Muhammad Asad
Muhammad Asad (1900–1992), geboren als Leopold Weiss im habsburgischen Lemberg (heute Lwiw, Ukraine), frequentiert Ende der 1910er und Anfang der 1920er Jahre die literarischen und künstlerischen Zirkel von Wien und Berlin, bevor er als Nahost-Korrespondent der »Frankfurter Zeitung« für sich den Islam entdeckt. Nach seiner ersten Pilgerfahrt nach Mekka und einem fünfjährigen Aufenthalt auf dem Gebiet des heutigen Saudi-Arabiens engagiert er sich in Britisch-Indien für die Gründung Pakistans, das er 1952 bei der UNO in New York als Gesandter vertritt.
Durch Veröffentlichungen wie seinem autobiografischen Weltbestseller »The Road to Mecca« (1954) und »The Message of the Qurán« (1980), einer kommentierten Übersetzung des Koran ins Englische, wurde Muhammad Asad zu einem bedeutenden kulturellen Mittler und einem der berühmtesten europäischen Muslime des 20. Jahrhunderts.
Günther Windhager, geboren 1964 in Steyr, ist Kultur- und Sozialanthropologe sowie Asad-Forscher in Wien; er promovierte 2005 mit einer Arbeit zu Weiss' / Asads journalistischem Schaffen, wirkte an Georg Mischs Dokumentarfilm zu Asad (ORF/arte, 2008) als wissenschaftlicher Berater mit und ist Autor mehrerer Publikationen zu seinem Leben und Werk, u. a. der Biografie »Leopold Weiss alias Muhammad Asad. Von Galizien nach Arabien 1900 – 1927« (2002), die von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet wurde.
Zuletzt erschienen
Arabische Reise
von Muhammad Asad
- Format
- E-Book
- Erscheinung
- 19.08.2026
- Preis
- €43,99
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