Teil der Reihe: edition suhrkamp

Zivilisierte Verachtung

Eine Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit
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Inhaltsangabe
Ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall ist klar, dass das Ende der Geschichte weiterhin auf sich warten lässt. Stattdessen wirft ein anderes Ereignis aus dem Jahr 1989 lange Schatten: 26 Jahre nach der Fatwa gegen Salman Rushdie stellt uns der Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" einmal mehr vor die Frage, wie der Westen selbstbewusst für seine Werte eintreten kann – ob nun gegen Fundamentalisten, Populisten oder die antiwestliche Rhetorik eines Wladimir Putin. Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf. In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: »Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.«
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 23.03.2015
  • Autor/Autorin: Carlo Strenger
  • Reihe: edition suhrkamp
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 7. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 216/134/9 mm
  • Seitenanzahl: 104
  • ISBN: 9783518074411
Pressestimmen
»Strengers Überlegungen sind bedenkenswerte Beiträge darüber, wie ein humanes Miteinander zu gewährleisten ist.«
Rafik Will, junge Welt, 7. März 2017
»Zivilisierte Verachtung gibt einen gelungenen Einblick, warum es sich nach wie vor lohnt für das Recht auf freie Meinungsäußerung einzutreten.«
Fabian Gödeke, socialnet.de, 28. Oktober 2015
»Der israelische Philosoph Carlo Strenger bietet mit Zivilisierte Verachtung eine kluge ›Anleitung zur Verteidigung unserer Freiheit‹, eine Aufforderung zum aufrechten Gang. Und wenn man die 94 Seiten gelesen hat, klappt man das Bändchen zu und denkt: So und nicht anders musste das gesagt werden.«
Thomas Geisen, Kölner Stadt-Anzeiger, 12. Juni 2015
»Strengers Buch ist ein Appell, den Werten der liberalen Gesellschaft Gehör zu verschaffen.«
Wulf Rüskamp, badische-zeitung.de, 20. Mai 2015
»... ein schöner, leidenschaftlicher Essay ...«
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 21. April 2015
»›Die freie Welt hat das Recht und die Pflicht, ihre Grundwerte zu verteidigen, von wem auch immer sie angegriffen wird – von fundamentalistischen Christen, orthodoxen Juden oder fanatischen Moslems‹ lautet die Grundthese von Carlo Strengers brillantem Essay.«
Kirstin Breitenfellner, Österreichischer Rundfunk, 10. April 2015
»Carlo Strenger, eine der klügsten Stimmen der israelischen Linken. Sein englischsprachiges Blog bei Haaretz mit dem schönen Titel ›Strenger than Fiction‹ gehört zur Pflichtlektüre für jeden, der wissen will, wie das liberale Israel über die Lage des Landes – und über die Misere der Linken – denkt.«
Jörg Lau, ZEIT ONLINE, 7. April 2012
»[Strengers] Text ist aktueller denn je.«
Bettina Stark-Watzinger, Cicero
»Strengers Essay ist ein edler Beitrag zur Gestaltung einer menschlichen Gesellschaft, verständlich geschrieben und erfüllt von großem Freigeist.«
Jonny Rieder, in münchen
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Abenteuer Freiheit

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Nachdem Carlo Strenger in »Zivilisierte Verachtung« gezeigt hat, weshalb es westlichen Gesellschaften heute oft schwerfällt, ihre Werte selbstbewusst zu verteidigen, wendet er sich in seinem neuen Buch der individuellen Seite dieser Verunsicherung zu: Warum leiden so viele Menschen unter Depressionen und einer erdrückenden Angst vor dem Scheitern? Warum boomen Heilslehren, die uns den Weg zum wahren Selbst weisen wollen?

All das hat laut Strenger, damit zu tun, dass es sich bei der Idee, es gäbe so etwas wie ein Grundrecht auf müheloses Glück, um einen Mythos handelt. Ausgehend von Denkern wie Spinoza, Nietzsche und Freud legt er dar, dass lange die Überzeugung vorherrschte, Konflikte und Scheitern gehörten zur menschlichen Natur. Daher, so schließt er aus den Biografien von Künstlern wie James Joyce, Pablo Picasso und Francis Ford Coppola, müssen wir wieder lernen, dass Freiheit ein lebenslanges Abenteuer ist: riskant, aber zugleich viel interessanter, als und die Massenkultur heute weismachen will.

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