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Inhaltsangabe
Diese Kulturgeschichte Großbritanniens umfaßt den gesamten Zeitraum von der ersten Besiedlung bis zur Gegenwart. Jede Epoche ab 1500 jedes Jahrhundert beginnt mit einer Zeittafel und einer kurzen Darstellung des gesamten Jahrhunderts. Dann folgen Kapitel zur Stilgeschichte, zur wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Einbettung und zu den einzelnen Kulturphänomenen: Religion, Erziehung, bildende Kunst, Musik, Literatur und Philosophie. Neben den Gipfeln der Kultur wird auch die Alltagskultur berücksichtigt. Vergleichende Ausblicke auf die deutsche und europäische Kultur begleiten die Darstellung. Abbildungen und Karten veranschaulichen das Gesagte, und eine umfangreiche kommentierte Bibliographie gibt dem Leser Hinweise auf weiterführende Literatur.
Produktdetails
Erscheinungsdatum: 19.12.2024
Autor/Autorin: Hans-Dieter Gelfert
Reihe: Beck Paperback, Teil 1321
Einband: Taschenbuch
Auflage: 2
Verlag: C.H.Beck
Sprache: Deutsch
Seitenanzahl: 364
ISBN: 9783406791758
Herstellerinformationen
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 9 80801 München DE
Charles Dickens, neben Shakespeare der bekannteste britische Autor der Weltliteratur, gilt in Deutschland als ein humoristischer Volksschriftsteller mit sozialkritischem Touch, während er in der englischsprachigen Welt in einem Atemzug mit Joyce und Kafka genannt wird. Es ist an der Zeit, seine wahre Bedeutung auch hierzulande neu zu entdecken.
„Der Unnachahmliche“ wurde Charles Dickens von seinen Freunden genannt, und er übernahm den Beinamen selbstironisch, doch voller Stolz. Hans-Dieter Gelfert widmet sich in anschaulichen Kapiteln Dickens’ Leben und entwirft ein weites Panorama der Zeit, in der er wirkte. Im Wechsel mit biographischen Abschnitten werden in eigenen Kapiteln alle wichtigen Werke vorgestellt und interpretiert. Gelfert zeigt, wie Dickens seine traumatische Kindheitserfahrung als zwölfjähriger Hilfsarbeiter ohne jede Hoffung dichterisch so verarbeitete, dass daraus Romane hervorgingen, in denen sich Menschen gegen eine übermächtige Fremdbestimmung behaupten müssen. Politik und Gesellschaft erscheinen dabei als eine labyrinthische Sphäre totaler Entfremdung. Dieses Gefühl der Entfremdung ist seither immer mehr zum Lebensgefühl der Moderne geworden, und es führt Dickens aus der Welt des 19. Jahrhunderts an unsere Gegenwart heran.
Verse verhalten sich zur Prosa wie Singen zum Sprechen, wie Tanzen zum Gehen, wie Festtage zum Alltag. Nicht nur jedes Wort, jeder Laut hat in einem Gedicht seinen festen Platz in einer vom Dichter geplanten Ordnung. Alle Kunst, auch die Dichtkunst, entsteht durch Abweichung vom Gewöhnlichen. Der Literaturwissenschaftler Hans Dieter Gelfert ergründet in 33 Schritten, was die Qualität eines guten Gedichts ausmacht. Er fragt nach dem Grund für das Vergnügen an Versen und demonstriert an 80 Beispielen aus den verschiedenen Genres von Hymne bis Haiku die Kunstmittel der Dichter und deren Wirkung auf die Leser. Sprachliche Dichte, innere Spannung, Vieldeutigkeit, Ambivalenz, Authentizität und Originalität lauten die Stichwörter. Und am Schluss verrät der Autor, was im Kopf eines Menschen geschieht, wenn sich das Durchschauen der komplexen Ordnung eines Textes in ästhetisches Vergnügen verwandelt.