Muslimisch-jüdisches Abendbrot

Das Miteinander in Zeiten der Polarisierung | Inspirierende Geschichten eines muslimisch-jüdisches Ehepaars
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Inhaltsangabe

Die Welt ist aus den Fugen. Juden, Muslime, Deutsche, Einwanderer stehen einander in neuer Unversöhnlichkeit gegenüber. Was hilft? Reden, um Vorurteile und Hass abzubauen.

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein: Saba-Nur Cheemas Familie kommt aus Pakistan, sie selbst ist in einem Frankfurter Brennpunktviertel aufgewachsen, geprägt vom konservativ-muslimischen Gemeindeleben. Meron Mendel ist in Israel geboren und in einem Kibbuz mitten in der Wüste aufgewachsen, geprägt vom Militärdienst im Westjordanland und im Libanon, bevor er zum Studium nach Deutschland kam.

Als Paar blicken sie nun gemeinsam auf die sich immer weiter polarisierende Welt und sprechen darüber. Ihr Buch beginnt an ihrem Abendbrottisch, an dem sie sich über den Alltag in Frankfurt Gedanken machen und über die großen Fragen der Zeit – und wie alles miteinander zusammenhängt. Dabei stellt sich heraus, wie erhellend der Blick des jeweils anderen sein kann und wie viele Gemeinsamkeiten es in der vermeintlichen Differenz gibt.

In ihren Essays, die persönlich und politisch zugleich sind, geht es um Küchenschubladen, Kindererziehung und Kolonialismus. Um Identitätspolitik, den Nahostkonflikt, Ramadan-Beleuchtung in der Innenstadt und Weihnachtsbäume. Ihr Buch ist eine Analyse unserer Gegenwart, ein Plädoyer für Offenheit auch in schwierigen Zeiten – und eine Einladung, miteinander zu reden.


Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 05.09.2024
  • Autor/Autorin: Saba-Nur Cheema,Meron Mendel
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 3. Auflage
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Sprache: Deutsch
  • Seitenanzahl: 208
  • ISBN: 9783462007428
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Eine Muslima und ein Jude schreiben über Polarisierung und darüber, was man dagegen tun kann: ein Buch, das Hoffnung macht.
  • Meron Mendels Buch »Über Israel reden« stand lange auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und war für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.
  • Auf Basis der beliebten gleichnamigen FAZ-Kolumne
Pressestimmen
»Cheema und Mendel [erzählen] ohne Empörung, ohne Wut, sondern mit Witz und Ironie. Ihr Erzählungen sind persönlich und politisch ‒ und dabei immer voller Zuversicht.«
Isolde Ruhdorfer, Krautreporter, 5. Dezember 2024
»Die Themen gehen weit über das Familiäre hinaus: Die Texte handeln vom Umgang mit Rechtsradikalen, thematisieren die Debatte um die Identitätspolitik bis hin zur Frage, wie im Judentum und im Islam mit dem Sterben umgegangen wird.«
Hans Stallmach, NDR Kultur, 25. Oktober 2024
»Ihre Kolumnen verknüpfen die kleinen mit den großen Fragen, das Private mit der Politik, ergründen, weshalb es immer schwieriger wird, miteinander ins Gespräch zu kommen.«
Philip Reichardt, Donna, 10. September 2024
Herstellerinformationen
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Die Empörungsfalle

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Unsere Zeit ist geprägt von permanenter Aufgeregtheit und reflexhafter Empörung. Statt sachlichem Austausch dominieren verhärtete Fronten und ideologische Echokammern, wodurch der öffentliche Diskurs seine demokratische Funktion verliert.
Saba-Nur Cheema und Meron Mendel bringen seit Jahren Menschen mit grundverschiedenen Ansichten ins Gespräch. Ihre Erfahrung zeigt: Nicht die Kontroverse ist das Problem unserer Gegenwart, sondern eine übersteigerte gesellschaftliche Sensibilisierung, die jede Differenz als Gefahr oder Verletzung erfährt. Boykottaufrufe, die Forderung nach Safe Spaces in öffentlichen Räumen und die Politisierung von Gefühlen verunmöglichen eine produktive Auseinandersetzung und untergraben das demokratische Miteinander. Die Empörungsfalle zeigt eindrücklich, wie eine widerstandsfähige Debattenpraxis möglich bleibt – eine Kultur, die Konflikte aushält, Ambivalenzen zulässt und das Gegenüber als mündigen Gesprächspartner ernst nimmt.

Ihr Buch ist ein Appell, die Öffentlichkeit nicht den Lautesten oder Empörtesten zu überlassen, sondern sie durch echten Austausch neu zu beleben.


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