Teil der Reihe: Bibliothek Suhrkamp (Band 1563)

Waterfront Journals

Das radikale Kultbuch erstmals auf Deutsch
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Inhaltsangabe

David Wojnarowicz gibt den Misfits Amerikas eine Stimme

Es sind die späten 70er, Wojnarowicz lebt auf der Straße, zieht kreuz und quer durch ein riesiges, verkommenes Amerika. Die Illusionen ist er los, aber die Menschen, die er trifft, liebt er, unbeirrbar – die Stricher, Pfarrer, Junkies, Soldaten, Trucker, Träumer, Ausreißer, die sich irgendwie durchschlagen, gestrandet in Bars und Stundenhotels, auf Hinterhöfen, an den Rändern der Gesellschaft, auf den gottverlassenen Nebenschauplätzen des Lebens.
Ihnen allen gibt Wojnarowicz Stimme und Würde, indem er ihre Begegnungen in einen grellen Bilderstrom aus fiktiven Monologen verwandelt – es sind unfassbare Geschichten, flirrend fremdartig und verstörend vertraut, über ein Land, das jeden Moment einzustürzen droht.

Mit tiefer Ehrlichkeit und halluzinatorischer Intensität erzählt David Wojnarowicz – der überlebensgroße, legendäre Künstler, Bilderstürmer und Aktivist – von Menschen, die nirgends dazugehören, von Aufbruch und Verzweiflung und von harscher Schönheit, wo niemand sie vermuten würde.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.12.2025
  • Autor/Autorin: David Wojnarowicz
  • Übersetzung: Marcus Gärtner (aus dem Englischen)
  • Reihe: Bibliothek Suhrkamp, Teil 1563
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Deutsche Erstausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 180/120/20 mm
  • Seitenanzahl: 186
  • ISBN: 9783518225639
Darum lohnt sich dieses Buch

Wojnarowicz' Kultbuch erstmals auf Deutsch

Pressestimmen
»Diese oft gewaltvollen erzählerischen Miniaturen sind wie Blitzlichter in Prosa und gleichen der Straßenfotografie, die gleichermaßen ein ganzes Leben in ein Bild zu verpacken vermag.«
Nora Eckert, literaturkritik.de, 8. Mai 2026
»Wojnarowicz skizziert hier ein Porträt der durch und durch maroden USA. Es gibt kaum ein überzeugenderes Verfahren, um mit dem amerikanischen Aufstiegsoptimismus, dem ideologischen Klebstoff dieses kaputten Landes, kurzen Prozess zu machen, als den ›Abschaum‹ der Gesellschaft zum Sprechen zu bringen.«
Frank Schäfer, junge Welt, 18. März 2026
»Das, was der Künstler verschriftlichte, zählt innerhalb seines Gesamtwerkes unzweifelhaft zum Herausragendsten ... [E]ine poetische Sozialstudie des randständigen Amerikas in Prosa-Miniaturen. ... Es sind Blitze, die kurz das Vagabundenhafte der Lust erhellen und jeweils für einen kurzen Augenblick die Konturen eines anderen Lebens umreißen.«
Vojin Saša Vukadinović, der Freitag, 12. Februar 2026
»Wojnarowicz gelingt es, charakteristische Porträts von Menschen am Rande zu erschaffen ...«
Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 7. Februar 2026
»Ein Buch wie ein Schlag in die Magengrube. ... [R]oh und unzensiert. ... Umso berührender die eigenen, poetisch zarten Sehnsuchtstexte des schwulen Schriftstellers ...«
Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung / Nürnberger Nachrichten, 31. Januar 2026
»Verblüffend raue, offenherzige Miniaturporträts von fiktiven oder nichtfiktiven Randfiguren und Ausgestoßenen, von Strichern und Drogenabhängigen der US-amerikanischen Gesellschaft der 1970er-Jahre. [Von ihnen geht] eine solch magnetische Anziehung aus, dass ich dem Sog des Lesens gar nicht erst widerstehen will.«
Sebastian Guggolz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25. Januar 2026
»Wojnarowicz schrieb ... rauschhaft und entflammt. ... [Die Waterfront Journals] zeigen mit den Mitteln der Literatur unmissverständlich auf, was es bedeutet, als Minderheit in einer Welt zu leben, wo die Mehrheit alle Andersartigkeit missachtet. ... Aktueller denn je.«
Andreas Puff-Trojan, ORF, 18. Januar 2026
»[Wojnarowicz] zeigt, wie sich Schönheit und Grausamkeit durchdringen ...«
Nico Bleutge, Deutschlandfunk Kultur, 9. Januar 2026
»Die Waterfront Journals ... verdienen ein möglichst breites Publikum.«
Thomas Ballhausen, Die Presse, 3. Januar 2026
»[R]adikale Monologe, in die finstere Nacht der Repression gesprochen.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 31. Dezember 2025
»Die Texte zeugen vom Überlebenswillen und vom Wunschnach dem kleinen, kurzen Glück in einer flüchtigen, unzuverlässigen Welt. Bei aller ungeschönten Drastik, trotz aller grausamen Realität, Wojnaricz versteht es, den Geschichten eine ganz spezifische erzählerische Wärme zu geben – und den Menschen ihre Würde.«
Michael Hirz, Kölner Stadt-Anzeiger, 19. Dezember 2025
»Fast rauschhaft erscheinen die Geschichten in den Waterfront Journals von David Wojnarowicz ... Endlich erscheint das Buch auch auf Deutsch.«
Max Urbitsch, Philosophie Magazin, 18. Dezember 2025
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0