In Total Cheops kämpft Fabio Montale noch mit den Widersprüchen seiner Arbeit als Polizist, in Chourmo steigt er aus. In Solea, dem dritten Band der Marseille-Trilogie, kommt er wider Willen einer befreundeten Journalistin zu Hilfe, die monatelang über die südfranzösische Mafia recherchiert hat und jetzt von Killern verfolgt wird. In einem atemberaubenden Finale stößt er an seine Grenzen und geht den Weg, der ihm schon so lange vorgezeichnet ist.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 16.01.2013
Autor/Autorin: Jean-Claude Izzo
Übersetzung: Katarina Grän, Ronald Voullié (aus dem Französischen)
Reihe: Unionsverlag Taschenbücher
Einband: Taschenbuch
Auflage: 1
Verlag: Unionsverlag
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 224
ISBN: 9783293206113
Pressestimmen
»Es liest sich wie die Begleitmusik zur literarischen Melancholie.«
Alexander Remler, Berliner Illustrierte
»Izzo entwickelt mit politisch engagierter Spannung ohne falsches Pathos und mittels atmosphärisch dichten Beschreibungen der französischen Hafenhauptstadt einen vielschichtigen und außergewöhnlichen Krimi. Dem Gefühl der Ohnmacht kann sich der Leser angesichts der Übermacht von Gewalt und Terrorismus nur schwer entziehen.«
Die geheime Heldin aller Romane von Jean-Claude Izzo ist Marseille. Diese Texte erzählen von den Menschen, dem Licht und den Farben der Stadt. Izzo führt durch die Gassen und Kneipen, erzählt von Kräutern und Düften, von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer ewigen Stadt.
Fabio Montale ist ein kleiner Polizist mit Hang zum guten Essen und einem großen Herz für all die verschiedenen Bewohner der Hafenstadt: für die Italiener, die Spanier, die Algerier und auch die Franzosen. Ob einer Polizist wird oder Gangster, das ist reiner biografischer Zufall. Freund bleibt Freund. Deswegen muss Fabio auch handeln, als zwei seiner Gangster-Freunde ermordet werden. Als die beiden gerächt sind, muss er feststellen, dass das Spiel nach Regeln gespielt wird, die mit Ehre nichts zu tun haben. Von Leuten, denen genauso egal ist, ob einer Polizist ist oder Verbrecher.
Als man den Leichnam des Clochards Titi unter der Bank einer Pariser Metrostation findet, zieht dessen einziger Kumpel Rico Bilanz: Sein Leben ist verpfuscht, er ist geschieden, seinen Sohn darf er nicht mehr sehen, die Wohnung hat er verloren. Rico beschließt, aus dem eisigen Pariser Winter abzuhauen, in den Süden.
Die Menschen, denen er auf dieser Reise begegnet, sind vom Leben besiegt worden: Felix, der ständig einen Fußball mit sich herumschleppt und jeden Zeitbegriff verloren hat. Oder die junge Mirjana aus Bosnien, die völlig abgebrannt in einem alten Haus untergeschlüpft ist und ihren Körper verkauft.
In Marseille versucht Rico, Lea wiederzufinden, seine erste Liebe - und schöpft zum ersten Mal wieder Hoffnung.