In seinen klugen, poetischen Essays beschäftigt sich Günter de Bruyn u.a. mit Autoren wie E.T.A. Hoffmann, Jean Paul oder Thomas Mann – und mit sich selbst: dem eigenen Lesen und Schreiben. Stets gibt sich de Bruyn nicht als Wissenschaftler, sondern als Literaturliebhaber, der seine Leser mit farbigen Nacherzählungen und Leseeindrücken zu fesseln weiß. Eine Sammlung von Lesefreuden, die einen tiefen Einblick in den Reichtum der deutschsprachigen Literatur gibt.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 01.11.1995
Autor/Autorin: Günter de Bruyn
Einband: Taschenbuch
Auflage: 4. Auflage
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 336
ISBN: 9783596116379
Herstellerinformationen
S. Fischer Verlag GmbH Hedderichstraße 114 60596 Frankfurt am Main DE
Günter de Bruyn stellt die Geschichte von Tristan und Isolde, dem klassischen Liebespaar der mittelhochdeutschen Literatur, in einer poetischen Nacherzählung vor. Es ist die Geschichte von Tristan, der für König Marke nach Irland fährt und zahlreiche Abenteuer und Kämpfe zu bestehen hat, und von Isolde, um die er für König Marke werben muß und die Tristan liebt und von ihm wiedergelicbt wird, obwohl sie König Markes Frau wird. Tristan und Isolde, von Gottfried von Straßburg im 13. Jahrhundert besungen, von Richard Wagner zu Opernhelden gekürt, waren das erste Paar in der deutschen Literaturgeschichte, das im Namen einer höheren Moral gegen die Gesetze der höfischen Gesellschaft verstieß. Günter de Bruyn erzählt ihre Geschichte, die auf alte Sagen zurückgeht, auf der Grundlage des unvollendeten Versepos von Gottfried von Straßburg (gest. 1210) und der zwanzig Jahre nach Gottfrieds Tod durch Ulrich von Thürheim ergänzten Textfassung.
Eines der schönsten Märchen der Romantik – neu erzählt von Günter de Bruyn
Undine sehnt sich danach, zu lieben und geliebt zu werden. Ihr Wunsch geht in Erfüllung, als sie einen Ritter trifft. Aber ist auf die Liebe auch Verlass? Wie die Nixen und Nymphen gehört Undine zu den zahlreichen Wassergeistern und Wasserfrauen der Weltliteratur. Berühmt wurde sie durch das gleichnamige Märchen von Friedrich de la Motte Fouqué aus dem Jahr 1811. Günter de Bruyn erzählt das Märchen neu und konzentriert sich in seiner klaren, meisterhaften Prosa auf das Wesentliche dieses klassischen, zuletzt von dem Regisseur Christian Petzold erfolgreich verfilmten Stoffs: die bewegende Geschichte von Liebe, Treue und Verrat. Mit dem Originaltext des Märchens von Friedrich de la Motte Fouqué im Anhang. In der Taschenbuchausgabe ohne die Illustrationen von Jörg Hülsmann.
Wittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Geflüchtete verbinden. Die Monate vergehen. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Das große Fest rückt immer näher. Der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ... Eine bewegende Geschichte über den Wert unserer Erinnerung, über das Leiden an der Politik und eine fremd gewordene Zeit.
Günter de Bruyns letztes abgeschlossenes Werk führt ins historische Berlin der Gründerzeit und in die Landschaft des Spreewalds. Es ist die verblüffende Nacherzählung des Romans »Die Mittagsgöttin« von Wilhelm Bölsche aus dem Jahr 1891. Meisterhaft beschwört Günter de Bruyn die Atmosphäre einer Epoche zwischen Aufklärung und Geisterglaube, Fortschritt und Spiritismus. Er erzählt von Liebe, Verrat und der Aufdeckung eines großen Schwindels. Und je stimmungsvoller de Bruyn in die Vergangenheit eintaucht, desto mehr beschleicht einen das Gefühl, dass das Buch auch vom Verschwörungsunsinn unserer Gegenwart handelt.
Vom Leben in zwei Diktaturen – Günter de Bruyns große Autobiographie erstmals in einem Band
Skeptisch und gelassen erzählt Günter de Bruyn in diesem Doppelband sein Leben. »Zwischenbilanz« reicht von de Bruyns Kindheit am Ende der Weimarer Republik über die Erfahrung des Nationalsozialismus bis zu den Anfängen der DDR. »Vierzig Jahre« widmet sich den Jahrzehnten in der DDR bis zum Fall der Mauer. Selten wurde so offen, so uneitel und gewissenhaft vom Leben in beiden deutschen Diktaturen erzählt. Eine der großen Autobiographien des 20. Jahrhunderts.