
Teil der Reihe: Suhrkamp BasisBibliothek (Band 111)
Mutmassungen über Jakob
Inhaltsangabe
Produktdetails
- Erscheinungsdatum: 07.01.2027
- Autor/Autorin: Uwe Johnson
- Reihe: Suhrkamp BasisBibliothek, Teil 111
- Einband: Taschenbuch
- Auflage: 1. Originalausgabe
- Verlag: Suhrkamp
- Sprache: Deutsch
- Seitenanzahl: 360
- ISBN: 9783518189115
»... die Werkausgabe Johnsons, die in diesem Frühjahr mit dem ersten Band, den Mutmassungen über Jakob gestartet ist, hat den Anstoß gegeben, Johnson wieder zu lesen und diesen ganz speziellen Kosmos wieder zu entdecken, der seine Werke ausmacht.«
»Dieses Buch ... heute noch einmal zu lesen ist eine Offenbarung.«
»Sehr modern, sehr ergreifend, zeitlos.«
»Dieses Buch jetzt abermals zu lesen ist noch immer, und wieder, eine Offenbarung. ... Am besten liest man es in der historisch-kritischen Ausgabe ..., die nur wenige Wünsche offen lässt.«
»Er [Der Roman] steht auf der Grenze zwischen zwei Staaten und zwei Machtblöcken, aber er betont auch die Linie zwischen Vergangenheit und erinnernder Gegenwart. Mit formalästhetischer Radikalität und gedanklicher Schärfe hat Uwe Johnson ... die Frage nach der objektiven Verlässlichkeit der Erinnerung gestellt - und damit zugleich auch ein erkenntniskritisches Gegenprogramm zur ›Blechtrommel‹ geschrieben.«
»Ein Schreiben, das für heute relevanter sein könnte, lässt sich kaum vorstellen. ... Sein Werk zeigt, dass es möglich ist, sich zu erinnern, ohne nostalgisch zu werden, sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen, ohne diese im Nachhinein zu verklären, und zu neuen Ufern aufzubrechen, ohne diese zum Heilsversprechen zu überhöhen.«
»Uwe Johnsons Debütroman ›Mutmassungen über Jakob‹ war die aufsehenerregende Neuerscheinung des Suhrkamp Verlags zur Frankfurter Buchmesse 1959 ... eine[r] der großen Romane des 20. Jahrhunderts, [ein] moderne[r] Klassiker, der auch am Beginn des 21. Jahrhunderts nichts an Aktualität verloren hat.«
»Hier ist nun also die Chance, einem jungen Schriftsteller neu zu begegnen, der seinen Kosmos von Anfang an genau kartiert.«
Herstellerinformationen
Torstr. 44
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DE
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Tel: +49 30 740 744 0

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Zwei Ansichten
Die Veränderung von Lebensverhältnissen durch Trennung beschreibt der Erzähler der beiden Deutschland in dieser Geschichte. Der westdeutsche Fotograf B. und die ostdeutsche Krankenschwester D. treffen einander in Berlin, verbringen ein paar Nächte zusammen – und werden durch die Mauer getrennt. Diese Grenze wird zum Agens der Handlung. Es ereignet sich das Merkwürdige, daß beide sich eigentlich erst durch und nach dem Bau der Mauer auf unbeabsichtigte Weise aufeinander zu bewegen.
Ingrid Babendererde
Eine Reifeprüfung besonderer Art haben die beiden Hauptprotagonisten in Uwe Johnsons erstem Roman, der erst nach seinem Tode veröffentlicht wurde, abzulegen: Klaus Niebuhr und Ingrid Babendererde müssen sich nicht nur auf die schulische Reifeprüfung vorbereiten, sondern sich auch zu der Kampagne der staatlichen Institutionen der DDR gegen die evangelische »Junge Gemeinde« verhalten. Ingrid Babendererde soll auf einer Schulversammlung, gegen die Wahrheit, die Mitglieder der »Jungen Gemeinde« denunzieren. Sie nutzt ihre Rede jedoch dazu, die »Junge Gemeinde« unter Hinweis auf die Verfassung der DDR zu verteidigen und den Direktor der Schule wegen seines Vorgehens zu kritisieren, und wird aus der Schule ausgeschlossen. Daraufhin entschließt sich das »Paar«, in den Westen zu gehen, in eine »Lebensweise«, die sie »für die falsche erachten«. Ingrid Babendererde weist bereits alle Merkmale auf, die für das Werk von Uwe Johnson charakteristisch sind: die distanzierte und zugleich einfühlend-liebevolle Art, in der der Erzähler mit seinen Personen umgeht, die eigensinnige Sprache, die den Eigensinn der Personen und ihrer Handlungen in den Anfangsjahren der DDR wiedergibt.
Eine Reise nach Klagenfurt
"In Klagenfurt hat Ingeborg Bachmann ihre Kindheit erlebt; ist diese Zeit noch zu finden in der Stadt von heute? Danach zog sie vor, zu leben in Rom und anderswo; was für Einladungen bietet Klagenfurt? Briefliche, autobiographische und andere Zitate Ingeborg Bachmanns lösen die Recherchen Uwe Johnsons aus, das Zusammenspiel beider Elemente illustriert die Spannung zwischen den beiden Orten. In Rom starb Ingeborg Bachmann am 17. Oktober 1973; in Klagenfurt ist sie begraben."
Briefwechsel mit den Leipziger Freunden. 1955-1984
Während Johnson und der Sprachwissenschaftler Klaus Baumgärtner der DDR den Rücken kehrten, blieben der Sprachwissenschaftler Manfred Bierwisch, der Musikwissenschaftler Eberhardt Klemm und der Kunsthistoriker Joachim Menzhausen und wurden – ebenso wie ihre Freunde im Westen – zu Koryphäen ihrer Fächer. Sie alle kommen hier zu Wort und tauschen sich über ihre beruflichen Belange und die politischen Zeitläufte ebenso aus wie über ihre Freundschaft, ihre Reise- und Lektüreerlebnisse, ihr Leben.

















