Jessica Durlacher, 1961 in Amsterdam geboren, ist mit ihren preisgekrönten Romanen ›Das Gewissen‹, ›Die Tochter‹ und ›Emoticon‹ in den Niederlanden eine Bestsellerautorin. Für ›Der Sohn‹ erhielt sie den Opzij-Literaturpreis 2010 als bestes Buch des Jahres. Der Roman wurde in den Niederlanden 2016 erfolgreich verfilmt. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und lebt mit ihrem Mann in den Niederlanden.
Jessica Durlacher gewährt bewegende Einblicke in die eigene Familiengeschichte Über die Musik, das Schweigen und Familiengeheimnisse Musik spielte in Jessica Durlachers Kindheit eine zentrale Rolle, stets klangen Sinfonien, Klavierkonzerte und Quartette durchs Haus. Eines Tages fällt ihr auf, dass klassischer Gesang die einzige Musikrichtung ist, die ihr Vater nie auflegt. Dabei war ihr Großvater doch Opernsänger. Warum weiß sie nicht mehr darüber? Warum erzählt ihr Vater so wenig über diesen musikbegabten Arthur, der 1945 in Bergen-Belsen ermordet wurde? Jessica beschließt, den Spannungen und den Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen und der Musik zu folgen. »Papas Vergangenheit gibt es nicht. Jahre vergehen, in denen wir denken, dass er nie ein Kind gewesen ist, sondern als unser Vater auf die Welt gekommen ist, komplett mit Brille und Bart.« Väter sind auch Menschen. Das ist eine Erkenntnis, die jede Tochter und jeder Sohn irgendwann hat. So ergeht es auch Jessica, die ihrem Vater eigentlich stets nur in oder durch Musik nahekam. Die...