Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1540)

Aufzeichnungen aus dem Führerhauptquartier

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Hardcover
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Inhaltsangabe

Als am 20. Juli 1944 Stauffenbergs Bombe explodiert, ist der Knall in der ganzen Wolfsschanze zu hören. Auch in den Baracken des Sperrkreises II, in denen der Historiker und Obergefreite Dr. Felix Hartlaub am offiziellen Kriegstagebuch der Wehrmacht mitarbeitet. Das Attentat wird für ihn zum Auslöser, insgeheim an seinen in Berlin und im besetzten Paris begonnenen literarischen Aufzeichnungen weiterzuschreiben – »ätzenden Miniaturen der NS-Geselligkeit« (Helmut Lethen), präzisen Innensichten aus der militärischen Befehlszentrale des Dritten Reichs. Darunter ist ein spektakulärer Romanentwurf über die unmittelbaren Nachwirkungen des 20. Juli, der in der Auseinandersetzung mit Stauffenbergs Attentat bislang kaum zur Kenntnis genommen wurde.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 28.09.2022
  • Autor/Autorin: Felix Hartlaub
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1540
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 222/144/24 mm
  • Seitenanzahl: 192
  • ISBN: 9783518225400
Darum lohnt sich dieses Buch

Mit zahlreichen Fotos

Pressestimmen
»[Hartlaub offenbart] sich als Schreiber des Auges und Meister der detailversessenen Beobachtung ...«
Lutz Herden, der Freitag, 3. August 2023
»Der Romanentwurf ... gewährt einen seltenen Einblick in den Alltag im Epizentrum der Macht.«
Björn Hayer, NZZ am Sonntag, 26. März 2023
»... seine erzählerische Kunst und sein unbestechlicher Blick auf die Protagonisten im ›Zentrum der Macht‹ entfalten eine große Faszination. Gleichzeitig vermitteln seine Aufzeichnungen aus dem Führerhauptquartier wichtige Erkenntnisse über das Funktionieren der Diktatur.«
Fokke Joel, neues deutschland, 16. Januar 2023
»Tatsächlich hat [Hartlaub] einen unbestechlichen Blick ... Er wetzt das Seziermesser, nähert sich gnadenlos genau der Nazi-Führungsclique, aber auch den niederen Chargen. Er legt ihre physiognomischen Züge distanzierter, erbarmungslos frei.«
Ulrich Rüdenauer, Der Tagesspiegel, 9. Oktober 2022
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Felix Hartlaub (1913–1945), eine der großen Hoffnungen der deutschen Literatur des letzten Jahrhunderts, ging an einem der letzten Kriegstage 1945 in Berlin verloren. Der promovierte Historiker hinterließ ein wenig umfangreiches literarisches Werk; in dessen Zentrum: die »Aufzeichnungen aus dem Zweiten Weltkrieg«, 1940/41 aus dem besetzten Paris, später aus dem Führerhauptquartier. Diese Fragmente gehören zu den genauesten, empfindlichsten und dichtesten Wortmeldungen deutscher Sprache, die uns aus den Jahren des Zweiten Weltkriegs erreicht haben. »In Paris 1941«, schreibt Durs Grünbein, »verliert er keinen Augenblick aus dem Gedächtnis, daß er als Angehöriger einer Besatzerarmee dort ist. Der niedrige Dienstgrad schärft ihm den Gerechtigkeitssinn, das Schamgefühl vor der unterdrückten Bevölkerung. Auf Jahre hin sieht er das Verhältnis der Deutschen zu Frankreich diskreditiert. Dabei war ihm, mit der Neugier des stoffhungrigen Zeitgeschichtlers, die Versetzung ins Feindesland willkommen gewesen. ›Man muß die Vernichtung Europas aus der Nähe sehen …‹«
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