Alle Hunde sterben

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Inhaltsangabe

„Die Entschiedenheit, Klarheit, Härte und Sicherheit im Ton von Cemile Sahin ist eine Wucht.“ Julia Encke, FAS In neun Episoden erzählt Cemile Sahin von neun Menschen, die ihr Exil in einem Hochhaus im Westen der Türkei finden. Sie alle haben Folter, Gewalt und Verschleppung durch Einheiten der türkischen Armee und der Polizei erlebt. Darunter: Eine Mutter, die ihren toten Sohn auf einen Pick-up lädt. Ein Mann, der seine schlafende Tochter draußen ins Gebüsch legt, bevor er sein Haus anzündet. Eine Frau, die angekettet in einer Hundehütte gehalten wird. Während sie von ihrer Flucht berichten, holt sie der systematische Terror des türkischen Militärs wieder ein. ALLE HUNDE STERBEN ist eine Chronik über ein Land, geprägt von Militarismus und Nationalismus — entschieden, klar, furios erzählt. „Verbrechen, Gewalt, Folter brauchen eine Sprache. Und hier sprechen sie.“ Mely Kiyak „Realität funktioniert in diesem Land nur über Gewalt, sagt Cemile Sahin. Hilft es, die Gewalt darstellbar zu machen? Nein, sagt sie; sie versucht es trotzdem. Und genauer hat es noch kaum jemand geschafft." Klaus Theweleit

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 07.09.2020
  • Autor/Autorin: Cemile Sahin
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Aufbau
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 215/125/24 mm
  • Seitenanzahl: 239
  • ISBN: 9783351038274
Pressestimmen
»Wenn man Literatur mit den Mitteln der Architektur beschriebe, dann wäre diese Erzählung reiner Brutalismus – gebaut aus einer klaren, simplen Sprache, lakonischen Sätzen.«
Tagesspiegel, 17. Januar 2021
»Am Beginn von acht der neun Kapitel steht ein Satz mit Namen und Details über die Erzähler:innen, jedes Kapitel ist eine Geschichte von Flucht, Vertreibung und von protokollierter Gewalt.«
der Freitag, 14. Januar 2021
»Sahin schafft es, eine Sprache für die Gewalt zu finden. Sie erzählt, wie sich Gewalt fortpflanzt, sich überträgt, wenn ein Mensch sieht, hört oder imaginiert, was einem anderen Menschen widerfährt.«
der Standard, 12. Dezember 2020
»Cemile Sahin verwendet Sprache wie eine Kamera, die Szenen umkreist, näher kommt, bis sie direkt draufhält: Jede Tür in diesem Buch kann sich jederzeit öffnen, und wer durch sie hereintritt, wird einem Gewalt antun oder, schlimmer noch, denen, die man liebt.«
DIE ZEIT, 19. November 2020
»Cemile Sahins Roman ›Alle Hunde sterben‹ ist eine düstere Allegorie militarisierter Gesellschaften.«
Isabella Caldart, Junge Welt, 10. November 2020
»Durch das Systematische der Gewalt (...) wird ›Alle Hunde sterben‹ zugleich zu einem universellen Buch über die Unmenschlichkeit von Regimen und über jene des Wegschauens.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. November 2020
»Cemile Sahin hat ein drastisches Buch geschrieben. Ihre Sprache ist knapp, ihre Bilder sind so scharf, dass das Lesen mitunter schmerzt.«
SWR 2, 1. November 2020
»Eine Syntax wie das Knallen von Stiefelabsätzen, ein aggressiver, fordernder und provokativer Beat.«
Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2020
»Cemile Sahin zeigt auch in diesem Roman, was sie kann: Das Leben über die Kunst zu erzählen.«
SR Kultur, 28. September 2020
»Die Künstlerin und Autorin Cemile Sahin entwirft ein erschütterndes Szenario staatlicher Gewalt.«
STERN, 24. September 2020
»Sahin schickt sie alle immer wieder in eine endlose Gewaltspirale.«
RBB Inforadio, 20. September 2020
»Das Ergebnis ist beeindruckend und verstörend, man findet keinen Frieden in dem Text, so wenig wie die Figuren im Buch es tun.«
Missy Magazine, 18. September 2020
Herstellerinformationen
Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Prinzenstr. 85
10969 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@aufbau-verlage.de

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Ein Roman, so schnell erzählt wie »Kill Bill« von Tarantino

Ein spektakulärer Kunstraub. Verschollene Gemälde. Eine kurdische Hochzeit. Ein Scharfschütze, der einen Schuss abfeuert. Eine Familie zwischen den Niederlanden und Kurdistan, für die nichts mehr ist, wie es war. Im Stil eines Actionfilms mit schnellen Cuts erzählt Cemile Sahin die Geschichte eines Verrats, von Liebe, Freundschaft und Leben im Exil, so auf der Höhe der Zeit, wie nur sie es kann. 

»Es gibt wenige Autorinnen, die so liebevoll und ernst vom Schicksal ihrer Helden erzählen und gleichzeitig ein so ausgeprägtes Gefühl für absurde Komik haben.« FAS

»Cemile Sahin verwandelt filmische Unmittelbarkeit in mitreißende Literatur. Das Buch vermisst, trauert, liebt und ist dabei rasend schnell.« DER SPIEGEL

»So temporeich, unverfroren und leichtfüßig erzählt gerade niemand über Migration, Flucht und alte sowie neue Heimaten.« DEUTSCHLANDFUNK BÜCHERMARKT

»Ein kluges, aktuelles und wirklich witziges Meisterwerk.« MDR


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