Kurzes Buch über Tobias

Roman
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Inhaltsangabe

»Jede Biografie ist ein Evangelium«

Kurzes Buch über Tobias beschreibt in achtundvierzig Kapiteln das Leben des Schriftstellers, Pfarrers und Televangelisten Tobias Becker. Er wuchs in Niedersachsen auf und lebt in Berlin, spielt gern Tischtennis und will das Gute. Auf einer Reise nach Belgrad verliebt er sich in einen Mann namens Tobias und bekehrt sich zu Gott. Er wird Zeuge, wie Menschen zu Hasen werden, sich Liebe in Hass verwandelt und ein Flugzeug in den Alpen verbrennt. Wie viele Männer wähnt er einen Messias in sich. In Tobias Beckers Welt ist alles unausweichlich miteinander verwoben: Familie, Glauben, Subjekt und Gewalt. Es ist eine Welt voller Alpträume und Wunder.

Jakob Noltes neuer Roman ist eine moderne Heiligenerzählung, ein mystisches Rätsel. Er handelt von der Einsamkeit in der Heimat und der Verlorenheit in den Städten, von Allmacht und großer Unsicherheit, Spiritualität und dem Internet, der Sehnsucht nach Zugehörigkeit und dem Streben nach Sinn. Er wirft alle Vorstellungen von biografischem oder autofiktionalem Schreiben über den Haufen und lotet auf einzigartige Weise den Reichtum der Literatur aus: Erzählen voller Witz und Wissen, voller Romantik, Traurigkeit und funkelndem Humor.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 17.02.2021
  • Autor/Autorin: Jakob Nolte
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Suhrkamp
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 204/128/26 mm
  • Seitenanzahl: 231
  • ISBN: 9783518429792
Darum lohnt sich dieses Buch

Zwischen Wahnsinn und Hoffnung, Verzweiflung und Glaube

Pressestimmen
»Sprunghaft, absurd und sehr lustig.«
Julia Hubernagel, taz am wochenende, 12. Dezember 2021
»Tobias durchschaut die schalen Bedeutungsmechanismen des Kulturbetriebs und wählt einen ironischen Ausweg: Er wird Prediger und bekennt sich zu Gott. Doch selbst das will nicht richtig funktionieren. Was ist also die Lösung? Die Flucht in den lakonischen Witz. Und genau das realisiert dieser Roman auf grandiose Art.«
Tomasz Kurianowicz, Berliner Zeitung, 18. April 2021
»Die Medialisierung macht jede Radikalität unmöglich, Tobias ist gefangen in der Hölle der Selbstoptimierung: Je erfolgreicher er wird, ... desto größer ist auch seine Passivität. Von diesem Dilemma könnte ein konventionell aufgebauter Roman nur berichten ...«
Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung, 9. April 2021
»Am Ende überkommt einen vor allem das Bedürfnis, das Buch auseinanderzunehmen und die Kapitel neu zu sortieren ... [dann jedoch] kommt der Verdacht auf, dass Nolte technisch so genial ist, dass die Reihenfolge der Kapitel keine Rolle spielt.«
Tobias Langley-Hunt, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14. März 2021
»Kein Referenzrahmen vermag das Werk zu bändigen ...«
Lars Fleischmann, neues deutschland, 13. März 2021
»Der Anspielungswahnsinn dieses Romans kann einen ganzen Freundeskreis unterhalten. Kurzes Buch über Tobias ist voller leuchtender Sätze. Festhalten lässt sich dieses Flimmern eines dunklen Kristalls nicht.«
Anna-Lisa Dieter, DIE ZEIT, 11. März 2021
»Kurzes Buch über Tobias zeigt, dass innovatives Erzählen nicht anstrengend sein muss – sondern verdammt viel Spaß machen kann.«
Jana Zahner, Südwest Presse, 9. März 2021
»Hat man erst einmal begriffen, dass bei Jakob Nolte die Zeit nicht linear, sondern zyklisch verläuft, verdichten sich die Fragmente unversehens zu einem scharfsichtigen Porträt unserer Gegenwart.«
Anja Kümmel, Der Tagesspiegel, 21. Februar 2021
»Umstellt von Bildschirmwelten: Jakob Noltes neue Romangroteske spielt ausgiebig mit dem Horror, dem Lächerlichen und dem Religiösen.«
Hanna Engelmeier, ZEIT ONLINE, 18. Februar 2021
»Mit Kurzes Buch über Tobias schreibt Jakob Nolte die Literatur auf einen neuen Nullpunkt zu, so sehr treibt er das Spiel zwischen zynischer Distanz und dem Wunsch nach wahrhaftigem Erzählen auf die Spitze.«
Lisa Kreißler, NDR, 18. Februar 2021
»Was dieses Buch aus dem Haufen von Romanen junger Berliner Autoren über junge Berliner Autoren herausreißt, sind seine Realitätsverweigerung und sein angenehm offensiver Hass. Letzterer mündet auch in Beschimpfungen der österreichischen Kultur – mit einem Furor, der Thomas Bernhard … durchaus verwandt ist.«
Elias Hirschl, Falter, 17. Februar 2021
»Tolldreist und todtraurig erzählt Jakob Nolte die aberwitzige Geschichte einer Erweckung.«
Fabian Thomas, The Daily Frown, 16. Februar 2021
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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