Sebastian Conrad, geboren 1966 in Heidelberg, ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte von Kolonialismus und Postkolonialismus sowie die Geschichte Ostasiens und des historischen Denkens. Er hat in New York und Paris, Florenz und Tokio gelehrt und ist heute einer der international renommiertesten Vertreter der Globalgeschichte sowie Autor zahlreicher Bücher, darunter Deutsche Kolonialgeschichte und Globalgeschichte. Eine Einführung.
Schönheit als Machtfrage: Wer im Fokus steht – und wer unsichtbar bleibt Was wir schön finden, ist keine private Geschmacksfrage. Sebastian Conrad zeigt, wie Macht, Politik, Märkte und Medien formen, was als schön und erstrebenswert gilt – und damit auch, wer Sichtbarkeit und gesellschaftliche Anerkennung gewinnt und wer ausgeschlossen bleibt. In seiner Weltgeschichte der Schönheit führt der profilierte Historiker vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Europa und den Amerikas bis nach Afrika und Asien. An Phänomenen wie Bodybuilding, Miss-Wahlen, Kosmetik und Schönheitsoperationen zeigt er, wie Schönheitsnormen global zirkulieren und sich in Körper einschreiben, aber auch, wie sie umkämpft sind und immer neue Formen annehmen. Ein kluges, hochaktuelles Buch über das Regime der Schönheit – und darüber, wie tief sie unsere Wahrnehmung, unsere Selbstbilder und unser Leben prägt.