Franz Schuh, geboren 1947 in Wien, studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien und Kolumnist für Zeitschriften und Rundfunkstationen. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Preis der Leipziger Buchmesse (2006), Johann-Heinrich-Merck-Preis, Bruno-Kreisky-Preis (beide 2021). Bei Zsolnay erschienen zuletzt »Lachen und Sterben« (2021), »Ein Mann ohne Beschwerden« (2023) und »Steckt den Sand nicht in den Kopf« (2025).
Der 1947 geborene Schriftsteller Franz Schuh ist, wie er über sich selbst sagt, „eine epochale Erscheinung, und zwar aus einem simplen Grund: Ich bin in einen Epochenwandel hineingeboren.“Das Wiener Vorstadtkind kommt aus einer Vergangenheit, die sich nach wie vor in unserer Gegenwart widerspiegelt: Wiederaufbau nach dem Krieg, Fortschritt, Wohlstand befeuerten die irrige Annahme von Generationen, „alles hinter sich zu haben“.In seinem Buch schildert Schuh nun „den Geschmack des Lebens“ von damals, er erzählt aber auch von der brüchigen Gegenwart, die sich nicht in großflächigen Gemälden, sondern in manchmal scheinbar zufälligen Details abbildet. Dabei geht es um Leben und Tod, also um fundamentale Fragen, die unabweisbar sind, ohne dass es für sie je eine endgültige Antwort geben wird.