Lebewohl, Gute Reise

Ein dramatisches Poem
Angebot€14,99
Ausverkauft
Nicht lieferbar
Aktuell nicht verfügbar.

HardcoverTaschenbuch

Benachrichtigung aktivieren

Wir informieren Sie per E-Mail, sobald dieses Produkt wieder verfügbar ist.

Inhaltsangabe

»Lebewohl, gute Reise« lautete der Titel eines Liedes, mit dem die Comedian Harmonists im Deutschland des anbrechenden Faschismus von der Bühne abtraten. In Gertrud Leuteneggers bedeutendem dramatischen Poem wird dieses Lied zum Auftakt einer Reise in eine Totenwelt und zugleich in die Welt einer nochmals erwachenden Geschichte, in der die Weichen erst gestellt werden.
Das ›Ich‹ des Stückes erwacht maskiert im Sarg, findet sich in einem grellen Universum der Gegenwart. Aus aller Ich-Befangenheit und Selbstverstrickung gelöst, ist das Subjekt in eine Welt versetzt, in der die Mythen uneingeschränkt Geltung besitzen. Ein Imaginationsraum, in dem Traumwirklichkeit und überlieferte Heldengeschichte kollidieren, wird zur konkreten Szenerie. Mythische Bezüge treten hervor, die nicht mehr die unseren zu sein scheinen, jedenfalls außerhalb des normierten Bildungshorizontes liegen, aber (auch deshalb) eine geradezu unheimliche Präsenz bewahrt haben. Ein frühgeschichtlicher Mythos über menschliche Unsterblichkeit und Naturverfallenheit wird zur tragenden Fabel des Stückes.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 08.05.1980
  • Autor/Autorin: Gertrud Leutenegger
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 246/168/19 mm
  • Seitenanzahl: 113
  • ISBN: 9783518035382
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

Weitere Bücher von Gertrud Leutenegger

Späte Gäste

€22,00

Ein Dorf nahe der italienischen Grenze. Spät am Abend ist die Erzählerin nach einer Todesnachricht dort eingetroffen. Orion ist gestorben, mit dem sie viele Jahre ihres Lebens geteilt hat, ehe sie mit dem Kind die Flucht ergriff. Sie will die Nacht vor der Totenmesse im Wirtshaus am Waldrand zubringen, einer ehemals herrschaftlichen Villa. Doch diese ist wie ausgestorben, der sizilianische Wirt verreist, die Wirtschafterin wie jedes Jahr zur Fasnacht im Ort jenseits der Grenze, wo sich die Dorfbewohner als »Schöne und Hässliche« verkleiden. Zwar findet sie Zuflucht im unverschlossenen Gartensaal, wo sie früher oft zusammengesessen haben. Doch aufgestört von beunruhigenden Berichten aus dem benachbarten Tal, bedrängt von Erinnerungen an Orion und von Bildern aus der Kindheit, gerät die Erzählerin in einen zwischen Nachtwache und Schlaf oszillierenden Zustand. Nicht nur Szenen aus der Vergangenheit suchen sie heim, gegen Morgen tauchen auch maskierte Gestalten auf, die sie zugleich erschrecken und anziehen.

Auswandern und Vertriebensein, Verlust und Wiedergewinn, Trauer und das Irrlichtern während der Fasnachtszeit verbinden sich in Gertrud Leuteneggers Roman zu einer traumwandlerischen Gegenwart, »als würde alles, ein wenig nur von der Wirklichkeit verrückt, noch einmal neu gesehen werden können« Ulrich Rüdenauer, Der Tagesspiegel.

Zum Buch
1 / 4