Iwan Turgenjew und Pauline Viardot

Eine außergewöhnliche Liebe
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Inhaltsangabe

Sie lernen sich kennen, als Pauline Viardot 1843 im Alter von zweiundzwanzig Jahren zum ersten Mal in Russland auf der Bühne steht. Da ist sie in Westeuropa bereits eine gefeierte Sängerin und seit drei Jahren mit dem wesentlich älteren einstigen Operndirektor Louis Viardot verheiratet. Iwan Turgenjew ist fünfundzwanzig und steht am Beginn seiner Karriere als Schriftsteller. Er ist sofort hingerissen von ihr: „Seit jenem Augenblick, seit jener schicksalhaften Minute, gehörte ich nur noch ihr.“ Er folgt dem Ehepaar nach Paris und Deutschland, einige Jahre leben sie in Baden-Baden. Sie ist erste Leserin seiner Manuskripte, er fördert ihre Arbeit als Komponistin und übersetzt zusammen mit Ehemann Louis die Werke russischer Schriftsteller. Zu den Gästen den Salons, den Pauline Viardot führt, gehören die wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Kunst und Kultur.

An der unkonventionellen Beziehung entzündete sich viel Klatsch und Tratsch, und die meisten vermuteten, daß Turgenjew unter der Liebe zu einer verheirateten Frau litt. Sie hat alle ihre Briefe an ihn vernichtet. Aber um die fünfhundert Briefe Turgenjews an sie und ihre Familie, die Erinnerungen der Zeitgenossen und biographische Forschungen der letzten Zeit lassen diese außergewöhnliche Beziehung heute in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 14.11.2018
  • Autor/Autorin: Ursula Keller,Natalja Sharandak
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 2
  • Verlag: Insel Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 220/144/30 mm
  • Seitenanzahl: 278
  • ISBN: 9783458177692
Darum lohnt sich dieses Buch
  • 200. Geburtstag von Iwan Turgenjew am 9. November 2018
  • Kunst und Leben: Das Porträt einer außergewöhnlichen Dreierbeziehung
Pressestimmen
»Das Autoren-Duo Ursula Keller und Natalja Sharandak, das zuletzt mit einer sehr eindrucksvollen Biographie von Madame Blavatsky auf sich aufmerksam gemacht hat, erzählt nicht nur die Geschichte einer großen Liebe. Ihre Doppelbiographie beschreibt zugleich das Leben zweier großer europäischer Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.«
Mathias Iven, Das Blättchen, 25. Februar 2019
»Die beiden Autorinnen haben eine angenehm nüchterne, allein quellenbasierte Studie vorgelegt – weit ab von romantischen Spekulationen und Fantasien. Ihr Buch über Pauline Viardot und Iwan Turgenjew ist eine Doppelbiografie, die beide Lebensläufe mit allen Wendungen und mit allen politischen und historischen Hintergründen beleuchtet, aber nur das beschreibt, was tatsächlich greifbar ist.«
SWR2, 25. Januar 2019
»... eine packende Werkgeschichte, in der man erfährt, wie das Schreiben Turgenjews mit persönlichen Erlebnissen zusammenhing.«
Irmtraud Gutschke, neues deutschland, 1. Januar 2019
»Eine unterhaltsame Doppelbiographie.«
Adam Soboczynski, DIE ZEIT, 19. Dezember 2018
»Eine wunderbare Doppelbiographie.«
Martin Doerry, SPIEGEL ONLINE, 15. Dezember 2018
»Ursula Keller und Natalja Sharandak untersuchen ... das ›aussergewöhnliche Arrangement‹ zwischen Turgenjew und der Familie Viardot – seine Amour fou zur launischen Zigeunerin Pauline Viardot machte ihn nicht zum Rivalen, sondern zum Leidensgenossen des Ehemanns.«
Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung, 10. November 2018
»In ihrer lesenswerten Doppelbiografie Iwan Turgenjew und Pauline Viardot. Eine außergewöhnliche Liebe erzählen die Autorinnen ... von der Liebe zu dritt im 19. Jahrhundert, von Emanzipation und Sex-Appeal, von einer Frau, die bereits vor über 150 Jahren ganz offen mit zwei Männern lebte.«
Sky Nonhoff, MDR, 9. November 2018
»[Um die fünfhundert Briefe] lassen diese außergewöhnliche Beziehung heute in einem ganz neuen Licht erscheinen.«
Buch-Magazin
»Ein lesenswertes Buch über zwei Leben, die sich auf ungewöhnliche Wiese und über Jahrzehnte meist innig verbunden haben.«
Heike Krause-Leipoldt, Lesart
Herstellerinformationen
Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@insel-verlag.de
Tel: +49 30 740 744 0

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»Lange Zeit lebte ich nicht mein eigenes Leben und meinen eigenen Willen, sondern als die Gattin Tolstois.« – Am 23. September 1862 heiratete die achtzehnjährige Sofja Andrejewna Behrs Lew Nikolajewitsch Tolstoi. Anfangs widmete sie ihr Leben ganz dem viel älteren Schriftsteller. Sie war erste Leserin und Kritikerin seiner Werke, Mutter seiner vielköpfigen Kinderschar, verwaltete das Landgut und kümmerte sich um die Finanzen. In jener Zeit des Familienglücks entstanden u.a. Tolstois große Romane Krieg und Frieden und Anna Karenina. Nach fast zwei Jahrzehnten Ehe beschäftigte sich Tolstoi zunehmend mit religiösen und philosophischen Themen und stellte sämtliche Werte seines bisherigen Lebens in Frage. Er entzog sich seiner Frau und Familie, und es kam zu dramatischen Konflikten. Sofja Tolstaja hörte auf, das geistige und literarische Leben ihres Mannes als ihr eigenes zu begreifen. Nachdem sie ihrer eigenen literarischen Begabung vor der Hochzeit entsagt hatte, begann sie, wieder zu schreiben, nur wenige ihrer Werke wurden jedoch veröffentlicht. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung Rußlands am Vorabend der russischen Revolution, in der die vermeintlich natürliche, Gott gewollte Geschlechterordnung von vielen Zeitgenossen in Frage gestellt wurde, zeichnet die Biographie das Porträt der Gattin Tolstois als Frau, die für ihre eigene Lebenswahrheit stritt. »In sieben großen Kapiteln zeichnen die beiden Autorinnen einfühlsam und anekdotisch ein Bild von Sofja Tolstaja, das so lebendig und plastisch erzählt wird, als hätte man sie persönlich kennengelernt.« Deutschlandradio Kultur
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