Christian Kracht, 1966 geboren, arbeitete als Journalist für die B.Z. und Tempo, bevor er Mitte der Neunziger als Indienkorrespondent für den Spiegel mehrere Jahre nach Neu Delhi ging. Anschließend lebte er längere Zeit in Bangkok und bereiste von dort aus verschiedene Staaten Asiens. Seine asiatischen Reisereportagen veröffentlichte er unter dem Titel »Der gelbe Bleistift«. Gemeinsam mit Eckhart Nickel verfasste er den Reiseklassiker »Ferien für immer« und die bei Piper vorliegende »Gebrauchsanweisung für Kathmandu und Nepal«.
Christian Krachts vielleicht geheimnisvollstes Buch – ein Roman über die Geschichte des Kinos in dunklen Zeiten »Die Toten«, der fünfte Roman Christian Krachts aus dem Jahr 2014, führt uns mitten hinnein in die fiebrigen Jahre der späten Weimarer Republik, als die Kultur der Moderne, besonders die Filmkultur, eine frühe Blüte erlebte. Er erzählt die fantastische Geschichte einer Kollaboration zwischen deutschen und japanischen Filmgesellschaften gegen das amerikanische Hollywood-Kino und schildert zugleich, wie geheimnisvoll das Leben der beiden Protagonisten des Romans, der Schweizer Filmregisseurs Emil Nägeli und des japanischen Kulturbeamten Masahiko Amakasu, aufeinander bezogen sind. Es treten auf: Alfred Hugenberg und Charlie Chaplin, Siegfried Kracauer und Lotte Eisner, Heinz Rühmann und Fritz Lang...