeiten der Lyrik nicht weniger authentisch. Die ›Stimmen‹ sind in einem ultimativen Sinn Stimmen über einen ›schutzlosen tod‹.«
Christian Thomas, Frankfurter Rundschau, 30. Juni 2024
»Kijanowska schreibt einen berührenden Gedichtzyklus über Massaker von Babyn Jar während des Holocaust ... Mit ihrer eindrücklichen Stimmenpartitur ... hat Kijanowska ... gezeigt, dass Poesie ihren Teil zur unabdingbaren Erinnerungskultur beitragen kann. Auf eine unverwechselbare Art.«
Ilma Rakusa, Neue Zürcher Zeitung, 26. Juni 2024
»Marianna Kijanowska schreibt fast ausschließlich aus der Perspektive der jüdischen Opfer. ... Das Ergebnis ist größte szenische Eindringlichkeit. ...«
Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung, 8. Juni 2024
»Nichts wird beschönigt, aber diese Gedichte geben den Toten eine Stimme.«
Herbert Wiesner, WELT AM SONNTAG, 5. Mai 2024
»[Kijanowska] gibt hier nicht nur den Opfern ihre Namen und ihre Würde zurück – sie stößt hier gleichzeitig eine Debatte über Schuld an ...«
ORF
»Die 67 Gedichte in Babyn Jar. Stimmen lesen sich wie Meditationen. Sie helfen nicht zu verstehen. Sie trösten nicht. Aber sie streuben sich gegen das Schweigen, gegen das Vergessen, gegen die systematische Tilgung von Erinnerungen.«
Gallus Frei, literaturblatt.ch
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

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Tel: +49 30 740 744 0