Sohn ohne Vater

Roman | "Feridun Zaimoglu hat eine Sprache für die Trauer entwickelt, die so existenziell ist, dass sie einen umreißt." SPIEGEL Online
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Inhaltsangabe

»Sohn ohne Vater« erzählt auf mitreißende, eindringliche Weise von einem trauernden Sohn, vom Zusammenhalt einer Familie, der trügerischen Erinnerung und einer Reise in ein fremdes Land – zur Mutter und zum toten Vater.


Es ist früh am Morgen, als die Mutter anruft, um ihm zu sagen, dass sein Vater gestorben ist. Der Erzähler weiß nicht, was er tun soll. Er ist allein in seinem Schmerz. Wer kann ihm helfen, wer ihn trösten? Nach und nach wird ihm klar: Er muss in die Türkei. Er muss zu seiner Mutter, muss sie stützen – und am Grab des Vaters stehen, um sich von ihm verabschieden zu können.

Der Erzähler, ein Schriftsteller aus Kiel, leidet unter Flugangst. Er bittet zwei Freunde, ihn mit dem Wohnmobil mitzunehmen. Gemeinsam planen sie die Reise: über Linz, Szeged und Edirne bis nach Edremit und zurück. Über fünftausend Kilometer. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen, fiebrigen Roadtrips quer durch Europa, der geprägt ist von den flirrenden Erinnerungen an den Vater und seine vielen Leben: an den Ehemann, an den Akkordarbeiter, an den Geschichtenerzähler oder den Siebzigjährigen, dessen gefärbte Koteletten eine ganze Feriensiedlung in Aufruhr versetzen konnten.

Mit seinem neuen Roman stellt sich Feridun Zaimoglu die Frage, wie wir jene erinnern, die uns am nächsten stehen und uns doch manchmal seltsam fremd erscheinen, die uns lieben und prägen, um die wir uns sorgen – und die wir trotz allem irgendwann einmal gehen lassen müssen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.02.2025
  • Autor/Autorin: Feridun Zaimoglu
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 208/135/27 mm
  • Seitenanzahl: 288
  • ISBN: 9783462005882
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Ein rauschhafter Roadtrip als Requiem: der neue Roman des großen Erzählers Feridun Zaimoglu
  • Das eindrückliche Porträt einer schillernden Vaterfigur
Pressestimmen
»In ›Sohn ohne Vater‹ hat Feridun Zaimoglu eine Sprache für die Trauer entwickelt, die so existenziell ist, dass sie einen umreißt.«
Elisa von Hof, SPIEGEL Online, 16. November 2025
»ein fabulöser Roman«
Alexander Solloch, NDR Kultur, 19. August 2025
»Feridun Zaimoglus Roman besticht durch große Fabulierlust und müsste jeden orientalischen Geschichtenerzähler vor Neid erblassen lassen.«
Hamburger Morgenpost, 26. Juli 2025
»Der Reisebericht ist von Erinnerungsbildern durchsetzt, als sei der trauernde Erzähler selbst ein Sterbender, vor dem das Leben im Zeitraffer noch einmal vorbeizieht.«
Ronald Düker, Die Zeit Literatur, 16. April 2025
»Alles wahr, wenn auch auf ganz besondere Art: Feridun Zaimoglus Roman ›Sohn ohne Vater‹ ist ein Fabulierkunstwerk, zusammengehalten vom Handlungsfaden einer phantasmagorischen Trauerreise in den Süden.«
Wolfgang Schneider, FAZ, 14. April 2025
»Zaimoglu [entgeht] einer wohlfeilen Betroffenheit, doch gerade durch ihre expressive Darstellung wirken die großen Gefühle, die in kühnen Bildern benannt werden, tatsächlich aufrichtig.«
Thomas Schaefer, Die Rheinpfalz, 14. April 2025
»[...] eine mitreißende Lektüre mit hohem Identifikationspotenzial, von atemberaubender Trauer, heiterer Melancholie und lustvoller Überzeichnung der Wirklichkeit politische Risiken und Nebenwirkungen inklusive.«
Cornelia Zetzsche, Münchner Feuilleton, 29. März 2025
»Feidrun Zaimoglu hat diesen ureigenen Ton, der sprachliche Verschlingungen und glasklare Beschreibung höchst produktiv zusammenbringt.«
Kölner Stadtanzeiger, 29. März 2025
»Erneut erzählt Zaimoglu sprachgewaltig, doch demütiger als sonst. Denn die abenteuerliche Fahrt bietet Gelegenheiten für große Gedanken - und für kleine.«
tip Berlin, 27. März 2025
»Familienroman, Erinnerungsroman, Roadroman (...) Das alles erzählt Feridun Zaimoglu mittels einer Sprache, auf die er ein ganz ureigenes Patent besitzt.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 18. Februar 2025
»Ein grandioses Stück Literatur.«
Susanne Schramm, Aachener Zeitung, 17. Februar 2025
»So ist das Buch [...] zu einer ergreifenden Liebeserklärung an die Mutter geworden, die nun allein in der Welt steht und den Sohn nicht zurückhält.«
Sigrid Brinkmann, Deutschlandfunk Büchermarkt, 17. Februar 2025
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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