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Die Gründerzeit der Bundesrepublik 1955–1967 | "Ein Höhepunkt dieses Bücherherbstes, ebenso unterhaltsam wie klug." Süddeutsche Zeitung
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Inhaltsangabe

Kaum sind die Trümmer weggeräumt, setzt in Deutschland ein Wirtschaftsaufschwung ohnegleichen ein, auch ein nimmersatter Kaufrausch: Möbel, Autos, Reisen, Elektrogeräte. Mit dem Rock ’n’ Roll erfasst die Jugend ein neues Lebensgefühl. 1957 eröffnet der erste Supermarkt, der Siegeszug der Discounter beginnt. Der Fernseher gruppiert die Wohnzimmer um. – Und plötzlich ergeben sich neue Fragen: Wie soll man leben? Wie viel Freiheit braucht ein Kind, eine Ehe, ein Arbeitnehmer? Wie entkommt man der Vergangenheit, wie stellt man sich ihr? 1967 ist die Bundesrepublik im Rohbau fertig. Erstmals kommt ein deutscher Staat ohne höhere Idee aus als das Glück des Einzelnen. Eine Reise in die Lust und Mühen des Wirtschaftswunders – in die Welt der Käseigel, Neckermann-Kataloge und Stalingrad-Erinnerungen, der Gastarbeiter und eines neuen Politikertyps wie Kennedy oder Brandt. Als die Beatles 1967 «All You Need Is Love» singen, ist, mitten im Kalten Krieg, die Studentenrevolte bereits im Gange.

Harald Jähners fulminantes Porträt der jungen Bundesrepublik, einer Zeit, in der sich alles neu formierte – und die es neu zu entdecken gilt.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.04.2027
  • Autor/Autorin: Harald Jähner
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 480
  • ISBN: 9783499021145
Darum lohnt sich dieses Buch

Ein Geschichtspanorama der frühen Bundesrepublik – einer Zeit, die viel progressiver, bunter und vielfältiger war, als wir heute glauben.

Pressestimmen
»Ein faszinierendes Buch ... ein Höhepunkt dieses Bücherherbstes, ebenso unterhaltsam wie klug ... Jähner erweist sich als großer Geschichtserzähler, dem es meisterhaft gelingt, das Große auch im Kleinen zu zeigen.«
Süddeutsche Zeitung
»In seiner sprachlich und inhaltlich großartigen Erzählung dieser wichtigen Zeit macht Harald Jähner uns bewusst, wie sehr sie uns noch immer bestimmt.«
SWR Kultur
»Harald Jähner erzählt die Geschichte der frühen Bundesrepublik als Geschichte einer mentalen Verwandlung … Seine große Stärke liegt in der Verbindung von historischer Genauigkeit und erzählerischer Leichtigkeit. Immer wieder bricht er verbreitete Klischees auf.«
Handelsblatt
»Ein grandioses Buch über die Wirtschaftswunderjahre ... phanömenal gut geschrieben. Und wer es liest, versteht danach so viel besser, warum es plötzlich nicht mehr läuft.«
Markus Lanz
»Harald Jähner beherrscht die Kunst, Geschichte zum Sprechen zu bringen ... er arrangiert so, dass sich das Gesicht einer Ära ergibt.«
Tagesspiegel
»Harald Jähner hat sich als umsichtiger deutscher Epochen-Chronist etabliert.«
Tip Berlin
»Harald Jähner ist ein Geschichtserzähler, mit Betonung auf der zweiten Hälfte des Wortes ... Als Leserin, als Leser ist man am Ende nicht einfach nur gut informiert. Man kann sich ein Lebensgefühl vorstellen.«
Berliner Zeitung
»Ein wirklich tolles Buch ... Anschaulich wie kritisch schaut Harald Jähner auf jene Jahre.«
radio3, RBB
»Ein verblüffender Blick auf ein bis heute nachwirkendes Jahrzehnt.«
Bayern 2
»‹Wunderland› entführt in ein Jahrzehnt, in dem vieles verschwand und nach dem sich heute mancher sehnt – ein profunder Rückblick ohne Nostalgie.«
Hannoversche Allgemeine
»Jähner gelingt es, anekdotisch zu verdichten und zu pointieren ... eine bundesdeutsche Mentalitätslektüre.«
Welt am Sonntag
»Harald Jähner erzählt Geschichte in all ihren Widersprüchen – faszinierend.«
New York Times
Herstellerinformationen
Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Höhenrausch

€20,00

Deutschland 1918. Ende des Ersten Weltkriegs, Revolution, Sieg der Demokratie. Zugleich beginnt ein Siegeszug befreiter Lebensweisen. Alles soll von Grund auf anders werden: die «Neue Frau», der «Neue Mann», «Neues Wohnen», «Neues Denken». Als es Mitte der Zwanziger auch wirtschaftlich aufwärtsgeht, wird Deutschland ein anderes Land. Frauen erobern die Rennpisten und Tennisplätze, gehen abends alleine aus, schneiden sich die Haare kurz. Unisex kommt in Mode, Androgynes und Experimentelles. Jähner erzählt von der Erfindung der Freizeit, von Boxhallen und Tanzpalästen, und von den Hotspots der Neuen Zeit, vom Warenhaus als Glücksversprechen oder der Straße als Ort erbitterter Kämpfe. So vieles wirkt heute verblüffend modern. Die Vorliebe für Ironie, das Gradlinige und Direkte. Aber auch die Angst vor der «Entwertung aller Werte», der Herrschaft des Billigen. Ein großer Teil der Deutschen fand sich im Aufbruch nicht wieder. Als das Geld knapper wurde und die Zukunft düsterer, offenbarte sich die tiefe Spaltung der Gesellschaft und die Unfähigkeit, sie auszuhalten.

Harald Jähner liefert eine Gesamtschau dieser so pulsierenden, reichen Zeit – und zeichnet das Bild eines zerrissenen Landes voll gewaltiger und erschreckender Energien. Es ist uns irritierend ähnlich und – hoffentlich – doch ganz anders.

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