Sommer, Sonne, Schweden – ›Daddy‹ und seine ›Prinzessin‹ verbringen unbeschwerte Ferientage auf Schloß Gripsholm. Doch der Besuch eines Freundes und ein benachbartes Kinderheim mit rigiden Erzieherinnen stören die sommerliche Leichtigkeit.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 25.04.2006
Autor/Autorin: Kurt Tucholsky
Reihe: detebe
Einband: Taschenbuch
Auflage: 5
Verlag: Diogenes
Sprache: Deutsch
Größe (L/B/H): 180/113/13 mm
Seitenanzahl: 208
ISBN: 9783257235180
Pressestimmen
»Kurt Tucholsky hat seinen Platz im Pantheon der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts.«
Marcel Reich-Ranicki
Herstellerinformationen
Diogenes Verlag AG Sprecherstrasse 8 8032 Zürich CH
»Ich finde es heiter. Denk mal, mein Papa und mein’ Mama sitzen jetzt im Kontor, fahren in der Stadt herum und glauben ihr Töchterchen wohlgeborgen im Schoße der treusorgenden Freundin. Hingegen ...?« Voller Übermut stürzen sich Wolfgang und Claire in ein amouröses Wochenende und genießen ein paar wunderschöne spätsommerliche Tage im märkischen Schlossstädtchen Rheinsberg.
Ein Geschenkband mit Aphorismen, die noch heute durch Weitblick und Scharfsinn überzeugen.
»Denn wo käme man hin, wenn man in sich ginge.« Mit spitzer Feder brachte Kurt Tucholsky, einer der meistgelesenen Schriftsteller und Zeitkritiker der Weimarer Republik, Glossen und Satiren, kabarettistische Szenen, Lyrik und Chansons zu Papier. Gegen das korrupte Spießertum und die Beamtenschaft, gegen bürgerliche Lethargie und die Justiz.
Tucholsky war ein humorvoll-ironischer Polemiker mit einer großen Vorliebe für den Wortwitz. Dabei war dem Humanisten, »der frech war und skrupulös, eine (oft enttäuschte) Menschenliebe heilig«, wie Herbert Riehl-Heyse in der ›Süddeutschen Zeitung‹ schrieb. Seine Aphorismen und Lebensweisheiten, die in dem Bändchen zusammengetragen sind, überzeugen noch heute durch Weitblick und Scharfsinn.
Eine Auswahl der schönsten Gedichte von Kurt Tucholsky, der das Herz am rechten Fleck hatte, und nicht etwa rechts. Der Band versammelt neben den romantischen auch die satirischen Gedichte von Tucholsky. Der Bogen spannt sich von wunderschönen Liebesgedichten mit traurigen Weisheiten wie »Das ist schwer: ein Leben zu zwein / Nur eins ist noch schwerer: einsam sein« und Titeln wie ›Sehnsucht nach der Sehnsucht‹ oder ›Herz mit einem Sprung‹ bis zu den engagierten und politischen Gedichten, in denen Tucholsky sich für Gerechtigkeit und gegen Militarismus und Nationalismus engagierte.
»Es ist ein fremder Hauch auf mir? Was soll das heißen – es ist ein fremder Hauch auf mir? Auf mir ist kein fremder Hauch. Gib mal’n Kuß auf Lottchen …« In dem heiter-maliziösen Tucholsky-Lesebuch beichtet Lottchen einen Geliebten, es werden Ratschläge an einen schlechten Redner erteilt oder final die Frage geklärt, wo die Löcher aus dem Käse herkommen. Was man alles eventuell noch mal gebrauchen kann in diesem Leben und wie es anfühlt, mit einer großen Frau liiert zu sein. Und ein Gratisrezept gegen die Grippe gibt es obendrein. Das alles garniert mit kongenialen Illustrationen von Katrin Stangl. »Natürlich war ich da mit einem Mann. Na, soll ich vielleicht mit einer Krankenschwester ins Theater? Lieber Daddy, das war ganz harmlos, vollkommen harmlos …«
»Glück ist der Zustand, den man nicht spürt, sagt der Weise.« Doch wenn Kurt Tucholsky in der Phantasie seiner Leserinnen und Leser sprachgewaltig einen Walzer zum Erklingen bringt und dazu ein verliebtes junges Paar ausgelassen einen Abhang hinunterwirbeln lässt, wenn er augenzwinkernd beschreibt, wie einer auf Reisen »Frankreich von innen« erkundet und erschöpft, völlig ramponiert und hutlos aus einer Feengrotte kriecht, oder wenn er in seinen absurden »Rezepten gegen Grippe« empfiehlt, Homöopathen »am besten täglich je dreimal eine Fünf-Pfennig-Marke« lecken zu lassen, dann gelingt es ihm auf unnachahmliche Art und Weise, Glücksmomente spürbar zu machen, Lust am Leben zu evozieren und unbändige Heiterkeit zu erzeugen.
»Er war vom ersten Augenblick an ein Publikumsschriftsteller« (Marcel Reich-Ranicki): Kurt Tucholsky (1890-1935), Autor berühmter Liebesgeschichten wie Schloss Gripsholm oder Rheinsberg, engagierter Journalist, Pazifist und Republikverteidiger, Lyriker und Coupletschreiber, zählt immer noch zu den meistgelesenen deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Der vorliegende Band versammelt seine schönsten Texte von »Mutterns Hände« bis »Sonntags im Bett«, von »Kreuzworträtsel mit Gewalt« bis »Saisonbeginn an der Ostsee« – zusammen mit kongenialen Illustrationen von Katrin Stangl.
»Man sollte mal heimlich mitstenographieren, was die Leute so reden. Kein Naturalismus reicht da heran.«
„Es geht nirgends so merkwürdig zu wie auf der Welt“, und kein Detail dieser „Merkwürdigkeiten“ entging Kurt Tucholsky (1890-1935).
Auf unnachahmliche Weise brachte er seine scharfsinnigen Beobachtungen menschlicher Verhaltensweisen und genialen Analysen des gesellschaftlichen und politischen Zustands Deutschlands zur Zeit der Weimarer Republik in all ihrer Absurdität prägnant auf den Punkt. Die mit feiner Ironie gewürzten und von seiner Vorliebe für den spielerischen Umgang mit der Sprache zeugenden Aphorismen und Aperçus erweisen sich dabei als geradezu erschreckend zeitlos.
Hier einige besonders schöne Beispiele:
„Die Verwandtschaft ist eine Plage, die der liebe Gott sonst ganz gesunden Menschen auferlegt hat, damit sie nicht zu übermütig werden!“
„In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten –: das kann mitunter gut gehn.“
„Wenn die Amerikanerin so lieben könnte, wie die Deutsche glaubt, daß die Französin es täte –: dann würde sich die Engländerin schön freun. Sie hätte einen herrlichen Anlaß, sich zu entrüsten.“
„Sehe ich mir die Tagesliteratur an, dann denke ich manchmal: Das haben sich die Schreibmaschinen allein gedichtet.“
„… und was wäre der Mensch ohne Telefon! Ein armes Luder. Was aber ist er mit Telefon? Ein armes Luder.“ (1930)
Dieses Buch ist Teil der Reihe Handreichung zum Gemeinsein– für Liebhaber:innen des boshaften Humors, zum Lesen und Verschenken.
Mit augenzwinkernder Leichtigkeit erzählt Tucholsky in Rheinsberg von den unbeschwerten Urlaubstagen der Verliebten Claire und Wolfgang im Märkischen. Das Glück auf Schloß Gripsholm hingegen erweist sich als Idyll auf Zeit: Daddy und Lydia können dem Alltag nicht entkommen, die Sorgen reisen ihnen hinterher …
Die beiden beliebtesten Erzählungen Tucholskys in einem Band – mit einem Nachwort von Marcel Reich-Ranicki.
Kurt Tucholsky ist vor allem als Großstadtlyriker bekannt, als nüchterner Beobachter des Alltags und politischer Humorist. Dennoch gehören seine Liebesgedichte zu den schönsten der deutschen Literatur. Mit leichter Hand, im freizügigen Ton der zeitgenössischen Chansons oder in zarten, melancholischen Zügen porträtiert er darin die Liebe selbst: Den unendlichen Reichtum des frischen, unverbrauchten Augenblicks und den Schmerz der unvermeidlichen Trennung.
Katja Lange-Müller, Tucholsky-Kennerin und -Liebhaberin, hat die schönsten Gedichte für diesen Band ausgewählt. In einem Nachwort stellt sie Leben und Werk Tucholskys vor.
Dieses Buch ist Teil der Reihe Die schönsten Liebesgedichte im insel taschenbuch.
Ohne Liebe geht es nicht. Nicht im Leben und nicht in der Literatur.
Kurt Tucholsky (1890–1935) ist einem breiteren Publikum vor allem als Satiriker und scharfzüngiger Kritiker seiner Gegenwart bekannt. Auch der Lyriker Tucholsky wird bis heute in erster Linie als Verfasser politischer und zeitkritischer Gedichte wahrgenommen. Gedichte wie Mutterns Hände, Der Graben oder Augen in der Großstadt gehören zum lyrischen Kanon des 20. Jahrhunderts. In den Jahren zwischen 1911 und 1932, bis zu Tucholskys endgültigem Verstummen im schwedischen Exil, entsteht neben seiner »Gebrauchslyrik«, die eng auf das jeweils aktuelle Zeitgeschehen bezogen ist, auch eine Fülle von Großstadt- oder Jahreszeitengedichten, melancholischen Stimmungsbildern, Parodien auf Traditionen und Gattungen oder ironischen Porträts seiner Zeitgenossen. Nicht zuletzt verfaßt er zahlreiche Chansons und Couplets für Revuen und Kabaretts wie Schall und Rauch, Die wilde Bühne, das Kabarett der Komiker, die in den Vertonungen etwa von Friedrich Hollaender oder Rudolf Nelson und vorgetragen von Paul Graetz, Gussy Holl, Claire Waldoff, Rosa Valetti oder Kate Kühl große Popularität erlangt haben. Dieser Band versammelt alle zu Lebzeiten publizierten Gedichte und Chansons in der Fassung der Erstdrucke und präsentiert sie in chronologischer Reihenfolge. Er bietet dem Leser ein umfassendes Bild dieses vielseitigen Lyrikers, der ironisch oder witzig, scharf beobachtend oder melancholisch, in raffinierter Schlichtheit oder im Spiel mit komplexen poetischen Formen nicht weniger wollte als das »Einfache sagen, das Allereinfachste«.