Verlust

Ein Grundproblem der Moderne | Die erste umfassende Studie zum zentralen gesellschaftlichen Thema Verlust
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Inhaltsangabe

Gletscher schmelzen, Arbeitswelten verschwinden, Ordnungen zerfallen. Verluste bedrängen die westlichen Gegenwartsgesellschaften in großer Zahl und Vielfalt. Sie treiben die Menschen auf die Straße, in die Praxen der Therapeuten und die Arme von Populisten. Sie setzen den Ton unserer Zeit. Während sich die Formen ihrer Bearbeitung tiefgreifend verändern, scheinen Verlusterfahrungen und Verlustängste immer weiter zu eskalieren. Wie ist das zu erklären? Und was bedeutet es für die Zukunft?

Andreas Reckwitz leistet in seinem »bahnbrechenden Buch« (DIE ZEIT) Pionierarbeit und präsentiert die erste umfassende Analyse der sozialen und kulturellen Strukturen, die unser Verhältnis zum Verlust prägen. Unter dem Banner des Fortschritts, so legt er dar, wird die westliche Moderne schon immer von einer Verlustparadoxie angetrieben: Sie will (und kann) Verlusterfahrungen reduzieren – und potenziert sie zugleich. Dieses fragile Arrangement hatte lange Bestand, doch in der verletzlichen Spätmoderne kollabiert es. Das Fortschrittsnarrativ büßt massiv an Glaubwürdigkeit ein, Verluste lassen sich nicht mehr unsichtbar machen. Das führt zu einer existenziellen Frage des 21. Jahrhunderts: Können Gesellschaften modern bleiben und sich zugleich produktiv mit Verlusten auseinandersetzen? Ein wegweisendes Buch. Wer es »studiert, wird sich selbst und unsere Zeit tiefgründiger verstehen« (NZZ am Sonntag).

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 20.04.2026
  • Autor/Autorin: Andreas Reckwitz
  • Einband: Paperback
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/134/35 mm
  • Seitenanzahl: 460
  • ISBN: 9783518587492
Pressestimmen
»... ein ungemein wichtiges Buch ... .«
Stephan Wolting, literaturkritik.de, 5. März 2025
»Ein wegweisendes Buch.«
Film, Sound & Media, 5. Februar 2025
»Wer sich kompetent über die gesellschaftliche Struktur unserer Zeit informieren möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.«
egotrip.de, 5. Februar 2025
»Ein Buch, das den Leser fordert – und ihm die Augen öffnet.«
Nürnberger Nachrichten, 7. Januar 2025
»Der Autor legt ein hochanalytisches Werk vor, das nicht nur gegenwärtige Problemlagen einzuordnen weiß, sondern auch als Handreichung für die Politikgestaltung dienen kann.«
Tamara Ehs, Portal für Politikwissenschaft, 27. Dezember 2024
»… Reckwitz wäre nicht Reckwitz, wenn er in seiner Analyse der Gesellschaft nicht auch den Nährboden für die Überwindung dieser Ängste finden würde. Ein spannender Einblick in die Seelenlage der Deutschen.«
Michael Bröcker, Berlin.Table, 16. Dezember 2024
»Die Analyse ist ... realistisch und differenziert. Wer die soziologische Perspektive auf die Gegenwart schätzt und sich tiefer mit den komplexen Verhältnissen von Fortschritt, Verlust und der Zukunft der Moderne beschäftigen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.«
Sebastian Meißner, soundsandbooks.com, 15. Dezember 2024
»Unter den vielen Ärzten am Krankenbett des Kapitalismus ist Professor Andreas Reckwitz wohl einer der klügsten.«
Irmtraud Gutschke, neues deutschland, 13. Dezember 2024
»[Eine] flüssig geschriebene und zugleich fordernde Epochenanalyse, die das Zeug zum Klassiker hat ... Verlust ist ein Gewinn für den Leser. Wer das Buch studiert, wird sich selbst und unsere Zeit tiefgründiger verstehen.«
Holger Heimann, NZZ am Sonntag, 26. November 2024
»Reckwitz löst ein, was er verspricht: Eine überzeugende Systematik des Verlusts als Grundproblem der Moderne. ... [Der] moderne Mensch lernt sich darin ... selbst verstehen.«
Matthias Deuring, Augsburger Allgemeine, 24. November 2024
»Der Berliner Humboldt-Universitätsprofessor Reckwitz hat einen spätmodernen Neoklassiker geschaffen.«
Ronald Pohl, Der Standard, 19. November 2024
»Andreas Reckwitz gehört zu den scharfsinnigsten Denkern unserer Zeit.«
Thomas David, Tages Anzeiger, 19. November 2024
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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In Zeiten tiefgreifender sozialer Umbrüche und manifester Krisen schlägt die Stunde grundsätzlicher Analysen, welche die gegenwärtige Gesellschaft als ganze in den Blick nehmen, ihre Strukturmerkmale und Dynamiken untersuchen und vielleicht sogar Wege aus der krisenhaften Entwicklung aufzeigen. Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa haben großangelegte, jedoch ganz unterschiedlich akzentuierte Gesellschaftstheorien vorgelegt, welche die gegenwärtigen Debatten bestimmen. In diesem Buch treten sie nun in einen kritischen Dialog. Ausgehend von dem geteilten Anliegen, dass die Analyse der Moderne als Sozialformation ins Zentrum einer Soziologie gehört, entfalten sie ihre je eigene gesellschaftstheoretische Perspektive.

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