Nach Onkalo

Roman
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Inhaltsangabe

Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem. »Nach Onkalo« zeigt eine Welt am Rand, in der sich die großen Fragen nicht weniger deutlich stellen: was einen zusammenhält und wie man glücklich wird. Matuschek stellt sich diese Fragen nicht, er will nur seinen Alltag meistern. Doch vielleicht befähigt ihn genau das zur Erkenntnis »ob das Leben die Mühe lohnt«.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 01.03.2017
  • Autor/Autorin: Kerstin Preiwuß
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2. Auflage
  • Verlag: Berlin Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 210/128/27 mm
  • Seitenanzahl: 240
  • ISBN: 9783827013149
Darum lohnt sich dieses Buch

Matuschek, ein Held wie aus den besten Filmen von Detlev Buck

Pressestimmen
»Dass der schräge Sonderling letztendlich doch noch die Kurve kriegt, gehört zu den versöhnlichen Wendungen dieses versteckten Entwicklungsromans, den Kerstin Preiwuß still und ruhig inszeniert, mit dem trügerisch poetischen Unterton einer Lyrikerin.«
TITEL Kulturmagazin, 25. Dezember 2017
»Der größte Reiz dieses Buches aber liegt in seinen vielen versteckten Schichten.«
NZZ (CH), 14. August 2017
»Das Buch schiebt sich nicht mit aufdringlichen Diagnosen nach vorne, sondern gewinnt seine Wahrnehmungskraft aus der Dichte seiner Szenen und Sätze. (…). Eine geschickt gesetzte Offenheit bestimmt den Bau des Romans, die in ihrer Schlichtheit manchmal an Kerstin Preiwuß‘ Gedichte erinnert.«
NZZ (CH), 11. August 2017
»Der Reiz dieses Buches liegt in seinen vielen versteckten Schichten.«
Stuttgarter Zeitung, 7. Juli 2017
»Es ist eine Emanzipationsgeschichte, die sie so erzählt, dass wir mitfiebern und mitleiden. Fesselnd ist sie geschrieben, in einer äußerst konzentrierten, dichten, genauen Sprache.«
Dresdner Neueste Nachrichten, 28. Juni 2017
»›Nach Onkalo‹ von Kerstin Preiwuß hat poetischen und psychologischen Tiefgang.«
Rhein-Neckar-Zeitung, 3. Juni 2017
»Kerstin Preiwuß verfügt über die hohe Tugend einer unsentimentalen Menschenfreundlichkeit.«
(A) Falter, 1. Juni 2017
»Wer Literatur der etwas schrägen Art liebt, ist mit diesem äußerst eigenwilligen Roman bestens beraten.«
Freie Presse, 26. Mai 2017
»›Nach Onkalo‹ zeigt mit großer Sympathie und Genauigkeit eine Welt am Rand, in der einer nur den Alltag schaffen will. Gerade in der Reduktion stellen sich all die großen Fragen, die das Menschsein ausmachen. Beide Kritiker sind stark beeindruckt von der Dichte der Erzählung.«
Deutschlandfunk - Das Kritikergespräch, 1. Mai 2017
»In Matuscheks Geschichte wird im Kleinen das Große sichtbar. Preiwuß, 1980 in Lübz geboren, beweist sich als genaue und bei aller erzählerischen Distanz als respekt- bis liebevolle Beobachterin eines abgehängten Menschen, der sich in seiner Sprachlosigkeit und Antriebsschwäche eingenistet hat.«
Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 15. April 2017
»Eine geschickt gesetzte Offenheit bestimmt den Bau des Romans, die in ihrer Schlichtheit manchmal an Kerstin Preiwuß Gedichte erinnert. Der größte Reiz dieses Buches aber liegt in seinen vielen versteckten Schichten.«
Der Tagesspiegel, 12. April 2017
»Es gelingt der Autorin, ihren Nicht-Helden Matuschek so unprätentiös und in gewisser Weise hilflos, aber mit vielen sprachlichen Details und Bildern dem Leser näherzubringen. Und es liegt vor allen Dingen daran, dass es ihr im Kontrast zur Dekonstruktion jeglichen Lebenssinns gelingt, Bildebenen aufzubauen, die tragen.«
fixpoetry.com, 5. April 2017
Herstellerinformationen
Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München
DE

Email: info@piper.de

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»Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, über etwas, das mich betrifft, so sprechen zu können, als ginge es alle etwas an«, erklärt das Ich dieses Textes, »weil ich schon lange in der Welt lebe, in die jetzt alle geraten sind. Ich bin ruhig in diesem Ausnahmezustand. Ich bin beisammen.«

Kerstin Preiwuß, vielfach ausgezeichnete Autorin von Romanen, Gedichten und Essays, legt einen wichtigen Text vor, der Selbstvergewisserung und Sprachkraft auf eindrucksvolle Weise zusammenführt und ein Zeitempfinden in den Blick nimmt, das unsere Gegenwart bestimmt.

»Kerstin Preiwuß verfügt über die hohe Tugend einer unsentimentalen Menschenfreundlichkeit.« ― Falter (A) über Nach Onkalo

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