Iglhaut

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Inhaltsangabe

Sie hat eine Vorliebe für Whiskey-Cocktails und alte Sozialdemokratinnen, hat schlechte Backenzähne, Geldprobleme und ein Talent für den Umgang mit Holz: Iglhaut, die im Hinterhof eines Münchner Mietshauses ihre Werkstatt unterhält. Die starke, stachelig schöne Iglhaut, die – ohne eigenes Zutun und definitiv gegen ihren Willen – zum Zentrum nachbarschaftlichen Miteinanders wird. 

Katharina Adlers Iglhaut ist eine Heldin nach Art alter Götter. Aus dem Holz für verlässliche Beziehungen ist sie nicht gemacht, weder in der Liebe, noch im Geschäft. Auch ihre Laune: so wandelbar wie das Wetter. Nur ihre Überzeugungen sind bis zur Sturheit gefestigt. Allenfalls für einen Fleisch verachtenden Hund namens Kanzlerin könnte sie sich verbiegen – und vielleicht für den Ex-Liebhaber, den sie in einem Moment der Unachtsamkeit wieder in ihr Leben lässt.

Doch dann drängen weitere Wahlverwandte und Geschichten – cholerisch, komisch, ungebeten – in diesen zutiefst menschlichen Roman, einen Roman, der das Leben feiert: ungeschönt, mit allen Widrigkeiten. Die wohnen nämlich nebenan … 

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 12.04.2022
  • Autor/Autorin: Katharina Adler
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 3. Auflage
  • Verlag: Rowohlt
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 209/133/24 mm
  • Seitenanzahl: 288
  • ISBN: 9783498002565
Darum lohnt sich dieses Buch
  • Die Geschichte einer bunten Hausgemeinschaft, in deren Mitte eine Heldin, so fabelhaft wie Amélie und so stachelig wie das Tier, dessen Namen sie trägt.
  • Große zeitgenössische Erzählkunst – menschenfreundlich und zugewandt, ohne die Augen zu verschließen vor dem, was ist.
Pressestimmen
»Das illustre Hinterhof-Soziotop, das Autorin Katharina Adler rund um "Iglhaut" entstehen lässt, ist ohne Übertreibung: umwerfend.«
Stern, 23. Juni 2022
»Iglhaut" ist ein Großstadtroman, in dem zwar städtisches Unwohlsein nicht ausgeklammert wird. Aber daraus entsteht trotzdem ein gutes Leben.«
Peter Pisa, Kurier Wien, 11. Juni 2022
»Darum geht es doch in den Krisen der Gegenwart: Die kleinen Dinge als große zu erkennen. Nicht immer nur weg zu wollen, sondern auch dableiben zu können. Nicht dem materiellen Überschwang zu frönen, sondern mit wenig auszukommen. Sich bescheiden, genügsam sein. Und trotzdem ziemlich dreist. So wie die Iglhaut.«
Gunda Bartels, Der Tagesspiegel, 5. Juni 2022
»Katharina Adler braucht wenig Platz, um Charaktere und Welten zu erschaffen. Sie schafft es spielerisch, Widersprüche noch im selben Satz aufzulösen, und pflegt eine lakonische Eleganz ... »Iglhaut« erzählt auf zauberhafte Weise von einem Frauenleben, das sich gegen die Verhältnisse richtet.«
Xaver von Cranach, Spiegel Literaturbeilage BESTSELLER, 4. Juni 2022
»Ein herrlicher Roman, der bodenständig bleibt und zugleich beschwingt daherkommt.«
Katharina Borchardt, SWR 2 "Lesenswert", 17. Mai 2022
»Mit stilistischer Eleganz und erzählerischem Esprit fängt Katharina Adler die Schönheit des Unspektakulären ein. Sie wirft ein warmes Schlaglicht auf ganz gewöhnliche Leben und bringt sie alle zum Leuchten.«
Holger Heimann, WDR 1, 10. Mai 2022
»Was sich nicht nach dem Stoff für eine Heldengeschichte anhört, ist dennoch genau das: Mit "Iglhaut" schenkt Katharina Adler der deutschen Literatur eine natürlich coole Figur von Format.«
WDR 5 "Bücher", 7. Mai 2022
»Katharina Adler hüllt ihre stachelige Figur in eine so verblüffend einleuchtende Sprache, in einen Sound aus behütender Zärtlichkeit und milder Ironie, dass die Zumutungen des Alltags sich immer wieder verwandeln. Der Tonfall ist alles in "Iglhaut". Er kommt unspektakulär und leicht daher, dass er sowohl zum Amüsement als auch zur Transzendenz taugt.«
Christoph Schröder, Zeit Online, 2. Mai 2022
»Die große Kunst dieses Romans ist die Machart, der raffinierte Wechsel von allwissend kommentierender Erzählstimme und ausgesprochen witzigen Dialogen, die feine Balance zwischen Tragik und Komik, die konsequent durchgehalten wird. Und nicht zuletzt Katharina Adlers Gespür für Skurrilitäten und prächtige Nebenfiguren ... Gäbe es von dieser Sorte doch mehr.«
Christoph Schröder, Zeit Online, 2. Mai 2022
»Ein liebevolles Buch.«
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 30. April 2022
»Katharina Adler setzt der bayerischen Heiligenfigur des Grantlers ein feministisch modernisiertes Denkmal.«
Deutschlandfunk, 25. April 2022
»Lange gab’s in der deutschen Literatur keine so charmant stachelige Heldin wie diese: mit ihrem Talent für den Umgang mit Holz und ihrer hölzernen Art im Umgang mit der Welt. Ein Roman, so widerborstig wie liebevoll.«
Focus, 23. April 2022
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