Friedrich Pollock

Die graue Eminenz der Frankfurter Schule
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Inhaltsangabe

Philipp Lenhards Buch ist die erste Biografie Friedrich Pollocks (1894–1970). Sie erzählt das Leben eines Mannes, der eine prägende Rolle in der deutsch-jüdischen Geistesgeschichte spielte und sich doch stets im Hintergrund hielt.

Ein Fabrikantensohn, der das Privateigentum abschaffen wollte; ein Jude, der vom Judentum nichts wissen wollte; ein Professor, der wenig publizierte; ein Ökonom, der sich an der Börse verzockte; ein Kommunist, der den Marxismus für anachronistisch hielt; und schließlich: ein kritischer Intellektueller.
Wer sich mit der politischen Kultur der Weimarer Republik, der Entstehung der »Kritischen Theorie« und der deutsch-jüdischen Emigration in die USA auseinandersetzt, kommt an Friedrich Pollock nicht vorbei. Der Weggefährte Max Horkheimers und Gründer des Frankfurter Instituts für Sozialforschung spielt als bedeutender Vertreter der Kritischen Theorie eine tragende Rolle in der deutsch-jüdischen Geistesgeschichte.

Produktdetails
  • Erscheinungsdatum: 13.11.2019
  • Autor/Autorin: Philipp Lenhard
  • Einband: Hardcover
  • Auflage: 1
  • Verlag: Jüdischer Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Größe (L/B/H): 219/145/28 mm
  • Seitenanzahl: 382
  • ISBN: 9783633542994
Pressestimmen
»Anhand des Lebens des Friedrich Pollock entsteht zudem das Bild einer untergegangenen Welt: die der linken Intellektuellen der Weimarer Republik, die außerordentlich häufig Juden waren. Wie sehr sie fehlen, das zeigt auch diese faszinierende Biografie.«
Leander F. Badura, der Freitag, 26. März 2020
»Die außerordentlich materialreiche und sehr gut geschriebene Darstellung ist mehr als nur eine Biographie. Sie ist, vor dem Hintergrund der deutsch-jüdischen (Geistes-)Geschichte der ersten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts, auch die Geschichte der ›Kritischen Theorie‹ und ihrer bedeutendsten Theoretiker.«
Dirk Farke, woxx, 21. Februar 2020
»Die äußerst detailreiche Biographie Lenhards folgt nicht nur Pollocks verschlungenem Lebensweg, sie ist zugleich eine glänzend geschriebene Einführung in dessen neu zu entdeckendes Werk und eine gelungene Überblicksdarstellung zur Geschichte des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Schule.«
Mathias Iven, Das Blättchen, 17. Februar 2020
»... eine der besten, weil methodisch reflektiertesten Gelehrtenbiografien der letzten zwei Jahrzehnte.«
Friedrich Wilhelm Graf, Neue Zürcher Zeitung, 30. Januar 2020
»Eine neue überaus lesenswerte Biografie über die ›graue Eminenz‹ Friedrich Pollock von Philipp Lenhard im Suhrkamp Verlag rundet das Bild von der ›Frankfurter Schule‹ gekonnt ab. Lenhard stärkt die These: Wer sich mit der politischen Kultur der Weimarer Republik, der Entstehung der ›Kritischen Theorie‹ und der deutsch-jüdischen Emigration in die USA auseinandersetzt, kommt an Friedrich Pollock nicht vorbei.«
Michael Hesse, Kölner Stadt-Anzeiger, 17. November 2019
»Lenhards programmatische Entscheidung für die Personalbiographie beweist gerade in dieser Vielfalt der Perspektiven ihre große Ergiebigkeit. Das Licht auf die ›graue Eminenz‹ schließt nicht nur materialreich eine Lücke in der Instituts- und der Theoriegeschichte, es zeigt auch die lebensgeschichtlichen Dimensionen einer intellektuellen Welt zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik, die so nicht mehr existiert.«
Wolfgang Matz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. November 2019
»... so [zeigt Pollocks Biographie], dass Werk und Person sich nicht nur auf eine Fußnote ... im Leben der populären Kritischen TheoretikerInnen reduzieren lässt. Die Lektüre macht deutlich, dass es sich lohnt, über Pollock zu lesen - aber genau so sehr Pollock zu lesen.«
Felix Brandner, Nilpferdkönige
»Gespickt mit vielen Details ist das Buch eine klare Bereicherung in der Geschichtsschreibung zur Kritischen Theorie. Wer sich zukünftig mit Friedrich Pollock und dessen Beitrag zur Kritischen Theorie auseinandersetzen möchte, kommt an Lenhards Buch nicht vorbei.«
Gregor-Sönke Schneider, Sehepunkte
Herstellerinformationen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de
Tel: +49 30 740 744 0

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ADORNO, HORKHEIMER, MARCUSE: DIE NEUE GESCHICHTE DER FRANKFURTER SCHULE

Café Marx: So nannten Freunde wie Feinde das Institut für Sozialforschung flapsig. Und tatsächlich liegen die Anfänge der Kritischen Theorie und der Frankfurter Schule in einer Auseinandersetzung mit dem Marxismus. Philipp Lenhard erzählt auf einer breiten Quellengrundlage die Geschichte der Personen, Netzwerke, Ideen und Orte, die das Institut geprägt haben und ihrerseits von ihm geformt wurden. So wird anschaulich greifbar, warum die Frankfurter Schule wie keine zweite die großen intellektuellen Debatten des 20. Jahrhunderts bestimmt hat.

Von Anfang an war das 1924 eröffnete Institut für Sozialforschung etwas Besonderes. Seine Wurzeln liegen in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs und auf den Barrikaden der Revolution. Der kommunistische Unternehmersohn Felix Weil ermöglichte die Gründung einer neuartigen Forschungsinstitution, die Arbeiter und Studenten, Politiker und Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle anzog. Besonders war auch, dass das Institut nach 1933 trotz Schließung, Verfolgung und Exil seine Arbeit fortsetzen konnte. In Kalifornien entstanden Schlüsselwerke wie die «Dialektik der Aufklärung». Philipp Lenhard geht der Entstehung der Kritischen Theorie in der amerikanischen Emigration nach und beleuchtet ihre Entwicklung zur Frankfurter Schule in der frühen Bundesrepublik. Das Buch schildert konzis, anschaulich und voller überraschender Erkenntnisse, in welchem historischen Kontext Horkheimer, Adorno, Marcuse, Benjamin und viele andere zu Schlüsseldenkern des 20. Jahrhunderts wurden.

"Der Fortschritt ereignet sich dort, wo er endet." Theodor W. Adorno

  • 100. Jahrestag: Einweihung des Instituts für Sozialforschung am 22. Juni 1924
  • Seit Jahrzehnten die erste aktuelle Geschichte der Frankfurter Schule
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