Leute von früher

Roman | Eine Liebe auf der Insel Strand im nordfriesischen Wattenmeer
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Inhaltsangabe

»Ein zärtlich-böser Roman über das Jungsein, über die Faszination des Alten und unsere Hilflosigkeit, wenn die Geschichte uns tatsächlich einholt.« Antje Rávik Strubel

Marlene hat gerade ihr Studium beendet und fängt als Verkäuferin in einem Erlebnisdorf an, in dem alles so ist wie um 1900 – Brauchtum, Handwerk, Kleidung. Die aufwändige Inszenierung wird von zahlreichen Saisonkräften aufrechterhalten, die jenseits der »Kostümgrenze« in einfachen Baracken wohnen. Bald lernt Marlene Janne kennen, die hier aufgewachsen ist, und fühlt sich ungewohnt stark zu ihr hingezogen. Doch nicht nur die Gefühle für sie, auch die Insel selbst scheint Marlenes Wahrnehmung zu verändern. Im Watt erinnern die Überreste der versunkenen Stadt Rungholt ständig daran, welches Unheil durch den steigenden Meeresspiegel droht. Je näher sie und Janne sich kommen, desto deutlicher spürt Marlene, dass Janne ein Geheimnis hat, das weit in die Vergangenheit der Insel reicht. Und sie ist nicht die Einzige. Immer öfter beobachtet Marlene merkwürdige Vorfälle, bis sie schließlich einen Zusammenhang erahnt.

Strand war eine Insel in der Nordsee, von der heute nur Pellworm und Nordstrand übrig sind. Leute von früher erzählt vom Bewahren und Verschwinden, von Abschied und Neubeginn. Von alten Legenden und moderner Lohnarbeit, vom Verliebtsein und von der Suche nach einem Platz im Leben. Humorvoll, klug und mit großer Wärme.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.04.2024
  • Autor/Autorin: Kristin Höller
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1. Originalausgabe
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 214/136/28 mm
  • Seitenanzahl: 316
  • ISBN: 9783518474006
Pressestimmen
»[Ein] fein gewobener und fesselnder Roman.«
Dieter Kaltwasser, Titel Kulturmagazin, 13. September 2024
»Mit ihrem zweiten Roman Leute von früher gelingt Kristin Höller ein eigenwilliges, hervorragend zu lesendes und vielstimmiges Buch voller Kulissen und Risse in den Fassaden, die auch schon das grandios gestaltete Cover vorwegnimmt.«
Marius Müller, buch-haltung.com, 4. Juni 2024
»Scheinbar mühelos verknüpft sie in der vielschichtigen Erzählung die diffuse Lebenskrise ihrer Protagonistin mit dem Schicksal einer Landschaft und ihrer Bewohner.«
Eva-Christina Meier, wochentaz, 3. Mai 2024
»Im Roman Leute von früher verschaltet Kristin Höller eine queere Liebe mit Magie und dem Grusel des Klimawandels ... Höller beherrscht all die Genres und arbeitet beneidenswert sauber ...«
Thomas Studer, ZEIT ONLINE, 24. April 2024
»[Die] Haupt- und Nebenfiguren [des Romans] mit ihren Lieben, Sorgen und Sehnsüchten sind fesselnd ... Und das Erlebnisdorf, das Höller sich ausdenkt, ist sowieso eine ausgezeichnete Erzählidee – mit Großmarktgemüse im Weidenkörbchen, versteckten Lichtschaltern, Angestellten, die heimlich im ›historischen‹ Hinterhof rauchen, steckt es voller lustiger, absurder Geschichten.«
Sabine Rohlf, Berliner Zeitung, 21. April 2024
»[Dieses] phantastische Buch [ist] eine poetische Intervention gegen das allzu Konkrete, eine Suche nach dem vielmehr Unergründlichen.«
Jan Drees, Deutschlandfunk Büchermarkt, 16. April 2024
»[D]er neue Roman von Kristin Höller [ist] eine Reise in die Vergangenheit im doppelten Sinn: Nicht nur ihre Hauptfigur Marlene reist zurück in der Zeit – wir Leserinnen und Leser entdecken mit ihr eine längst vergangene Welt.«
Christoph Amend, DIE ZEIT, 12. April 2024
»Der Roman ist ein packendes Accelerando.«
Rainer Glas, lesenswert
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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Es beginnt wie ein Roadmovie. Im gemieteten Transporter fahren Martin und sein bester Freund Noah über die Autobahn. Auf der Ladefläche der Speer der bronzenen Athene vom Münchner Königsplatz, Trophäe einer rauschhaften Sommernacht. Sechs Stunden später sind sie zurück an den Orten ihrer Kindheit: Die Spielstraßen, die Fenchelfelder, die Kiesgrube haben sie vor Jahren hinter sich gelassen. Auch Mugo ist zurück, die kluge, wütende Mugo, die immer vom Ausbruch aus der Provinz geträumt und Martin damit angesteckt hat. Sie wollte raus aus der Kleinstadt, aus dem Plattenbau mit Blick auf Einfamilienhäuser und Carports. Nun arbeitet sie an der Tankstelle am Ortseingang und will nichts mehr von Martin wissen. Sogar Noah wird ihm in der vertrauten Umgebung immer fremder. Auf sich allein gestellt, ist Martin gezwungen, das Verhältnis zur eigenen Herkunft zu überdenken.

Einfühlsam und mit Witz erzählt Kristin Höller in ihrem Romandebüt vom Erwachsenwerden: von der Verwundbarkeit, der Neugierde, der Liebe und der Wut, von großen Plänen und den Sackgassen, in denen sie oftmals enden. Sie erzählt von der Entschlossenheit der Mütter und dem Erwartungsdruck der Väter, vom Ende einer Freundschaft und der Schönheit von Regionalbahnhöfen. Existenziell, tröstlich, hinreißend.

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