Tonio

Ein Requiemroman
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Inhaltsangabe
Worüber man nicht reden kann, darüber muß man einen Roman schreiben, so lautet die Lebens- und Überlebensmaxime A. F. Th. van der Heijdens. Es ist die einzige Art und Weise, wie er dem Schicksal seines 22jährigen Sohnes begegnen kann. Tonio van der Heijden starb am 23. Mai des Jahres 2010 in Amsterdam: Ein Auto überfuhr ihn am frühen Morgen auf dem Weg nach Hause. In einem zweiteiligen Roman findet und erfindet der Ich-Erzähler Adri die ersten sechs Lebensjahre seines Sohnes, und zwar von der Geburt im Juni 1988 bis zum Schuleintritt. Dieser Romanteil gehorcht dem Motto: den Sohn festhalten, ihn schützen vor allen Gefahren. Der zweite Teil konstruiert, in Form eines Kriminalromans, die für sich betrachtet völlig unlogischen Todesumstände von Tonio. Entstanden ist auf diese Weise ein berührender und bewegender Roman über das Unglück schlechthin, über die Unbegreifbarkeit des Unvorstellbaren – zugleich ein Buch über die unabweisbaren Fragen nach der eigenen Schuld, ein Buch der Trauer. Wenn es angesichts der Unfaßbarkeit des Todes eine Form der Trauer gibt, die den Lebenden Zukunft eröffnet und Zuversicht ermöglicht – so muß sie die Gestalt dieses Herz und Kopf in Bann schlagendes Requiems besitzen. Dieses Buch dementiert die weitverbreitete Meinung, angesichts des Todes sei alles sinnlos.
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.11.2011
  • Autor/Autorin: A. F. Th. Heijden
  • Übersetzung: Helga Beuningen (aus dem Niederländischen)
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 205/129/40 mm
  • Seitenanzahl: 671
  • ISBN: 9783518422595
Pressestimmen
»Doch A. F. Th. van der Heijden ist ohnehin einer der bemerkenswertesten Romanciers, die es im Europa unserer Zeit gibt.«
Dirk Schümer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. September 2012
»Van der Heijden durchbricht alle Schamgrenzen, indem er sein Innerstes nach außen kehrt, seinen zerrütteten Alltag schonungslos preisgibt und seinen herzzerreißenden Verlustschmerz zu einer radikalen Totenklage komponiert. Zugleich schreibt er in einer musikalischen Sprache, deren Rhythmus und Klangfarben noch in der souveränen Übersetzung von Helga van Beuningen schönstens zur Geltung kommen.«
Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 10. Januar 2012
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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