Winters Garten

Roman
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Inhaltsangabe

Winters Garten, so heißt die idyllische Kolonie jenseits der Stadt, in der alles üppig wächst und gedeiht, in der die Alten abends geigend auf der Veranda sitzen, die Eltern ihre Säuglinge wiegen und die Hofhunde den Kindern das Blut von den aufgeschlagenen Knien lecken.
Winters Garten, das ist der Sehnsuchtsort, an den der Vogelzüchter Anton mit seiner Frau Frederike nach Jahren in der Stadt zurückkehrt, als alles in Bewegung gerät und sich wandelt: die Häuser und Straßenzüge verfallen, die wilden Tiere in die Vorgärten und Hinterhöfe eindringen und der Schlaf der Menschen schwer ist von Träumen, in denen das Leben, wie sie es bisher kannten, aufhört zu existieren.
In ihrem preisgekrönten Roman erzählt Valerie Fritsch sprachmächtig und in sinnlichen Bildern von einer Welt aus den Fugen. Und von zwei Menschen, die sich unsterblich ineinander verlieben, als die Gegenwart nichts mehr verspricht und die Zukunft womöglich ein Traum bleiben muss.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 09.03.2016
  • Autor/Autorin: Valerie Fritsch
  • Einband: Taschenbuch
  • Auflage: 4
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 191/118/12 mm
  • Seitenanzahl: 153
  • ISBN: 9783518466650
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2015
  • Kelag-Preis und BKS-Publikumspreis im Rahmen des Bachmannpreises 2015
  • Peter-Rosegger-Literaturpreis 2015 des Landes Steiermark
Pressestimmen
»Valerie Fritsch vermag es, über diesen Schmerz zu schreiben, ohne uns zu Voyeuren zu machen, vielmehr zu Staunenden, die plötzlich ein Stück mehr über die Welt begreifen.«
Wiebke Porombka, ZEIT ONLINE, 5. Juli 2015
»...eine Sprache, die so prall und üppig ist, dass sie aus der Zeit gefallen scheint und gleichzeitig höchst gegenwärtig ist. Da schreibt eine Autorin, die mit einem fotografisch genauen Blick auch ihre innere Welt beobachtet und so lange am Text feilt, bis dieses präzise Schauen Sprache geworden ist.«
Sandra Leis, NZZ am Sonntag, 31. Mai 2015
»... ein Buch, das in seiner ungeheuren Ausdruckskraft tatsächlich so etwas wie ein kleines Wunder darstellt.«
Christoph Schröder, Badische Zeitung, 2. Mai 2015
»Die Sprache, mit der Valerie Fritsch von jenem Riss, der durch die Welt und jeden Einzelnen geht, erzählt, ist von einer betörenden Schönheit, wie man sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur lange schon nicht mehr vorgefunden hat.«
Josef Bichler, Der Standard, Wien, 14. März 2015
»Valerie Fritsch, die Österreicherin vom Jahrgang 1989, hat mit Winters Garten einen überwältigenden, sensationellen, poetischen wie harten Roman über eine Apokalypse geschrieben. Über die Apokalypse und die Liebe.«
Hans-Dieter Schütt, neues deutschland, 12. März 2015
»Verzaubernd, befremdlich, faszinierend: Der zweite Roman der jungen Grazer Autorin Valerie Fritsch wagt literarisch viel. Winters Garten bewegt sich zwischen Paradies und Weltuntergang.«
Barbara Mader, Kurier, Wien, 11. März 2015
»Wie aus dem Traum geholt ist Valerie Fritschs Geschichte, aber aufgeschrieben ist sie mit wacher Vernunft und in der Angst, das Können, das es hier ohne Zweifel gibt, würde sich verselbstständigen, könnte aufgehen in den Flammen apokalyptischer Leidenschaft.«
Paul Jandl, DIE WELT, 7. März 2015
»Es ist ein mutiger und außergewöhnlich eigenständiger literarischer Weg, den Valerie Fritsch eingeschlagen hat ... Ob der Fremdartigkeit und des Glanzes dieses Textes wird man große Augen machen.«
Klaus Kastberger, Die Presse, Wien, 7. März 2015
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Alma und Friedrich bekommen ein Kind, das keinen Schmerz empfinden kann. In ständiger Sorge um ihren Jungen, ist es vor allem Alma, die ihn unaufhörlich auf körperliche Unversehrtheit kontrolliert. Jeden Abend tastet sie das Kind ab, um keine Blessur zu übersehen. Und nichts fürchtet die junge Mutter mehr als die unsichtbare Verletzung eines Organs, die ohne ein Zeichen bleibt. Halt findet Alma bei ihrer Großmutter, die jetzt, hochbetagt und bettlägerig und nach lebenslangem Schweigen, zu erzählen beginnt: vom Aufwachsen im Krieg, von Flucht, Hunger und der Kriegsgefangenschaft des Großvaters. Mit dem Kind auf dem Schoß, das keinen Schmerz kennt, sitzt Alma am Bett der Schwerkranken, die sich nichts mehr wünscht, als ihren Schmerz zu überwinden. Und in den Geschichten der Großmutter findet sie eine Erklärung für jene scheinbar grundlosen Gefühle der Schuld, der Ohnmacht und der Verlorenheit, die sie ihr Leben lang begleiten.
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