Selbst

Angebot€25,00
Sofort lieferbar
Versandbereit. Lieferung: Do, 08.10. – Fr, 09.10.

Nur noch 3 Stück verfügbar!
Hardcover
✓Versandkostenfrei · 14 Tage Widerrufsrecht
✓Sicher bezahlen – auch auf Rechnung mit Klarna
PayPal Klarna Visa Mastercard Maestro Apple Pay Google Pay
Inhaltsangabe
Eine WG in Frankfurt am Main: Eva (Mode-Redakteurin, Kunsthistorikerin, »Prinzessin«), Genoveva (autodidaktische Sexualwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkte: Autogynophilie und Selfie Culture) und Venus (androgynes Model, Kulturwissenschaftlerin, Forschungsschwerpunkt: die Kolonien deutscher Vormärz-Auswanderer in Texas, insbesondere die Geschichte der nach Bettina von Arnim benannten libertären Kommune am Llano River). Sie schießen Modestrecken auf der Baustelle der EZB, werden Zeuge der polizeilichen Erstürmung des Instituts für Vergleichende Irrelevanz, gehen tanzen im »Robert Johnson« und suchen nach Zärtlichkeit jenseits einer von Freud, Foucault oder Butler als Gefängnis geschilderten Sexualität. Sie sind die Hauptfiguren in einem mal platonischen, mal erotischen Postgender-Liebesreigen, inszeniert von Thomas Meinecke, feministischer Autor, Anhänger weiblichen Schreibens und Schriftsteller-Darsteller im eigenen Roman. »Studieren wir also: die feinen Verästelungen, die sich zwischen Subkultur und Höhenkammartistik, kanonisierter Geschichte und historischer Kolportage ergeben.« Daniel Haas, FAZ
Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.10.2016
  • Autor/Autorin: Thomas Meinecke
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/136/33 mm
  • Seitenanzahl: 472
  • ISBN: 9783518425480
Pressestimmen
»Angesichts eines durchaus zunehmend reaktionären Klimas leistet Meinecke mit Selbst eine wichtige politische wie ästhetische Intervention: aufklärend, zum Nachdenken anregend und nicht zuletzt auch unterhaltend, kurzum: Literatur im besten aller Sinne.«
Uwe Schütte, Wiener Zeitung, 19. März 2017
»Selbst ist eine literarische Ausnahmeerscheinung!«
Jeremias Heppeler, Südkurier, 3. März 2017
»Meinecke wirbelt eben nicht Staub auf, sondern bläst sanft über ihn hinweg. Und selber kann man sich über neu eröffnete Wege und Abwege freuen.«
Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung, 23. Januar 2017
»Selbst ist ein Panoptikum. Die Mischung von Meineckes Sample ist dabei so elektrisch wie der Diskurs ... Das ist eine große kompositorische Leistung.«
Eva Bucher, DIE ZEIT, 12. Januar 2017
»Der Text weist eine Notwendigkeit auf, die dem auf jeder Seite mitschwingenden Hauptthema Geschuldet ist: Der Frage danach, was denn eigentlich Identität sei, woraus sie sich bildet oder gebildet wird und zu welchem Zweck und wie man, falls es sie gibt, mit ihr zurechtkommt.«
Lars Reyer, Jungle World, 24. November 2016
»Ein hochaktueller Text, der von einer Zeit berichtet, in der der Blick aufs Handy-Display zum Moment intimer Sembstvergewisserung werden kann.«
ORF, 19. November 2016
»... eine gewitzte Auseinandersetzung mit komplizierten Diskursen.«
radio q, 25. Oktober 2016
»Bekanntlich ist die Realität eben manchmal aberwitziger als jede Komödie. Und doch wohnt dieser Ironie ein revolutionärer Kern inne, der Meineckes Werk eine ungeheure Schlagkraft verleiht. Dieser Wucht sollte man nicht ausweichen. Sie gehört zum gewaltigsten, was die Gegenwartsliteratur zu bieten hat.«
Björn Hayer, Berliner Zeitung, 15. Oktober 2016
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Thomas Meinecke

Odenwald

€26,00

Amorbach im hinteren Odenwald, vor dem Hotel zur Post, in dem Theodor W. Adorno die Sommerfrische zu verbringen pflegte: Hier findet sich der Romancier Thomas Meinecke mit seinen Romanfiguren zu Forschungszwecken ein. Amorbach, so wird schnell klar, ist auch Adornobach, des exilierten Philosophen Traumort (an den hin er sich selbst von der Küste des Pazifiks häufig träumte). Der Odenwald bleibt nicht ohne Einfluss auf die Recherchen der Romanfiguren, er ist ein Oden- und ein Märchenwald, ein dunkler deutscher Forst, in dem neben Märchenfiguren auch als Räuber umherschweifende, vom regierenden Fürsten enteignete Waldbauern auftreten. Einige von ihnen wurden schon im 19. Jahrhundert nach Texas verfrachtet, so dass der Wilde Westen auch Thomas Meineckes neuem Roman seine Motive einschreibt.

In Odenwald flechten der Schriftsteller-Darsteller Meinecke und seine Hauptfiguren die roten Fäden einer ausgedehnten Recherche zum dekonstruktivistisch-feministischen Diskurszopf: Paul Preciados Rede vor Psychoanalytiker:innen in Paris geht mit gendersprachlich aufregenden mittelalterlichen Texten eine Verbindung ein. Die viel diskutierte Rückkehr der Körper, des Materiellen, des Materialismus wird verhandelt – auch im Privatleben der handelnden Personen. Und über allem liegt die Konzertmusik des 20. Jahrhunderts – das ist dieser Roman Adorno schuldig.

Zum Buch
1 / 7