Die philosophischen, in fünf Bänden gesammelten Aufsätze Donald Davidsons bilden »sicherlich die wichtigste Leistung der amerikanischen Philosophie der letzten 50 Jahre« (Süddeutsche Zeitung). Mit »Subjektiv, intersubjektiv, objektiv« liegt nun der dritte Band in einer Taschenbuchausgabe vor. Die darin enthaltenen Abhandlungen kreisen um das klassische erkenntnistheoretische Thema des Wissens. Davidson zeigt, dass es nicht nur, wie gewöhnlich angenommen, zwei, sondern drei Spielarten von Wissen gibt: subjektives Wissen von unseren eigenen Gedanken, intersubjektives Wissen von den Gedanken anderer Personen und objektives Wissen über die nichtpersonale Welt. Wie diese Wissensarten miteinander verknüpft sind, ist das Thema dieses Buches.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 17.07.2013
Autor/Autorin: Donald Davidson
Übersetzung: Joachim Schulte (aus dem Englischen)
Reihe: suhrkamp taschenbuch wissenschaft, Teil 2061
Zusätzlich zu den Reden, die anläßlich der Verleihung des Hegel-Preises 1992 an Donald Davidson in Stuttgart gehalten wurden, enthält dieser Band Davidsons Aufsatz »Subjektiv, Intersubjektiv, Objektiv« sowie eine Bibliographie seiner Schriften.
Der Vordenker der zeitgenössischen Analytischen Philosophie, Donald Davidson, und der Mitbegründer des philosophischen Neopragmatismus, Richard Rorty, führten seit den siebziger Jahren eine vielbeachtete Debatte über die Bedeutung, die dem Wahrheitsbegriff in der Philosophie zukommt. Ausgangspunkt war die Verabschiedung des erklärenden Wahrheitsverständnisses. An seine Stelle tritt bei Davidson und Rorty die interpretationistische Analyse unseres Gebrauchs von »wahr«. Strittig ist die Frage, ob und wie zitattilgende, billigende und warnende Verwendungsweisen miteinander zusammenhängen und was daraus für die Wahrheit als Grundproblem der Philosophie folgt. Die ausgewählten Schlüsseltexte stammen aus den Jahren 1974 bis 2000 und sind zum großen Teil bislang noch nie in deutscher Sprache veröffentlicht worden.