
Sämtliche Gedichte
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Inhaltsangabe
»Längst lebe ich vergessen im Gedicht«, schreibt die aus Nazideutschland vertriebene Dichterin. Nach ihrem Tod rühmt Gottfried Benn sie als »die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte«. Ihre sämtlichen Gedichte sind hier erstmals in einer Leseausgabe in einem Band versammelt — ein einzigartiges poetisches Werk, in aller Vielfalt immer »liebentlang«.
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 17.03.2004
- Autor/Autorin: Else Lasker-Schüler
- Einband: Hardcover
- Auflage: 5
- Verlag: Jüdischer Verlag
- Sprache: Deutsch
- Größe (L/B/H): 148/100/32 mm
- Seitenanzahl: 566
- ISBN: 9783633541966
Herstellerinformationen
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Else Lasker-Schüler
IchundIch
Theben
1923 erschien Else Lasker-Schülers Theben: In diesem einzigartigen Text-Bild-Zyklus der doppelbegabten Künstlerin bilden zehn ihrer Gedichte in faksimilierter Handschrift – darunter »Ein alter Tibetteppich« und »Mein Volk« – mit eigens hierfür von ihr geschaffenen Zeichnungen ein neues, faszinierendes Ganzes, in dessen Zentrum ihr poetisches alter ego, Prinz Jussuf von Theben, steht. Der prächtig gestaltete, großformatige Band stellte auf zehn Doppelseiten jeweils ein Gedicht einem Bild gegenüber. Die Gedichte wurden von Else Lasker-Schüler für den Theben-Band ausgewählt und mit der Hand abgeschrieben. Fünfzig Exemplare der nur in einer Auflage von 250 Stück gedruckten Originalausgabe kolorierte sie eigenhändig, jedes von ihnen wurde so zum Unikat. Ein besonders schönes Exemplar dieser Vorzugsausgabe ist die Vorlage für die hier erstmalig vorliegende Neuausgabe des seltenen Buches, in der die Reproduktion einer Originalausgabe ergänzt wird durch die Transkription der handschriftlichen Gedichte und ein Nachwort der Herausgeberin.
Werke und Briefe. Kritische Ausgabe
»Das Hebräerland« ist das erzählerische Hauptwerk Else Lasker-Schülers aus der Zeit der Emigration. Die Spannung zwischen dem Exil in Zürich und der Hoffnung auf Jerusalem prägt dieses poetische Reisebild, in dem sich die Dichterin mit sensibler Eigenwilligkeit der Vielschichtigkeit des »Landes Israel«, seiner Geschichte, seinen Landschaften, Religionen, Kulturen und Menschen nähert. Neben dem Text und den Zeichnungen der Erstausgabe enthält dieser Band Sacherläuterungen und ein Glossar sowie umfangreiche Entwürfe zum Hebräerland, die hier erstmals aus dem Nachlaß veröffentlicht werden und die - wie bei keinem anderen Werk der Dichterin - Einblick in ihre Schaffensweise geben.
Wir Beide
»Mit mir geht es zu Ende, ich kann nicht mehr lieben«, soll eine der letzten Äußerungen Else Lasker-Schülers vor ihrem Tod gewesen sein. Gerade ihre Liebesgedichte zeigen, wie mutig, wie rücksichtslos die Liebe sein kann. Für die Zeit der Liebe ist es aus mit dem Mittelmaß. Kein Alltag, nirgends. Liebe ist der einzige Beweis für die Einzigartigkeit des einzelnen. Liebe ist für Else Lasker-Schüler das Recht und der Wunsch, jemanden so sehr zu fordern, bis er den Ansprüchen des anderen gleichen beginnt. Die Liebende erschafft sich den Geliebten – und keine hat das so großartig gekonnt wie Else Lasker-Schüler. Ihre Gedichte zeigen uns, wie die Liebe sein kann: von der Einsamkeit des unerwiderten Begehrens bis zu ihrem verschwenderischen Überschwang.
Eva Demski hat für diese Ausgabe 100 Liebesgedichte der »größten Lyrikerin, die Deutschland je hatte« (Gottfried Benn) ausgewählt.»Denk dir ein Wunder aus«
Gesammelte Werke in vier Bänden. Lyrik, Prosa, Schauspiele
Der vorliegende Band vereinigt das lyrische Gesamtwerk der Dichterin: alle Gedichte, die Else Lasker-Schüler zu Lebzeiten veröffentlichte, von der frühesten Sammlung Styx (Berlin 1902) bis zu dem letzten Gedichtband Mein blaues Klavier, der 1943 in Jerusalem erschien.
Dein Herz ist wie die Nacht so hell
Eine der letzten Äußerungen Else Lasker-Schülers vor ihrem Tod soll gewesen sein: »Mit mir geht es zu Ende, ich kann nicht mehr lieben.« Ihr großes lyrisches Werk zeugt davon, wie mutig, wie rücksichtslos, wie unbedingt die Liebe sein kann – und wie die Liebe auch die Kunst. Liebe ist für diese allem Gemäßigten abholde Dichterin das Recht und der Wunsch, jemanden so sehr zu fordern, bis er den Ansprüchen des anderen zu gleichen beginnt. Die Liebende erschafft sich den Geliebten, und keine hat das so groß- und fremdartig gekonnt wie Else Lasker-Schüler. Daraus resultieren zuweilen auch Irritationen, wenn wir das Objekt ihrer Leidenschaft zu kennen glauben – oder gelingt es uns, den Giselheer ihrer wunderbaren und ungestümen, fast gewalttätigen Gedichte mit dem Dr. Gottfried Benn, der uns vor Augen steht, in Übereinstimmung zu bringen? »Ihr kennt ja All’ die Liebe nicht« – die Liebesgedichte Else Lasker-Schülers zeigen uns, wie sie sein kann, die Liebe, von der Einsamkeit unerwiderten Begehrens bis zu ihrem verschwenderischen Überschwang.















