»Mit dem Vertrauen, daß wir einander nicht verloren gehen können«

Briefwechsel mit seinen Söhnen Bruno und Heiner
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Inhaltsangabe

Es ist nicht leicht, Sohn eines berühmten Vaters zu sein. Zumal wenn der Vater häufig abwesend ist und dann auch noch die Familie zerbricht. Wie es Hermann Hesse und seinen Söhnen Bruno und Heiner »trotz allem Schwierigen« gelungen ist, eine liebevolle, lebenslange Beziehung aufzubauen – davon erzählt dieser Briefwechsel, der fast 300, bislang unveröffentlichte Briefe enthält.

Die hier wiedergegebene Korrespondenz setzt Anfang 1920 ein. Zwei Jahre zuvor hatte Hesses erste Frau und die Mutter seiner Kinder, Mia Hesse-Bernoulli, einen psychischen Zusammenbruch und wurde in eine Klinik eingewiesen. In der Folge sah er sich gezwungen, seine Söhne in Obhut zu geben: Der 14-jährige Bruno kam als Pflegesohn zu einem befreundeten Ehepaar, der vier Jahre jüngere Heiner erlebte eine Odyssee durch Kinderheime und Schulinternate.

Hesse ist bemüht, trotz der räumlichen Trennung die Entwicklung seiner Söhne mit Rat und Tat zu begleiten. Er geht voller Verständnis auf die Probleme und Lebensentwürfe der beiden Heranwachsenden ein, immer individuell und auf Brunos und Heiners Temperament und Charakter zugeschnitten. In seinen Briefen bestärkt er sie, ihren eigenen Weg zu gehen, und ermuntert sie, die eigenen Anlagen, die sie in sich tragen, weiterzuentwickeln. Dass nicht nur er ihnen hilft, ihren Platz im Leben zu finden, sondern auch sie ihm über die Jahre helfen, sich in seiner Rolle als Vater zurechtzufinden, dokumentiert der Briefwechsel auf ebenso unterhaltsame wie erhellende Weise.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 16.12.2019
  • Autor/Autorin: Hermann Hesse
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/146/30 mm
  • Seitenanzahl: 360
  • ISBN: 9783518429051
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Erstmals veröffentlicht: Hermann Hesses Briefwechsel mit seinen Söhnen Bruno und Heiner
  • Fast 300 bislang unveröffentlichte Schreiben, die neue Facetten des Schriftstellers zeigen
  • Eine biographische und zeitgeschichtliche Quelle ersten Ranges sowie eine ebenso fesselnde wie kurzweilige Lektüre
Pressestimmen
»Ein dramatischer Familiendiskurs über die Grundfragen der Zeit, zu dessen moralischer Größe auf allen Seiten gehört, dass er – obwohl die Gefahr mehrfach bestand – von keiner Seite aufgekündigt wurde.«
Gunnar Decker, neues deutschland, 10. März 2020
»... ein weiteres Mosaikteil seines von der Literaturwissenschaft so exzellent erschlossenen Lebens.«
Welf Grombacher, Märkische Oderzeitung, 20. Januar 2019
»Der Briefwechsel Mit dem Vertrauen, dass wir einander nicht verloren gehen können zeigt, wie sich zwischen diesen dreien dennoch, schreibend, ein ungewöhnlich enges Band festigte – und dass es immer mehr als einen guten Weg gibt.«
stern, 2. Januar 2019
»Mit dem Vertrauen, daß wir einander nicht verloren gehen können wirft ein interessantes Licht auf einen von Deutschlands bedeutendsten Dichtern, der sich mit Spiritualität, indischer Weisheitslehre und christlicher Mystik auseinandersetzte und damit auch zu einem der geistigen Väter der Hippie-Bewegung wurde.«
Fantasia
»Hesse, ein Leben lang mit Briefen geradezu überschüttet, war ein begnadeter und enorm fleißiger Briefschreiber, und wenngleich man die gesamte, unfassbar umfangreiche Korrespondenz zwischen Buchdeckeln nie finden wird, so erhält sie in den vielen bisher edierten Sammlungen und Briefwechseln immerhin den Platz, der ihr gebührt.«
Klaus Bellin, Lesart
»Es sind vor allem Tagebücher und Briefe, die uns – von den Schreibern oftmals nicht beabsichtigt – Einblicke in das wechselvolle Alltagsleben einer Person oder Familie gestatten. Der mehr als vier Jahrzehnte umspannende Briefwechsel zwischen Hermann Hesse und seinen drei Söhnen Bruno, Heiner und Martin vereint immerhin mehr als zweitausend Schreiben – da lässt sich ein durchaus komplexes Bild zeichnen.«
Mathias Iven, Hermann-Hesse-Jahrbuch
»Dieser Band, der die sehr private Korrespondenz Hesses mit seinen beiden älteren Söhnen zugänglich macht und neben dem Dichterbild endlich auch das Bild des Privatmanns Hesse schärft, ist wichtig. Er zeigt eindrücklich, wie genau Hesse die Geschehnisse seiner Zeit beobachtet und diese auch explizit … kommentiert, sowie immer wieder politisch klar Stellung bezieht.«
Carina Gröner, literaturkritik.de
»Zweifellos gehört Hermann Hesse zu den großen deutschsprachigen Briefschreibern des letzten Jahrhunderts ...«
Rainer Gerlach, Peter Weiss Jahrbuch
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Selbstbestimmung statt Anpassung, Eigensinn statt Unterordnung – das ist der rote Faden, der sich durch alle Schriften Hermann Hesses zieht. Einmalig und unverwechselbar ist für ihn jedes Menschen Veranlagung. Sie zu entdecken, zu entfalten, auch gegen den Widerstand der Umwelt zu behaupten, ermutigt jedes seiner Werke. Nur wer das, was ihn ausmacht, motiviert und gerne praktiziert, ist geschützt vor Sinnkrisen.

Der vorliegende Band versammelt die zu diesem Thema hilfreichsten Schriften und belegt Hesses Erfahrung: »Ich habe meinen Glauben stets auf den Einzelnen gebaut, denn nur der Einzelne ist erziehbar und verbesserungsfähig, und nach meiner Erfahrung war und ist es stets die kleine Elite von gutwilligen, opferfähigen und tapferen Menschen gewesen, die das Gute in der Welt bewahrt hat.«

Dieser Band ist eine unnummerierte Sonderausgabe der Insel-Bücherei und textidentisch mit IB 2511.

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