Weltalltage

Roman
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Inhaltsangabe

Mit Wärme, Wucht und Witz erzählt Paula Fürstenberg in »Weltalltage« von einer besonderen Freundschaft und deren Zerreißprobe. Davon, was es heißt, nicht zu funktionieren in einer Welt, in der alles funktionieren muss; vom Körper und wie wir mit ihm umgehen; von der Kraft der Worte und davon, wo Empathie beginnt – und wo sie enden muss.

Sie sind beste Freunde seit der Schulzeit. Jetzt, mit Anfang dreißig, teilen sie sich eine Wohnung. Max ist Architekt, sie ist Schriftstellerin und seit ihrer Kindheit chronisch krank. Immer wieder wird sie von heftigen Schwindelanfällen heimgesucht und ist auf Max angewiesen. Er ist der Gesunde, sie die Kranke. So war es schon immer. Doch dann erfährt Max vom Tod seines Onkels, und in ihm wächst eine Finsternis. Er muss ins Krankenhaus. Mit einem Mal gerät alles ins Wanken.

Was der Schriftstellerin im aufkommenden Freundschaftskummer hilft, ist das Schreiben, das versuchsweise Ordnen der Vergangenheit in Listenform. Also erzählt sie ihre Geschichte, und damit auch die von Max, von der Nachwendekindheit im Osten bis in die schwankende Gegenwart. Sie denkt über die gesellschaftlichen Verhältnisse nach, die sie zu denen haben werden lassen, die sie sind, über das Kranksein – und die Sprache der Körper.

Doch durch Denken und Schreiben allein lässt sich einem Kummer nicht beikommen. Dafür muss sie aufstehen und tanzen gehen, muss sie loslassen und alles vergessen. Ein paar Stunden nur, ein paar Tage. Und dann steht Max plötzlich wieder in der Tür …

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 08.02.2024
  • Autor/Autorin: Paula Fürstenberg
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/134/29 mm
  • Seitenanzahl: 320
  • ISBN: 9783462003369
Darum lohnt sich dieses Buch

So sind Körper noch nicht erzählt worden: ein Roman, der rührt und rebelliert, mit Wärme, Wucht und Witz

Pressestimmen
»Mit assoziativer Lockerheit und Sprachwitz gelingt der Autorin ein erfrischendes Buch über ein schweres Thema.«
Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 28. April 2024
»›Weltalltage‹ erzählt mit Witz, Wärme und genialen Listen (wie z.B. ›Chronik einiger Verletzungen, die ihr euren Mütter zufügt‹) von Freundschaft und der Unordnung des Lebens.«
Angela Wittmann, Brigitte, 26. März 2024
»Ein kluges, erstaunliches Buch, das es schafft, das Erbe der DDR, die Selbstfindung einer Autorin und die Krankheitsbilder von Depression und Endometriose humorvoll zu verquicken.«
Lena Schneider, Der Tagesspiegel, 22. März 2024
»ein emphatischer Roman über Freundschaft«
Deutschlandfunk Lesezeit, 13. März 2024
»Es ist höchst originell, wie die Autorin Paula Fürstenberg uns teilhaben lässt an ihrem Versuch, eine Form und eine Sprache zu finden für diese spezielle, von Krankheit begleitete Freundschaft.«
3sat Kulturzeit, 13. März 2024
»Paula Fürstenberg ist mit ›Weltalltage‹ ein absolut stilsicherer, hochintelligenter und einfühlsamer Roman gelungen.«
Ludwig Lohmann, Buchkultur, 13. März 2024
»Paula Fürstenberg hat mit ›Weltalltage‹ einen Roman geschrieben, der dunkel glänzt, vollständig überzeugt und eine alte Freundschaft auseinandernimmt.«
Lars Grote, Märkische Allgemeine, 28. Februar 2024
»Und das Erstaunliche an dieser klug montierten Reflexion über Körper, Schmerz, Herkunft und Aufstiegsmythos ist, wie intensiv Fürstenberg den emotionalen Nachhall des Umbruchs einwebt, ohne ihn allzu plakativ auszustellen.«
Erik Heier, tip Berlin, 16. Februar 2024
»Paula Fürstenbergs Roman erzählt von kranken Körpern und liefert dabei Vieles: eine sprachliche Neuvermessung, eine politische Ursachensuche und nicht zuletzt eine Kampfansage.«
Hannah Rau, WDR 3 Kultur am Mittag, 12. Februar 2024
»Ein Buch voller kluger Beobachtungen und Anregungen.«
Katja Schönherr, SRF 1 Literaturclub, 9. Februar 2024
»Der Roman ist humorvoll und hintergründig, schonungslos offen und absolut lesenswert.«
Barbara Geschwinde, WDR 5 Bücher, 9. Februar 2024
»Ein klasse Roman voller Witz und Tiefgang.«
Deutschlandfunk Kultur Lesart, 8. Februar 2024
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Wie ist es, wenn man keine Erinnerungen hat an den eigenen Vater? Und keine an das Land namens DDR, in dem man geboren wurde? Nach dem Abitur ist Johanna aus der Uckermark nach Berlin gezogen, wo sie eine Ausbildung zur Straßenbahnfahrerin macht. Mit Reiner, ihrem Ausbilder, lacht sie über alte DDR-Witze, ohne sie zu verstehen. Mit Karl, dem elternlosen Weltenbummler, beginnt sie eine Affäre. Ihr Vater Jens hat die Familie kurz vor dem Mauerfall verlassen, da war Johanna zwei. Doch dann ruft Jens an, und Johannas Lebenskonstrukt gerät ins Wanken. Plötzlich gibt es zahlreiche widersprüchliche Versionen seines Verschwindens. Ist er geflohen? Wurde er verhaftet? Hatte Johannas Mutter etwas damit zu tun oder gar Honeckers Krankengymnastin? Paula Fürstenberg erzählt zart, lakonisch und voller feinem Humor von einer berührenden Vatersuche, von blinden Flecken, biografischen Brüchen und von der Notwendigkeit, eine Geschichte zu haben, in der man sich einrichten kann.

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